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letzte Aktualisierung:
05.10.18

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August - Oktober 2018

Top Nachrichten http://www.freiewelt.net/

Programmbeschwerde gegen ARD: "Systematische Dämonisierung Putins und anti-russische Propaganda"

Einen Angreifer gewaltlos ausschalten

Der Krieg gegen die arbeitende Bevölkerung

DER NACHRICHTEN ANDERE SEITE

Viel zu viel Wert auf die Meinung anderer zu legen, ist ein allgemein herrschender Irrwahn.

Artur Schopenhauer (1788-1860) deutscher Philosoph



„Welche Regierung würde es wagen, die politische Freiheit anzutasten, wenn jeder Bürger
ein Gewehr und fünfzig scharfe Patronen zu Hause liegen hat?“
MEW Bd. 21, S. 345. Fr. Engels
 



 

Interne Kolonialisierung: Wie die DDR ausverkauft wurde
Noch immer herrscht der Mythos vor, die angeblich marode DDR habe zu enormen wirtschaftlichen Problemen für die BRD geführt. Doch tatsächlich war die Übernahme der neuen Bundesländer ein gefundenes Fressen für die west- deutschen Wirtschaftsmagnaten.

 

Wie lange wollen wir Politverbrecher und Geschichtsverfälscher wie Heiko Maas noch in der Regierung dulden?
Heiko Maas: "Es waren die Amerikaner, die die deutsche Wiedervereinigung möglich gemacht haben"
Außenminister Maas eröffnete am 3. Oktober das sogenannte "Deutschlandjahr" in den USA. Das Projekt steht unter dem Motto "Wunderbar together". Bei der Eröffnungsrede erstaunte der deutsche Außenminister mit einer ganz speziellen Geschichtsinterpretation.


Meinst du, die Russen wollen Krieg?

Meinst du, die Russem wollen Krieg?
Befrag die Stille, die da schwieg
im weiten Feld, im Pappelhain,
Befrag die Birken an dem Rain.
Dort, wo er liegt in seinem Grab,
den russischen Soldaten frag!
Sein Sohn dir drauf Antwort gibt:

Meinst du, die Russen woll’n,
meinst du, die Russen woll’n,
meinst du, die Russen wollen Krieg?

Nicht nur fürs eig’ne Vaterland
fiel der Soldat im Weltenbrand.
Nein, daß auf Erden jedermann
in Ruhe schlafen gehen kann.
Holt euch bei jenem Kämpfer Rat,
der siegend an die Elbe trat,
was tief in unsren Herzen blieb:

Meinst du, die Russen woll’n…

Der Kampf hat uns nicht schwach gesehn,
doch nie mehr möge es geschehn,
daß Menschenblut, so rot und heiß,
der bitt’ren Erde werd’ zum Preis.
Frag Mütter, die seit damals grau,
befrag doch bitte meine Frau.
Die Antwort in der Frage liegt:

Meinst du, die Russen woll’n…

Es weiß, wer schmiedet und wer webt,
es weiß, wer ackert und wer sät –
ein jedes Volk die Wahrheit sieht:
Meinst du, die Russen woll’n,
meinst du, die Russen woll’n,
meinst du, die Russen wollen Krieg?
(Jewgeni Jewtuschenko)

Anatomie eines Schurkenstaates – Amerika pfeift und die Welt tanzt
Als Schurkenstaat (englisch: „Rogue State“) bezeichnete US-Präsident George W. Bush einen Staat, der sich aggressiv gegenüber anderen Staaten verhält und sich zugleich internationalen Verhandlungen oder Verträgen entzieht. Muss man die USA nach dieser Definition und vor dem Hintergrund der letzten 180 Jahre nicht selbst als Schurkenstaat ansehen?

19.4.18:
Gegen Völkerrecht und Meinungsfreiheit: Wie Heiko Maas sich erneut zum "NATO-Strichmännchen" macht
Außenminister Heiko Maas hat in kurzer Zeit und in zwei Ministerämtern zahlreiche juristische Prinzipien mit Füßen getreten. Er ist - gerade im Vergleich zu seinem Vorgänger Sigmar Gabriel - die wohl krasseste Fehlbesetzung des aktuellen Kabinetts.

30.1.18:
Russland unter Putin: Lebensqualität verdreifacht - Auslands
- verschuldung um 75 Prozent gesunken
Wladimir Putin wurde erstmals im Jahr 2000 zum russischen Präsidenten gewählt. Wir haben für Sie die Punkte zusammengeführt, die verdeut- lichen, wie sich die russische Wirtschaft in Zahlen ausgedrückt in der Zwischenzeit verändert hat.

25.1.18:
Bundesregierung relativiert Vernichtungskrieg gegen Sowjetunion und verweigert Stalingrad-Gedenken
Eine Anfrage an die Bundesregierung, ob diese den Überfall auf die Sowjetunion 1941 grundsätzlich als einen ver- brecherischen Vernichtungskrieg einordnet, verneint die Bundesregierung in dieser Form und verweist auf eine nötige "einzelfallbezogene" Beurteilung.

23.1.18:
Woher dieser Hochmut? Überlegenheitsgefühle gegenüber Russland sind wieder im Kommen
Woran liegt es, dass die Russophobie ein derart ungeniertes und erfolgreiches Comeback feiern darf? Der Hochmut gegenüber Russland nimmt immer besorgniserregendere Formen an. Gerade auch in Deutschland. Ein Beitrag von Ulrich Heyden.


 

10.9.2018:
BKA: Zahl der von Ausländern getöteten Deutschen hat Höchststand erreicht

Das BKA veröffentlicht Zahlen, nach denen die Zahl der von Ausländern getöteten Deutschen im Jahr 2017 einen Höchststand erreicht hat. Diese Zahlen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem nicht nur in Chemnitz das Ausmaß migrantischer Kriminalität diskutiert wird.

 

2.10.18

Vorsicht, falscher Enkel
(Eisenhüttenstadt/hn) Einen interessanten Vortrag über das breite Spektrum von Betrugskriminalität hörten die leider nur sieben Zuhörer am Dienstag im Stadtteilbüro "offis". Burkhard Lehmann von der Polizeiinspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) hatte vieles aus seiner langjährigen Arbeit in der Kriminalitätsprävention zu berichten und begann mit einem Überblick über die Arten von Betrugshandlungen.


Burkhard Lehmann von der Präventivstelle der Polizei in Fürstenwalde hatte viele Tipps zum Erkennen und zur Abwehr von Betrugshandlungen.

"Die Betrüger treten immer sehr freundlich auf und sind bande- nmäßig organisiert", so Lehmann, "sie sind selten zu fassen und verlegen ihre Handlungsorte immer wider nach kurzer Zeit in andere Regionen." Er riet den Zuhörern, sich nicht kritiklos mit Fremden einzulassen, die irgendwelche Geldgeschäfte abwickeln wollen oder Einlass in Wohnungen begehren.
Dabei ist es erstaunlich, wie viele Möglichkeiten für Betrugs- handlungen es gibt. Angefangen bei gefälschten Internetseiten, über die eingekauft werden kann, bis hin zum Enkeltrick haben haben Betrüger eine breite Auswahl wie Vorauszahlungen bei Warenbestellungen zu leisten, diese Waren dann aber nicht oder nicht wie bestellt zu liefern. Anrufer versuchen mit fragwürdigen Geschichten oder falschen Gewinnversprechen an das Geld anderer zu kommen, an Geldautomaten können Einrichtungen zum Kopieren von EC-Karten und mitlesen der PIN installiert werden. Hier empfiehlt Burkhard Lehmann, Geldautomaten im Inneren von Gebäuden zu benutzen und das Eingabefeld für die PIN so abzudecken, dass kein Fremder mitlesen kann. Auch sollte jeder, der am Automaten Geld abholt, vorher und nachher genau die Umgebung beobachten, um festzustellen ob verdäch- tige Personen in der Nähe sind. "Lassen Sie keine Fremden in ihre Wohnung, wenn geklingelt wird", so Lehmann, "möglicher- weise wurden Sie nach dem Geld abheben ausgespäht und verfolgt." Die Türkette sollte immer eingehakt bleiben, wenn jemand ein Glas Wasser oder einen Zettel für eine Nachricht an die Nachbarin haben will." Sollte jemand medizinische Hilfe brauchen, kann er oder sie auch auf der Treppe warten, bis Sie den Notarzt gerufen haben. Aber soweit kommt es dann zumeist nicht, wenn die Täter merken, dass sie nicht weiterkommen, gesunden sie dann ganz schnell.

Seien Sie auch vorsichtig bei Gewinnversprechen am Telefon und geforderten Vorauszahlungen. Viele Leser von Illustrierten, lösen Kreuzworträtsel mit der Option, bei Einsendung der Lösung, eine Reise gewinnen zu können. Seriöse Reiseunternehmen werden Sie in diesem Fall jedoch nicht per Telefon, sondern auf dem Postweg kontaktieren.
Immer wieder kommt es vor, dass falsche Polizisten, Handwerker, Bankmitarbeiter, Mitarbeiter von Energie- unternehmen usw. unangemeldet an Wohnungstüren klingeln und Einlass begehren. "Hier ist Vorsicht geboten", so Lehmann, "lassen Sie niemanden herein und erkundigen Sie sich beim betreffenden Unterneh- men, ob der Besuch rechtens ist." Er verwies darauf, dass Polizisten blaue Dienstausweise mit eingedruck- tem Passbild haben und auf der Rückseite die Nummer des Bürgertelefons gedruckt ist, bei dem im Zweifels- fall angerufen werden kann.
Um einen Enkeltrick abzuwehren, sollten die Angerufenen sofort auflegen, sich niemals darauf einlassen, hohe Geldbeträge von ihrem Konto abzuheben und an Fremde zu übergeben, erst recht nicht, wenn zeitlicher Druck gemacht wird. Kein Autoschaden muss innerhalb weniger Stunden behoben werden und kein Hauskauf kann in dieser Zeit abgewickelt werden. Oder sagen Sie einfach: "Ich habe gar keinen Enkel." Der echte wird dann schon rebellieren. Gelingt der Enkeltrick, gehen den Betroffenen durchschnittlich 12.000 € verloren.

 

28.9.18

Top Leistungen im Jugendfeuerwehrsport
(Coschen/hn) Auf ein erfolgreiches Jahr können die Mitglieder der Jugendfeuerwehr des Amtes Neuzelle zurück blicken. Erst im Dezember des vorigen Jahres gegründet, war die Coschener Jungendfeuerwehr bereits im diesjährigen Amtsausscheid der Feuerwehren des Amtes Neuzelle sehr erfolgreich und qualifizierte sich mit ihrem ersten Platz für die Kreismeisterschaften am 23 Juni in Friedland.
Auch dort konnten sie den Siegerplatz erringen und sich die Teilnahme an den Landesmeisterschaften am 8. September in Seelow sichern, wo sie unter 12 Mannschaften den 6. Platz in den Polkaldisziplinen errangen. "Das ist sensationell", freut sich Silvio Böhme, seit dem 1. Juni Amtsjugendwart des Amtes Neuzelle, "aber auch Maja Wittchen (12) war erfolgreich, sie erreichte einen 3. Platz im Zweikampf und und Leonie Grunow (15) konnte einen 4. Platz im Zweikampf sowie einen 9. Platz im Hakenleiter steigen erringen. Beide kommen aus Bomsdorf."


Über tolle Erfolge im Jahr 2018 freuen sich die Coschener Jungfeuerwehrleute.

Besonders erfolgreich waren Maja Wittchen (li.) und Leonie Grunow aus Bomsdorf.

Einen großen Anteil am Erreichen dieser Ergebnisse hat Sieghardt Minschke, Hauptkampfrichter für den Feuerwehrsport im Amt, dem es nicht nur gelang, die Jugendlichen zu motivieren, sondern auch die erforder- liche Technik zum Ereichen der Leistungen zu vermitteln. Minschke selbst spricht voller Begeisterung über die Leistungsbereitschaft seiner Schützlinge, als er erklärt, die Zeit zwischen Amtsausscheid und Friedland wäre sehr kurz gewesen. Dabei sei der "Löschangriff Nass" das Eine, aber es kamen die bis dahin unbekannte Gruppenstafette und die 5x80 Meter Feuerwehrstafette hinzu, was ein sehr intensives Training erforderlich machte und als Ergebnis den Weg nach Seelow ebnete. "Dann hatten wir ein bisschen mehr Zeit", so der Hauptkampfrichter, "trotz der Ferien konnten wir mindestens ein Training je Woche durchführen, im Schluss- spurt auch dreimal wöchentlich, nun freuen wir uns über die erreichten Plätze."
Für Jochen Bräuer, Ortswehrführer und Jugendwart in Coschen, und seine Kameraden war die gesamte Wettkampfvorbereitung absolutes Neuland, sie haben, weil sie sich im Amtsausscheid nicht blamieren wollten, intensiv geübt und waren selbst über das Ergebnis erstaunt. "Die Reise ging dann weiter und neue Disziplinen mussten hinzu gelernt werden", so Bräuer, "aber die Jugendlichen waren sehr fleißig, so dass sie es bis in die Landesmeisterschaften schafften." Nun herrsche Freude und hohe Zufriedenheit, doch zum Jahresende hin tritt erst einmal ein bisschen Ruhe ein, bevor im Frühjahr die Vorbereitungen auf die Wett- kämpfe beginnen. Erstes Ziel ist der Amtsausscheid am 22. Juni in Bahro als Test für die Kreis- und Landes- ausscheide 2020.
René Wittchen, Ortswehrführer der Bomsdorfer Floriansjünger, hatte intensiv mit Maja und Leonie trainiert, wobei neben dem "Löschangriff Nass" auch die Hakenleiter und 100 Meter Hindernisbahn auf dem Programm standen. Beide nahmen erfolgreich an den Jugendmeisterschaften des Landes teil und starten unter anderem auch im Team der Brandenburger Landesauswahl der Frauen. René Wittchen dankte der Landesfeuerwehrschule für die Bereitstellung der Trainingsmöglichkeiten im Hakenleiter steigen und den Bomsdorfer Männern, die die Mädels am Löschangriff-Training teilnehmen lassen. Das sei bei drei Trainings wöchentlich ganz schön anstrengend. "All das war für uns absolutes Neuland, wurde vorher noch nie gemacht", so der Ortswehrführer, " deshalb freuen wir uns riesig über die Ergebnisse."
Dank sagen möchte Silvio Böhme allen, die sich für den Erfolg der Jugendlichen engagierten, darunter nicht nur die Kameraden, sondern auch so manche Eltern.

26.9.18

Thema im „offis am Dienstag“: „Achtung, falscher Enkel!“
Eisenhüttenstadt. Die nächste „offis am Dienstag“-Veranstaltung findet am 2. Oktober 2018 um 16 Uhr im Eisenhüttenstädter Stadtteilbüro „offis“, Alte Poststraße 2 (am Busbahnhof) statt.
Das Thema Oktober lautet: „Achtung, falscher Enkel! – polizeiliche Kriminalprävention“ Ein gesundes Misstrau- en gegenüber Fremden ist manchmal gar nicht so verkehrt. Doch wenn der schon lang verschollen geglaubte Enkel sich meldet und um Geld bittet, ist die Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft der Generation „60-plus“ groß. Dabei handelt es sich häufig nur um eine kriminelle Masche, um an die Ersparnisse von Seniorinnen und Senioren zu gelangen. Der Einfallsreichtum der Betrüger geht weiter: Von falschen Gewinnversprechen über Handwerkertricks an der Haustür bis hin zum Geldabheben ist Aufmerksamkeit geboten.
Nach dem Motto „Vorbeugen ist besser als Nachsorge“ möchte die polizeiliche Präventionsberatung im Stadt- teilbüro „offis“ die Teilnehmer dazu befähigen, Gefahrensituationen richtig zu erkennen. Burkhard Lehmann, der Präventionsbeauftragte der Polizeiinspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) erläutert gängige Tricks und gibt entsprechende Verhaltenshinweise, damit Sie nicht ins Visier der Betrüger geraten. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Rückfragen und Informationen unter Telefon (03364) 280840. Die Mitarbeiterinnen vom „offis“ freuen sich über Anregungen zu zukünftigen „offis am Dienstag“ - Themen!
Andrea Peisker
Projektleitung Soziale Stadt

25.9.18

Alles für gesunde Füße
(Eisenhüttenstadt/hn) Am kommenden Montag eröffnet Lene Arndt im Inselblick 14 ihre podologische Praxis.
Podologie ist ein nichtärztlicher Heilberuf am Fuß, der Podologe arbeitet am kranken Fuß, beseitigt zum Bei- spiel eingewachsene Nägel, berät zur Notwendigkeit von Operationen, hilft bei trockenen Füßen und Proble- men, die Diabetiker haben, und kuriert Sportler, die ihre Füße mehr als gut ist, belasteten. Deformationen des Fußes oder Übergewicht führen zu Problemen beim Gehen, aber auch jeder, der Probleme mit seinen Füßen hat, kann sich vom Podologen beraten und behandeln lassen.


Qualifizierte Hilfe für die Füße bietet Lene Arndt ab Montag in ihrer podologischen Praxis an.

Die Diplomingenieurin für Lebensmittelüberwachung kam als Spätaussiedlerin vor 18 Jahren mit ihrer Familie, Ehemann und zwei Töchter, aus Russland nach Eisen- hüttenstadt und absolvierte von 2010 bis 2012 in der Berliner Schule für Dienstleistung und Bildung ihre Ausbildung als Podologin, arbeitete dann im Angestell- tenverhältnis und entschloss sich nun, eine eigene Praxis zu eröffnen. Menschen, die Probleme mit ihren Füßen haben, will sie helfen, arbeitet dabei auf Anwei- sung eines Arztes, dessen vorherigen Besuch sie empfiehlt. Patienten können jedoch auch ohne ärztliche Verordnung kommen, dann wird beraten ob ein Arzt- besuch notwendig ist. "In aller Ruhe können wir eine Anamnese und einen Therapieplan erstellen", erzählt Lene Arndt, "und wenn sich ein Arztbesuch als ratsam erweist, bekommt dieser bereits einen Patientenbrief mit

und kann sich auf die weitere Behandlung konzentrieren."
Im Focus von Lene Arndt stehen Patienten mit Diabetes, denn Diabetes entfaltet seine zerstörerische Wirkung zuerst an der Peripherie, sprich: den Beinen. Die Empfindungen werden gestört, es besteht ein Risiko, Verletzungen nicht zu bemerken. Zur ganzheitlichen Versorgung der Patienten arbeiten die Podologen interdisziplinär mit Diabetologen, Allgemeinmedizinern und Pflegediensten zusammen, aber auch umgekehrt funktioniert die Kooperation in Form von Heilmittelverordnungen seitens der Ärzte. Dabei werden Behandlungs- kosten von den Kassen übernommen.
Bei der ersten Behandlung wird der Fußstatus festgestellt, es wird eine neurologische Untersuchung durch- geführt, die Hauttemperatur gemessen. Nach dieser Anamnese wird der Therapieplan erstellt und mit dem Patienten besprochen, bevor die eigentlichen Behandlung beginnt.
All dies können Sie mit Lene Arndt besprechen, im Inselblick 14, dem Haus in der die Rosen-Apotheke, der Orthopäde Dr. Breitenfeld und eine Physiotherapie beheimatet sind. Gehen Sie beim Betreten des Gebäudes nur nach links in den Keller. 
Besonders bedanken möchte die Podologin sich für die Unterstützung bei ihrer Familie, dem Unternehmen Medizintechnik aus Cottbus, der Firma Sandke, den anderen Mietern im Haus für die Duldung der Lärmbe- lästigung während des Umbaus, der Sparkasse Oder-Spree und der Vermieterin.

24.9.18

Geld für AWO-Schuldnerberatung
(Eisenhüttenstadt/hn) Am Montag übergab Veit Kalinke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oder-Spree in Eisenhüttenstadt eine Spende in Höhe von 55 Tausend Euro an die Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen der Arbeiterwohlfahrt im Landkreis Oder-Spree.


Veit Kalinke (3.v.r.) erläuterte das Engagement der Sparkasse Oder-Spree zur Unterstützung der Schuldnerberatungsstellen. 4.v.r. Armin Busch, 5.v.r. Landrat Rolf Lindemann.

v.l.n.r.: Lars Dittner, Gabriele Hänseroth, Rolf Lindemann, Armin Busch, Veit Kalinke, Sven Wiedenhöft.

Geschäftsführer Armin Busch empfing ihn, Landrat Rolf Lindemann sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AWO-Schuldnerberatungsstellen im Landkreis Oder- Spree zur Übergabe. "Die Schuldnerberatungsstellen sind eine wichtige Einrichtung und ich freue mich, dass dies in dieser Form gewürdigt wird", sagte er mit Verweis darauf, dass damit die weitere Arbeit dieser für die Bevölkerung wichtigen Einrichtung garantiert werden kann. Ein wichtiges Ergebnis dieser Tätigkeit sei, dass sich die Zahl der Privatinsolvenzen in der Vergangenheit fast halbiert hat.
Dass für viele ein großer Anreiz besteht, sich in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase "etwas zu leisten" ist hinlänglich bekannt, dass sich bei wieder steigendem Zinsniveau alles ändern kann, eher nicht. Obwohl die Sparkasse ihre Vergaberichtlinien für Kredite nicht geän- dert hat, wird nun doch mehr Wert auf eine intensivere Kundenberatung gelegt, um die Gefahr von Rückzahlung- sproblemen, die schnell bei Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Trennung auftreten können, zu minimieren. 
"Wir werden auch in Zukunft machen, was wir vertreten können", erklärte Veit Kalinke, "deshalb freuen wir uns auch, dass Ihre Zahlen nach unten gehen." Die Spar- kasse unterstütze die Schuldnerberatungsstellen gern, nicht nur, weil es im Sparkassengesetz verankert ist, sondern um unterschiedlichsten sozialen Schichten zu helfen.
Auf die Ernsthaftigkeit des Themas wies Rolf Lindemann hin. Finanzieller Stress, verbunden mit existenziellen Ängsten, habe diverse Folgewirkungen wie Gesundheits- gefahren. Deshalb sei es gut, sich gemeinschaftlich

darum zu bemühen, Probleme soweit zu glätten, wie es möglich ist. Er erklärte, das Hauptproblem der Ver- schuldung sei die Arbeitslosigkeit, wobei sich der Arbeitsmarkt gut entwickelt habe. Bei Einführung von Hartz-IV habe es im Landkreis 16.000 Bedarfsgemeinschaften gegeben, nun seien es nur noch die Hälfte. Diesen Erfolg schreibt der Landrat der guten Entwicklung der Konjunktur zu, die zu Arbeit und florierenden Unternehmen führte. 
"Für uns wird weiterhin die Anfälligkeit der Jugend für die 'schnellen Angebote' ein Problem sein", so Linde- mann, "diese sind so 'kostengünstig', dass man einfach zugreifen muss." Handyverträge und Einkäufe bei Versandhäusern sind dabei Schwerpunkte, und wer über das Internet einkauft, kann schnell den Überblick über seine Zahlungsverpflichtungen und Risiken verlieren. Er dankte der Sparkasse, dass sie sich auch dieser sozialen Aufgabe widmet, wobei der Spendenscheck eigentlich von jenen kommen sollte, die maßgeblich daran mitarbeiten, die Konsumorgien immer auf dem Höchststand zu halten.
Statistisch gesehen gehören Jugendliche und Männer zu denen, die am meisten verschuldet sind, oftmals weil sie ihre Situation ignorieren und Schuldnerberatungsstellen zu spät aufsuchen. Diesbezüglich gab es einen Appell an diese Gruppen, rechtzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen, bevor der Schuldenberg immer weiter wächst.

24.9.18

Blumen für die Jubilarin
(Eisenhüttenstadt/hn) Am 24. September wurde Mechthild Tschierschky, Leiterin des Eisenhüttenstädter Friedenshauses, 80 Jahre alt. Viele Gratulanten fanden sich ein, um der Jubilarin für ihr unerschütterliches Friedensengagement zu danken und ihr für die Zukunft vor allem Gesundheit zu wünschen.


 Viele Worte des Dankes hatte Landrat Rolf Lindemann neben einem selbst gepflückten Blumenstrauß für die Jubilarin mitgebracht.
 

Mechthild Tschierschky bedankte sich für die Glückwünsche und lud zum "Quer-Beet-Büfett mit Stärkungseffekt". v.r.n.l.: Mechthild Tschierschky, Hagen Bernard, Bettina Krause, Dr. Michael Weidlich, Rolf Lindemann, Corinna Tschierschky.

Zur Schar jener, die Glückwünsche überbrachten, gehörten nicht nur Familienmitglieder, Freunde und Mit- streiter, sondern auch der Vorsitzende des Kreistages Dr. Franz Berger und Landrat Rolf Lindemann. 
"Ich wünsche Ihnen ganz besonders Gesundheit", sagte Lindemann während er einen Strauß selbst gepflück- ter Blumen überreichte, "und natürlich die Kraft, sich immer wieder in die Gemeinschaft einzubringen. Dieser Tag ist auch ein Tag, an dem man danke sagen muss für all das was Sie in Eisenhüttenstadt, in Fürstenberg und auch im Kreistag getan haben." Insbesondere die Friedensinitiative berühre alle, sie sei eine ganz wesentliche Aktion, die auch alle mit tragen müssen.
In einer Pause zwischen den vielen Gratulationen lud Mechthild Tschierschky zu einem außergewöhnlichen Büfett ein, bestehend aus allerlei Grünem, verzeichnet in "Mechthilds Quer-Beet-Speisekarte mit Stärkungs- effekt", geliefert nach ihren Vorgaben von Marktkauf Eisenhüttenstadt, wo dieses Projekt auch eine Neuheit war. Nach der alten Volksweisheit, für alles sei ein Kraut gewachsen, waren darin Obst-, Gemüse- und Kräutersorten aufgelistet, samt ihrer Inhaltsstoffe und Gesundheitswirkungen. Alles war toll angerichtet und mit köstlicher Tomaten- und Gulaschsuppe komplettiert von Bettina und Bernd Krause.
"Ich bin als Bauerntochter aufgewachsen", erklärte die Friedensaktivistin, "und habe die Verbindung zur Natur nie verloren." Dies äußerte sich auch in der Wahl des Erstberufes als Blumenbinderin, bevor sie durch Zufall zum Lehrerberuf kam, den sie seit 1963 ausübte.
Als nach der Wende das große Arbeitsplatzsterben einsetzte, hatte sie die Idee, unter dem Dach eines Vereins welche zu schaffen, kaufte der Treuhand das jetzige Gebäude des Friedenshauses ab, fand die ersten Mitstreiter und startete mit einer Spendenaktion, die das Mobiliar, darunter als erstes Stück ein Klavier, einbrachte.
Befragt nach ihrem Lebensmotto antwortet sie: "Freden schaffen", das sei eigentlich banal, beruhe aber auf dem einschneidenden Erlebnis, Vater und Heimat in diesem "scheiß Krieg" verloren zu haben.

24.9.18

5 Jahre Physiotherapie Eichner
(Eisenhüttenstadt/hn) Vor fünf Jahren erfüllten sich Mario und Marika Eichner in der Poststraße 21 einen Traum: die eigene physiotherapeutische Praxis nahm am 1. Oktober 2013 ihren Betrieb auf.
"Seit zwei Jahren haben wir einen festen Stamm von Mitarbeiterinnen", sagte Marika Eichner, "das sind fünf Therapeutinnen, hinzu kommen zwei freiberufliche Therapeuten, die ständig für uns arbeiten."
Zusammen mit Solvig Sägert begann damals der Aufbau der Praxis, alles wurde schön eingerichtet, und 2014 Ute Lehmann eingestellt. Vor drei Jahren stieß Sabine Kwaschnik hinzu, und vor zwei Jahren Nadine Wegener.
"Wir sind ein tolles Team, arbeiten prima zusammen, alles ist sehr kollegial und familiär", so die Chefin, die durch einen Zufall zu diesem Beruf kam. Vorher arbeitete sie als Verkäuferin in verschiedenen Handelsein- richtungen.


Seit Jahren hält sich der 82jährige Peter Nilse unter Anleitung durch Marika Eichner an den Geräten in der Physiotherape fit.

In den Sportgruppen geht es sehr familiär zu.
 

Dann begann eine dreijährige Ausbildung an der Schule für Gesundheitsberufe in Eisenhüttenstadt, nach dem Abschluss kamen weitere Lehrgänge in Manueller Therapie, Lymphdrainage, Bobath, Krankengymnastik am Gerät und viele mehr hinzu. In einer anderen Physiotherapiepraxis lernte sie als leitende Physiotherapeutin von 2007 bis 2013 Aufgaben wie Organisation, Führen von Kassenbüchern und Planung zu beherrschen, so dass Marika Eichner sich nach und nach das Rüstzeug für die Führung einer Praxis zulegte.
"Immer wieder würde ich mich für diesen Beruf entscheiden, man lernt ständig neue Menschen und Charak- tere kennen, was nicht immer einfach ist", erklärt sie, "es sind immer wieder neue Herausforderungen die bewältigt werden müssen." Individuelles Eingehen auf jeden Einzelnen ist dabei gefragt, insbesondere bei der Arbeit mit Krebs- und Schlaganfallpatienten sowie beim Mobilisieren zum Wiedererreichen von Alltagsfähig- keiten. Besonderes ältere Menschen nehmen diesbezügliche Dienste gern in Anspruch bzw. kommen regelmäßig in eine der vielen Rehasportgruppen, von denen so manche schon wie eine kleine Familie agiert und sich darin alle wohl fühlen.
In der Physiotherapie wird auch weiterhin im 30-Minuten-Takt gearbeitet. Somit steht für jeden Patienten mehr Zeit zur Verfügung, so dass eine intensivere Beschäftigung mit ihm möglich ist und jeder seine volle Behand- lungszeit erhält.
"Wir sind bestrebt, unsere Therapeuten stetig weiterzubilden", sagt Mario Eichner, "dadurch haben wir jetzt auch Yoga Kurse neu im Angebot, jeweils mittwochs um 15 Uhr und künftig auch donnerstags ab 18.30 Uhr".
Gegenwärtig werden noch zwei Therapeuten zur Verstärkung des Teams in Festanstellung gesucht, denn die Nachfrage ist groß und jeder Patient soll zeitnah einen Termin bekommen. Die Tätigkeit ist sowohl in Voll- als auch Teilzeit möglich, bei überdurchschnittlicher Branchen üblicher Entlohnung. "Wir legen dabei großen Wert auf ein harmonisches, kollegiales Miteinander, kein 'Zickenkrieg' unter Weibern, es muss passen", so Marika Eichner, die ganz stolz auf 'ihre Mädels' ist und ihrem Team einen großen Dank ausspricht, denn ohne die Mitarbeiterinnen wäre das alles so nicht möglich gewesen. 
"Ein Dank gebührt aber auch allen Patienten, die unserem Team seit Jahren die Treue halten und uns weiter empfohlen haben, denn Mundpropaganda ist die beste Werbung. WIR freuen uns auf weitere gemeinsame Jahre. Vielen Dank euch allen", sagen Mario und Marika Eichner.

21.9.18

Johanniter luden zur 3. Filmnacht
(Eisenhüttenstadt/hn) Unter dem Motto "Und an was glaubst Du?" luden die ambulanten Hospizbetreuer der Johanniter kürzlich zur inzwischen dritten Filmnacht in die Kleine Bühne ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der 90minütige Film "Atempause", worin es um das Abschiednehmen von einem Jungen ging, der beim Fußballspiel am Kopf getroffen wurde und an den Folgen eines geplatzten Aneurismas im Gehirn starb. Im zweiten Film "Die besten Beerdigungen der Welt", der oftmals zum Schmunzeln anregte, zeigten Kinder ihre eigene Sichtweise auf den Tod, indem sie ein Bestattungsunternehmen für tote Tiere gründeten und Beerdigungen ohne die Sichtweise ihrer Eltern gestalteten.


Über eine steigende Zahl an Interessenten freuten sich die Veranstalter.

"Das Thema sterbende Kinder trifft uns immer wieder", sagte Eileen Samol, Fachbereichsleiterin Hospizdienste und Koordinatorin von Kinderhospizdiensten im Oder- land, "wier möchten mit den Menschen in den Aus- tausch darüber treten und heute Abend darüber disku- tieren." Dabei ging es nicht nur um das Abschied nehmen, sondern auch um Beerdigungen, die für die Bewältigung von Trauer unerlässlich sind. 
"Jede Beerdigung sollte individuell auf die Persönlichkeit des Verstorbenen ausgerichtet sein", so Samol. Die die Idee der Filmnacht griff sie in Bergisch Gladbach auf. Es sei schön und bewegend gewesen, so dass vor zwei Jahren die erste in Eisenhüttenstadt organisiert wurde und nun steigende Besucherzahlen verzeichnet. Mit dieser Veranstaltung will der ambulante Hospizdienst für Kinder und Erwachsene auch immer wieder auf seine Existenz aufmerksam machen und die Angehörigen Sterbender ermutigen, seine Dienste in Anspruch zu nehmen, sich einfach helfen und entlasten zu lassen.

Frank Balzer begrüßte zur Filmnacht Anke Liedtke und Jana Lubenow, ab 1. Oktober Koordinatorin für die ambulante Hozpizarbeit.

Unter der Moderation von Pfarrerin Dr. Elisabeth Rosenfeld fand ein interessanter meinungsaustausch zum Film statt.
 

Zu den betroffenen Eltern zählt Anke Liedtke aus Eisenhüttenstadt. Offen und fast heiter geht sie damit um, dass ihre 18jährige Tochter Nele als Extrem-Frühchen schwerstbehindert ist und nach Voraussagen der Ärzte über das zweite Lebensjahr nicht hinaus kommen sollte. "Sie kämpft, sie will leben und kommuniziert auf ihre eigene Weise mit der Umwelt, will bei uns bleiben und wir nutzen jeden Tag, den wir mit ihr verbringen können", erzählt sie, "besonders Eileens Musik findet sie toll, sie lächelt, wenn ihr etwas gefällt und weint, wenn sie Schmerzen hat, kann auch deutlich zeigen, wer ihr sympathisch ist und wen sie nicht mag." Ein Pflegedienst ermöglicht, dass die Eltern auch mal in einem Kurzurlaub entspannen können, ansonsten sind noch zwei größere Geschwister da und auch eine Nichte und ein Neffe. Als angenehm empfindet Anke Liedtke, dass die Scheu Fremder vor schwerstbehinderten Menschen abnimmt und es oftmals zu schönen Begegnungen kommt, die Anteilnahme ausdrücken.
Trotz seines engen Terminkalenders ließ es sich Bürgermeister Frank Balzer nicht nehmen, der Veranstaltung einen Besuch abzustatten. "Mir ist wichtig, dass wir in Eisenhüttenstadt eine solche Hospizarbeit haben", sagte er, "und ich empfinde Ehrfurcht vor der geleisteten Arbeit, denn gerade das Thema Sterben und Sterbebegleitung ist ja in der Öffentlichkeit noch nicht so richtig angekommen." Er selbst unterstützt seit ein paar Jahren die Eisenhüttenstädter Hospizarbeit und weist darauf hin, dass die dabei erfolgte ehrenamtliche Arbeit nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Sie erfordert sehr viel Feingefühl und psychologische Kompetenz, dabei leisten die Johanniter eine hervorragende Arbeit.
Unter der Moderation durch Pfarrerin Dr. Elisabeth Rosenfeld wurde über viele Aspekte des Films "Atempau- se" gesprochen, darunter das Problem der Organspende, mit dem sich die Menschen bereits beschäftigen sollten, bevor es aktuell wird. Bestatter Thomas Henkel berichtet an Hand des Films "Die besten Beerdigung- en der Welt" über den Umgang von Kindern mit diesem Thema.
Anfang 2019 bietet der Hospizdienst wieder die Möglichkeit der Teilnahme an einem Lehrgang, ehrenamtliche Familienbegleiter für den Hospizdienst werden händeringend gesucht.

18.9.18

Innenminister: Eisenhüttenstadt ist sicher
(Eisenhüttenstadt/hn) Auf Einladung des SPD-Ortsverbandes besuchte Brandenburgs Innenminister Karl- Heinz Schröter am 18. September die Stadt. Eingeladen waren auch die Fraktionen der Stadtverordnetenver- sammlung und interessierte Bürger. "Anlass für diese Einladung war die Kriminalitätsstatistik", erklärte Ingrid Siebke zu Beginn der Veranstaltung in der Kleinen Bühne. Eisenhüttenstadt sei darin nicht besonders gut bewertet worden. Sicherheit sei im vergangenen Jahrzehnt für immer mehr Bürger zu einem wichtigen Thema geworden, sie habe viele Facetten wie soziale Sicherheit, bezahlbare Wohnungen, Krankheits- und Alters- absicherung und Schutz bei Katastrophen, aber auch Schutz des persönlichen Eigentums und Sicherheit für Leib und Leben gehörten dazu.


Ingried Siebke (li.) begrüßte Jürgen Huber, Karl-Heinz Schrö- ter, Frank Balzer und Holger Wachsmann als kompetente Gesprächspartner.

Im Mittelpunkt des Abends standen Fragen des Schutz- es der Bürger vor Kriminalität, wozu Innenminister Karl-Heinz Schröter, Jürgen Huber, Leiter der Polizeiin- spektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder), Bürgermeister Frank Balzer und Holger Wachsmann, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung und Mitglied des Kreistages sowie Landrat Rolf Lindemann Stellung nahmen. 
So traf dann auch die erste Frage den Minister, der ein neues Polizeigesetz auf den Weg brachte, das der Polizei erweiterte Vollmachen einräumt und mit der Einschränkungen der Bürgerrechte einhergehen kann. 
Auf die Frage nach den Beweggründen für die Verab- schiedung eines solchen Gesetzes antwortete Schröter, angesichts der Veränderung der Verhältnisse u.a. durch 


Jürgen Huber, Karl-Heinz Schröter, Frank Balzer und Holger Wachsmann standen als kompetente Gesprächspartner zur Verfügung.

Landrat Rolf Lindemann forderte neue kommunale Konzepte zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls der Bürgen.
 

neue Medien und schwerste Kriminalität sei es erforderlich, die Rechte der Polizei neu zu definieren. Er bedauerte, dass im Rahmen der Verhandlungen das Thema Fußfesseln für Schwerkriminelle fallen gelassen werden musste und verwies darauf, dass durch mehr Polizeipräsenz Angstgefühle der Bevölkerung abgebaut werden müssen. Bürgermeister Balzer zeigte sich betroffen darüber, dass Eisenhüttenstadt in der Statistik die "schlimmste Stadt Brandenburgs" ist, erklärte aber, er selbst fühle sich sicher. Jürgen Huber wies darauf hin, es sei notwendig das individuelle Sicherheitsgefühl der Menschen durch sachliche Problemdiskussionen zu verbessern und verwies darauf, dass die enge Zusammenarbeit mit der polnischen Polizei in den vergangenen Jahren erfolgreich gewachsen ist.
Holger Wachsmann forderte, die Sicherheitsdiskussionen nicht nur in Bezug auf die Stadt zu führen, sondern gemeinsam mit den umliegenden Gemeinden Konzepte zu erarbeiten. Er betonte, die Menschen wollten mehr Polizeipräsenz, worauf Minister Schröter erklärte, dass die Zahl der Beamten auf 8250 Polizisten aufgestockt werde und künftig jährlich 400 Nachwuchskräfte die Polizeischule absolvieren, bei ca. 300 Polizisten, die zur gleichen Zeit in Pension gehen. Zur Sprache kam auch das Problem, dass Opfer oftmals lange auf die Polizei warten müssten oder in der Polizeiwache abgewiesen wurden, wenn sie eine Anzeige aufgeben wollten.
Landrat Lindemann schlussfolgerte aus der Diskussion, dass auch Veränderungen auf kommunaler Ebene erforderlich seien, so in der Zusammenarbeit der Ordnungsämter, die in der Öffentlichkeit gemeinsam mit den Polizeikräften agieren sollten.
Nach fast zweisündigem Meinungsaustausch resümierte Minister Schröter: "Die Kommunalpolitik in Eisen- hüttenstadt ist auf einem guten Weg.

17.9.18

Yellow Sun - die Fahrschule mit besonderem Flair
(Eisenhüttenstadt/hn) Wer die Räume der Fahrschule Yellow Sun in der Werkstraße 2a, direkt neben dem Kino betritt, fühlt sich unwillkürlich in eine Freizeitoase versetzt. Genau das ist auch von Inhaber Peter Kunze gewollt, denn das Fahren lernen soll in entspannter Atmosphäre fernab von Alltagsstress erfolgen. Die Zeit für den theoretischen Unterricht ist deshalb auch auf den Sonnabend verlegt, denn wer einen harten Arbeits- oder Schultag hinter sich hat, wird am Abend nur noch über eine begrenzte Aufnahmefähigkeit für den umfangreichen Stoff verfügen.


K
evin Schneidewind übt am Fahrsimulator das Verhalten im Straßenverkehr.

In gemütlichem Flair wird der Theorieunterricht abgehalten.

Seit sechs Jahren betreibt Kunze seine Fahrschule, er beschäftigt sich nicht nur mit der Erstausbildung von Kraftfahrern, sondern bietet auch Weiterbildungen und Auffrischungskurse für gestandene Fahrer an. Das wird recht unkompliziert gehandhabt und ist jederzeit möglich, auch zu einzelnen Themen, für jeweils einen kleinen Obolus. Diese Möglichkeit ist besonders für jene von Vorteil, die einen Führerschein besitzen, aber jahre- lang nicht gefahren sind. Wer dann plötzlich, sei es durch Krankheit oder andere Gründe, wieder ein Auto fahren muss, ist naturgemäß unsicher und braucht eine Starthilfe. Die gibt es bei Yellow Sun am hoch modernen Fahrsimulator, wo ohne jegliches Unfallrisiko das Fahren trainiert werden kann, für nur 25 Euro die Fahrstunde.
"Wir wollen schnell, zügig und praxisorientiert ausbild- en", so Peter Kunze, "bei uns lernen die Schüler das, was sie wissen müssen, und wir legen Wert auf eine gute praktische Fahrausbildung, die, um Zeit und Kosten zu sparen, stressfrei am Simulator beginnt." Dort kommt es vor allem darauf an, die motorischen Fertigkeiten zu erwerben: Einsteigen, Sitz positionieren, Spiegel aus- richten, Motor anlassen, kuppeln, bremsen, schalten usw. Alles Dinge, die vor der ersten praktischen Fahr- stunde "sitzen" müssen. Der Fahrschüler soll sich dann nicht mehr mit der Bedienung des Fahrzeugs ausein- ander setzen, sondern sich auf den Verkehr konzen- trieren. Dabei ist es Peter Kunze und seinen Fahrlehrern wichtig, individuell auf jeden Fahrschüler einzugehen,

denn jeder ist anders, jeder lernt anders, und es kommt darauf an, Überforderungen zu vermeiden sowie Zeit und Nerven in der Ausbildung zu sparen. Das A und O der praktischen Ausbildung ist das Beobachten des Verkehrs, erfassen was um einen herum passiert und situationsgemäß zu reagieren. Deshalb bietet Peter Kunze für ältere Kraftfahrer auch Beobachtungsfahrten an, die dazu dienen, die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Fahrers einzuschätzen. "So eine Beobachtungsfahrt ist auch eine gute Geschenkidee, nicht nur für Senioren", empfiehlt der Fahrlehrer.

Neu im Angebot: Erste-Hilfe-Kurse ohne Voranmeldung bei Yellow Sun
(Eisenhüttenstadt/hn) "Wenn eine Fahrausbildung begonnen werden soll, sind eine Reihen von Formalitäten und Voraussetzungen zu beachten", sagt Fahrschulinhaber Peter Kunze, "dazu gehört auch der Nachweis in Erster Hilfe." Er empfiehlt, alles, was möglich ist, rechtzeitig und zügig abzuarbeiten, damit der Stress in der Prüfungsphase minimiert werden kann und verweist darauf, dass jeder zu seinen Erste-Hilfe-Kursen kommen kann, unabhängig davon, wo die Fahrausbildung stattfinden soll. Auch gestandene Kraftfahrer, ob jung oder alt, sind gern gesehen, denn das vermittelte Wissen ist aktuell und oftmals etwas anders als das vor Jahren oder Jahrzehnten Gelernte.


Jennifer Kunze (li.) und Heide Brozek beim Übern von Atemspende und Herzdruckmassage.

Die Kurse finden jeweils sonntags von 9 bis 17 Uhr statt, die Teilnahmebestätigung bekommen die Teilnehmer sofort mit. "Diese Zeit haben wir gewählt, weil es für viele Familien oder Frauen mit Kindern am Sonntag besser möglich ist, den Nachwuchs unterzubringen", so Kunze, "wir haben keine Wartelisten, Interessenten sollen einfach anrufen und vorbei kommen." Maximal 20 Per- sonen können gleichzeitig an einem Sonntagskurs teilnehmen, mehr sind nicht zulässig, aber auch der Platz ist begrenzt. Während des Kurses wird nicht nur Theorie vermittelt, sondern auch praktisch geübt, damit im Notfall alles klappt, vom Anlegen von Kompressen und Verbänden bis hin zur Beatmung und Herzdruck- massage. "Es zeigt sich immer wieder, dass viele Angst haben etwas falsch zu machen", sagt Peter Kunze, 

"aber es ist immer besser, etwas zu tun, als untätig zuzusehen." So eine Kursteilnahme zur Wissensauffrischung ist auch immer ein gutes Geschenk, nicht nur für Kraftfahrer. Jeder kann in die Situation kommen, helfen zu müssen. Die Erste-Hilfe-Ausbildung bietet Peter Kunze natürlich auch allen Berufskraftfahrern und Berufsgenossenschaften an, bei genügend vielen Interessenten inklusive einer Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten.

14.9.18

25 Jahre Stadtwerke mit Betriebsfest gefeiert
(Eisenhüttenstadt/hn) Am 14 September hatten die Stadtwerke zu einem Betriebsfest anlässlich ihres 25jäh- rigen Bestehens eingeladen. Viele Gratulanten, langjährige Geschäftspartner, Freunde und Mitarbeiter nahmen die Gelegenheit wahr, um zu feiern und sich an die vergangenen Jahre zu erinnern, daran, wie alles begann und wie sich das Unternehmen unter den Bedingungen der Zeit entwickelte.


Geschäftsführer Robert Böswetter berichtete über die Entwicklung des Unternehmens und weitere Vorhaben.

Bürgermeister Frank Balzer begrüßte im Namen des Tochterunternehmens der Stadt die Gäste. Es sei schön, eine Entwicklung zu erleben, die die Stadt nach vorn bringt, stellte er fest. "Die Stadt hat sich vor 25 Jahren entschlossen, diese Gesellschaft zu gründen", so der Bürgermeister, "und ich begrüße die Gründerväter Rainer Werner und Bernd Rothe-Saalmann, die damals die Idee hatten, die Stadtwerke ins Leben zu rufen." Als Mutter hebt man das Kind aus der Wiege, erklärte Bal- zer, päppelt es auf soweit es geht, und wenn die Mutter in die Jahre gekommen ist, braucht sie die Unterstüt- zung der Tochter. In den letzten Jahren funktionierte das sehr gut und soll sich in den nächsten Jahren so fortset- zen. Er dankte all jenen, die dafür sorgten, dass das

Unternehmen gemeinsam mit seinen Partnern für die Zukunft gerüstet ist. Wichtig dabei sei, dass auch die anderen Tochterunternehmen der Stadt sich für das Kommende rüsten, auch angesichts der demografischen Entwicklung, die an Eisenhüttenstadt nicht spurlos vorbei geht. Dazu seien Konzepte erforderlich, die auch jungen Menschen Perspektiven bieten, indem sie sich nicht nur in der Ausbildung und der Beschäftigung, sondern auch für ein attraktives Wohnen engagieren. Frank Balzer wünschte allen einen angenehmen Tag, viele interessante Gespräche sowie Kraft und Erfolg für die Zukunft.


Viele Gratulationen gab es von Seiten der Kunden, hier Vertreter anderer kommunale Unternehmen. v.l.n.r. Knut Kirschke (Stadtwirtschaft), Oliver Funke (GeWi), Till Frohne (Krankenhaus) und Robert Böswetter.

EWG-Geschäftsführerin Verena Rühr-Bach gratuliert Robert Böswetter zum Firmenjubiläum.
 
 

 Harald Schmidt und Susanne Gäbel von der Sparkasse Oder-Spree reihten sich in die Schar der Gratulanten ein.
 
 
 

 In vielen Gesprächsrunden, hier v.l.n.r. Bürgermeister Frank Balzer, Stadtwerke- Geschäftsführer Robert Böswetter, ArcelorMittal Eisenhüttenstadt Geschäftsführer Pierre Jacobs und Arcelor-Mittal Eisenhüttenstadt Personalratsvorsitzender Holger Wachsmann.

Stadtwerke-Geschäftsführer Robert Böswetter freute sich über die große Gästeschar, darunter neben vielen Kunden auch Vertreter des Aufsichtsrates und benachbarter Gemeinden, eine Abordnung der Sparkasse Oder-Spree und der Geschäftsführer von ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, Pierre Jacobs. 
"Anfang dieses Jahres überlegten wir, wie wir diese Veranstaltung durchführen wollen", erklärte Böswetter, "zum Schluss entschieden wir uns, ein bisschen Geld zu sparen und dieses den Vereinen der Stadt zukom- men zu lassen." So wurde auf eine große Party verzichtet und alles ins Festzelt auf dem Firmengelände verlegt, zumal noch nicht viele der Gäste sich bisher einen Eindruck davon verschaffen konnten. Unterstützt wurden 43 Vereine mit Beträgen zwischen 100 und 2.500 Euro, wobei die Jugendarbeit im Focus stand.
"Nun ist es an der Zeit, Bilanz zu ziehen", so Böswetter, "vor 25 Jahren haben ein paar tüchtige Leute in einem Umfeld, das von großer Unsicherheit geprägt war, gegen einen Sack voller Widerstände die Stadtwerke gegründet." Dabei hätten sie das richtige Händchen gehabt, auch ein bisschen Glück, aber vor allem viel Fleiß. 
Inzwischen sind die Stadtwerke ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region und für die regionale Wirtschaft. Bedeutend für das Unternehmen seien der Energieverbund mit der VEO und der EDIS, ebenso die langjährig treuen Kunden, allen voran die GeWi und EWG sowie die Kunden aus der regionalen Wirtschaft, die nicht nur Strom, sondern auch Gas und Fernwärme beziehen. Als Unternehmen vor Ort mit direkter Ansprechbarkeit wollen die Stadtwerke auch weiterhin ein zuverlässiger Partner der Region bleiben.
Bernd Rothe Saalmann unternahm in seiner Rede einen Exkurs in die Geschichte des Unternehmens, erinnerte an die Zeit des Anfangs und wartete mit so mancher Anekdote auf.

11.9.18

Russisches Verteidigungsministerium:
Filmaufnahmen der inszenierten Chemieattacke in Idlib beginnen
Einwohner der syrischen Provinz Idlib haben berichtet, dass das Filmen einer inszenierten Chemiewaffen- Attacke begonnen hat. Dies teilte das Zentrum für die Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien mit. "Nach Hinweisen, die wir von Einwohnern der Provinz Idlib erhalten haben, laufen derzeit in der Ortschaft Dschisr asch-Schughur Dreharbeiten einer Provokation, in der "die syrische Armee" Chemiewaffen gegen die zivile Bevölkerung einsetzt", heißt es in der Erklärung.
https://deutsch.rt.com https://de.sputniknews.com

8.9.18

Erntekrone
(Neuzelle/hn) Mit dem Einmarsch der Erntepaare und der Erntekrone begann am Sonnabend das traditionelle Erntefest der Agrargenossenschaft Neuzelle, das in diesem Jahr gemeinsam mit dem 15. Dorf- und Erntefest des Landes Brandenburg gefeiert wurde. Wohl noch nie waren so viele Menschen gleichzeitig im Ort, das Wetter war sommerlich und auf den Parkplätzen gab es ein schier unüberschaubares Meer von Fahrzeugen.
Wer es körperlich verkraften konnte, bewegte sich zwischen den Festplätzen im Ortszentrum und auf dem  Gelände der Agrargenossenschaft hin und her, überall gab es attraktive Programmangebote, Gastronomen boten Köstlichkeiten aus der Region feil und Händler lockten mit vielerlei Angeboten zum Kauf. Während des Festumzuges standen Tausende Gäste am Wegesrand Spalier und winkten den Mitwirkenden zu. Viel Beifall gab es für die neue Erntekönigein Anja Leppin und ihre beiden Zweitplatzierten Anna Richter und Isa Lorenz sowie die die Bäuerinnen aus dem Landkreis Oder-Spree, die die schönste Erntekrone banden.


Mit dem traditionellen Einmarsch der Erntepaare und Erntekrone begann das Erntefest der Agrargenossenschaft Neuzelle.

Frank Matheus empfing die scheidenden Königinnen, Milchkönigin Lina Kersten und Erntekönigin Sarah Rodig.

Erntefest mit Tausenden Gästen
(Neuzelle/hn) Viele Brandenburger aus allen Teilen des Landes und zog es am vergangenen Sonnabend nach Neuzelle, wo die Agrargenossenschaft ihr traditionelles 12. Erntefest feierte, gemeinsam mit dem 15. Bran- denburger Dorf- und Erntefest, das von der Gemeinde ausgerichtet wurde.
Pünktlich um 10 Uhr begann mit dem Einmarsch der Erntepaare, allen voran Jochen´s Jungs mit zünftiger Blasmusik, das Fest. Schnell war die Erntekrone auf der Bühne installiert, so dass Frank Matheus, Vor- sitzender der Genossenschaft, gemeinsam mit zwei Jungbäuerinnen - der Erntekönigin 2017/2018 Sarah Rodig und der Milchkönigin 2017/2018 - die bereits zahlreich anwesenden Gäste begrüßen konnte. Er zeigte sich erfreut über die zahlreiche Besucherschar, sei das doch für ihn ein Zeugnis großen Interesses an der Landwirtschaft.


Beim Kartoffeln klappern erhielten die Besucher einen Einblick in historische Landarbeit.

Trotz teilweise großer trockenheitsbedingter Ernte- ausfälle soll das Erntefest gefeiert werden, sagte Matheus mit Hinweis darauf, dass Einbußen von 30% und mehr zu verzeichnen sind, was die Genossen- schaft nötigt, Futtergetreide hinzu zu kaufen. Wegen der frühen Reife der Gerste musste die Ernte bereits am 26. Juni beginnen und konnte am 2. August abge- schlossen werden. Nun muss die Saat in die Erde, was im Hinblick auf den anhaltenden Regenmangel risikobehaftet ist. Als ein großes Problem bezeichnete Frank Matheus die zunehmenden Diebstähle, die es notwendig machen, zunehmend Videoüberwachung einzusetzen.
Bisher konnten die Neuzeller Bauern 2800 Tonnen Roggen an Mühlen und Händler verkaufen. Zur Zeit 

läuft die Kartoffelernte auf Hochtouren, über 160 t werden täglich von 80 Hektar Feld eingefahren. In diesem Zusammenhang richtete der Vorsitzende sein Wort an jene, die sich kleinbäuerliche Verhältnisse von vor 100 Jahren zurück wünschen. Ginge ihr Bestreben auf, könnte heute ein 10kg Sack Kartoffeln nicht für 5 Euro verkauft werden, sondern würde 20 Euro und mehr kosten. Matheus wünschte den Gästen einen schönen Feiertag, riet ihnen, auch künftig bei regionalen Anbietern zu kaufen und damit einen Beitrag für die Ökologie zu leisten.
Mit der Schauvorführung Kartoffeln klappern gaben Genossenschaftsmitglieder den Gästen auch in diesem Jahr einen Einblick in die Landwirtschaft von vorgestern, während sich die ersten Schlangen an Grill-, Kartoffel- puffer- und Erbsensuppeständen bildeten.


Viele historische Bilder gab es im Festumzug - hier die Ankunft von Flüchtlingen nach dem 2. Weltkrieg.

Die LPG-Gründung veränderte die landwirtschaftliche Produktion in historischer Dimension.

Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger gratuliert Anja Leppin zur Wahl.
 

 Minister Jörg Vogelsänger und Landesbauernverband-Vorsitzender Henrik Wendorff mit den drei Anwärterinnen auf die Königinnen-Ehre.

Die schönste Erntekrone kam aus dem Landkreis Oder-Spree.
 

Sängerin Cora heizte den Gästen auf der Museumsbühne kräftig ein.

Gegen 11.30 Uhr zog es viele Besucher ins Zentrum des Dorfes, wo der Festumzug begann. Angefangen mit Bildern aus der Geschichte des Ortes über die Präsentation moderner Landtechnik bis hin zur Gegenwart gaben viele Bilder einen interessanten Einblick in das Leben des Dorfes früher und heute, und während auf den drei Bühnen, die Programme liefen, steigerte sich die Neugier auf die Wahl der neuen Erntekönigin und die Prämierung der besten Bilder aus dem Fotowettbewerb sowie der schönsten Erntekrone. Die Königinnenwahl konnte Anja Leppin vor ihren Konkurentinnen Anna Richter und Isa Lorenz für sich entscheiden. Da beide glich gut abschnitten, wurde erstmalig in der Geschichte der Dorf- und Erntefeste entschieden, zwei zweite Plätze zu vergeben. Die schönste Erntekrone wurde vom Landfrauenverein Oder-Spree, Ortsgruppe Falkenberg gestaltet und avancierte auf Anhieb auch zum Publikumsliebling. Sie wird nun für ein Jahr im Landtag zu sehen sein.

3.9.18

Naturpark mit neuer Chefin
(Müllrose/hn) Seit dem 1. September hat der Naturpark Schlaubetal eine neue Leiterin. Inka Schwand, bis dahin im Landesumweltamt für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich, löste den ehemaligen Leiter Wolfgang Renner ab, der nun Projekte auf den Philippinen initiieren und im nächsten Jahr für die Grünen zur Brandenburger Landtagswahl antreten will.


Landesumweltminister Jörg Vogelsänger führte Inka Schwand in ihr neues Amt ein.

Jörg Vogelsänger gab vor den anwesenden Mitgliedern des Naturpark-Kuratoriums einen Überblick über das schönste Bachtal Brandenburgs und betonte, dass die diplomierte Landschaftsplanerin und im Dahme-Heidese- en-Gebiet aufgewachsene Inka Schwand auf Grund ihrer bisherigen Tätigkeit über die Fähigkeit verfügt, frischen Wind und neuen Schwung in die Naturparkarbeit, wo es insbesondere an der Öffentlichkeitsarbeit mangelte (d. Red.), zu bringen.
"Naturparkleiter ist eine begehrte Tätigkeit und wir hatten die Aufgabe, eine Persönlichkeit zu finden die die Fähig- keit besitzt, im Konsens mit den Akteuren der Region Wege zu finden, Ideen für die weitere Entwicklung zu entwickeln", sagte Dirk Ilgenstein,
Präsident des Lan-

desumweltamtes. Er zeigte sich überzeugt, dass Inka Schwand die Richtige für diese Tätigkeit ist und diesen Weg konsequent weiter beschreiten wird. Er verwies darauf, dass nun Aufgaben gelöst werden müssen, die ihr Vorgänger nicht geschafft hat. Entscheidend sei dabei, einen engen Kontakt mit Aktivisten in der Region herzustellen.


In ihrem Vorstellungsvortrag erläuterte Inka Schwand den Mitgliedern des Schlaubetal-Kuratoriums ihre Vorstel- lungen und Zielrichtungen bezüglich der neuen Tätigkeit.

Auf diese Schwerpunkte ging die neue Leiterin dann auch in ihrer Vor- stellungsrede ein. "Vor mir liegt eine neue Aufgabe, eine große Heraus- forderung", stellte sie fest, "eine Aufgabe, auf die ich mich freue und vor der ich großen Respekt habe." Mit aller Kraft wolle sie sich dieser stellen, gern mit all jenen zusammen, die sich für den Naturpark engagieren. Ihre Arbeit verstehe sie vor allem als Zusammenarbeit auf fairer und produktiver Basis. Gemeinsam mit ihren neuen Partnern wolle sie eine Liste künftiger Aufgaben entwickeln, wobei nicht ihre Vorstellungen im Vordergrund stehen, sondern gemeinsam mit Ideen der Anwesenden Konzepte entwickelt werden. In den nächsten Wochen und Monaten plane sie, alle kennen zu lernen.
Es folgten biografische Ausführungen und ein Ausblick auf ihre drei zen- tralen Themen, die im Aufbau eines seit Langem geplanten Besucherin- formationszentrum, dem Erhalt der biologischen Vielfalt des Schlaubetals und in der nachhaltigen Entwicklung der Region liegen.
Freude über die künftige Zusammenarbeit mit ihrer neuen Chefin zeigten auch Mathias Schulze und Andrea Schwarz, auch das Team der Natur- wacht-Ranger ist voller Optimismus, dass es vorwärts geht.
Bezüglich der Installation des Besucherinformationszentrums, das ohne finanzielle Zuwendungen des Landes bzw. Landesumweltamtes entstehen muss, hat Amtsdirektor Matthias Vogel bereits in der Schublade, auch er freut sich darüber, mit Inka Schwand neue Wege in der Entwicklung des Schlaubetals gehen zu können.

3.9.18

Preußenglas begrüßte Azubis
(Eisenhüttenstadt/hn) Am Montag war auch bei der Preußenglas GmbH offizieller Beginn des Ausbildungs- jahres. Aus der zahlreichen Schar der Bewerber wurden vier vier Jugendliche ausgewählt, wovon zwei - Laura Katrin Kleest und Theo Woiczikowski - zu Industriekauffrau bzw. -mann und zwei - Kevin Herzog und Christ- opher Graf - zum Maschinen- und Anlagenführer bzw. Industriemechaniker ausgebildet werden. In Karsten Rost haben sie einen kompetenten Ausbilder gefunden, der sie nun durch die kommenden Lehrjahre begleiten wird. Für die Lehrlinge im gewerblichen Bereich begann zudem eine Verbundausbildung in Zusammenarbeit mit dem QCW und dem Oberstufenzentrum, wo sie die theoretische und auch einen Teil der praktischen Lehre absolvieren werden.


Kevin Herzog, Christopher Graf und Theo Woiczikowski (v.l.n.r.) wurden zum Ausbildungsbeginn von ihren künftigen Kollegen begrüßt.

"Nachdem wir in den vergangenen zwei Jahren keine Lehrlinge bekommen konnten, haben wir diesmal unsere Aktivitäten erweitert", sagte Rost, "wir waren verstärkt auf Ausbildungsmessen und intensivierten unsere Zusammenarbeit mit der IHK und Handwerkskammer." Auch die Arbeitsagentur wurde eingespannt, so dass letztlich eine gute Auswahl an Kandidaten zur Verfügung stand.
Jene, die nun ausgewählt wurden, nutzten in der Vergan- genheit die Möglichkeit, sich während eines Praktikums mit dem Betrieb bekannt zu machen und zu prüfen, ob die angebotenen Ausbildungsmöglichkeiten ihren Interessen und Vorstellungen entsprachen. Die Lehrlinge haben angesichts des relativ hohen Altersdurchschnitts in der Firma sehr gute Chancen, nach erfolgreichem 

Abschluss ihrer Ausbildung übernommen zu werden.
Während einer kurzen Betriebsversammlung überreichte Geschäftsführer Norbert Schenk jedem der Auszu- bildenden als Willkommensgruß eine Schultüte und wünschte ihnen eine erfolgreiche Lehre.
Mit Beginn dieses Lehrjahres verabschiedete sich Preußenglas vom traditionellen Berufsbild des Flachglas- mechanikers hin zum Industriemechaniker und Maschinen- und Anlagenfahrer. "Wir haben festgestellt, dass der traditionelle Beruf nicht mehr attraktiv genug ist", sagte Norbert Schenk, "die neue Ausrichtung trifft eher die Anforderungen der Zeit und bringt sowohl den Lehrlingen aus auch uns Vorteile".
Die Veränderung des Ausbildungsprofils, erklärte der Geschäftsführer, liege auch im Wachstum des Unter- nehmens und der künftigen Anforderungen begründet.

1.9.18

11. Eisenhüttenstädter Friedensforum
(Eisenhüttenstadt/hn) "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein" war das aus dem Alten Testament der Bibel (5.Mose 8,3) entlehnte Motto des 11. Eisenhüttenstädter Friedensforums am Weltfriedenstag. Vor Beginn der Veranstaltung trafen sich die Teilnehmer am Obelisken auf dem Platz des Gedenkens, um des 79. Jahres- tages des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen zu gedenken. "Dieser Tag soll erinnern, mahnen und motivieren, ein solches Verbrechen nie mehr zuzulassen", sagte die Leiterin des Eisenhüttenstädter Friedens- hauses Mechthild Tschierschky.


Heidi Wiechmann und Dr, Ilona Weser bedankten sich bei Mechthild Tschierschky für die Organisation der 11 Friedensforen. (v.l.n.r.)

Wenig später eröffnete sie im Roten Café das Forum, nahm sie, die aus der Kirche ausgetretene, Stellung zum Thema, indem sie erklärte, es genüge nicht, sich allein um das Essen zu sorgen. Es gehe darum, allen die Möglichkeit zugeben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, was aber kaum mit Hartz IV und Niedrig- lohn möglich ist. Es sei nötig für mehr Bildung und Kultur zu sorgen, wozu auch gehört, sich mit den zehn Gesetzestafeln zu beschäftigen, die Moses vom Berg Sinai mitbrachte: Du sollst nicht töten, Du sollst nicht stehlen, Du sollst nicht falsch Zeugnis reden, Du sollst den Feiertag heiligen, seien hier als Beispiele genannt.
Moses soll diese Regeln aufgeschrieben haben, um den Menschen eine Richtung für ihr Leben zu geben,
Gebo- te, die sich auch in unseren Gesetzen wiederfinden:

alle Menschen sind gleich, Töten ist ein schweres Verbrechen, und der Mensch soll auch einmal innehalten, Pause machen, sich mit Freunden treffen.

Dann übernahm Dr. Ilona Weser die Moderation und gab das Wort weiter an Corinna Birke, Lateinlehrerin aus Neubrandenburg, die ihren Vortrag den Themaen Staat, pflichtgemäßes Handeln und der Gesetzes(un)treue von Beamten widmete. Mit dem Cicero-Zitat "Es ist also der Staat eine Sache des Volkes, das Volk aber ist nicht jede irgendwie zusammengescharte Vereinigung von Menschen, sondern das Zusammengehen von vielen Menschen, verbunden durch die Übereinkunft in Hinsicht auf das Recht, und die Gemeinschaft in Hinsicht auf den Nutzen" leitete sie den Exkurs in die antike Demokratiegeschichte ein, die davon ausging, dass der Bürger und seine Interessen im Staat den Vorrang vor allem anderen haben. Sie schloss mit einem Zitat von Iuvenalis: "Längst schon ... hat (das Volk) jedes Interesse von sich geworfen; denn einst verlieh es Befehlsgewalt, Rutenbündel, Legionen, alles sonst, jetzt hält es sich zurück und wünscht ängstlich nur zwei Dinge; Brot und Circusspiele."

Heilpraktiker Sven Quentzel berichtete nicht nur über die Heilwirkungen am Wegesrand stehender Kräuter, sonder unternahm ebenfalls einen Ausflug in die Geschichte der Naturheilkunde. "Bei den Römern stand die Volksgesundheit sehr hoch im Kurs", so Quentzel, "Wasser- und Abwassersysteme entstanden, während Abwässer im Abendland noch durchs Fenster auf die Straße gekippt wurden, was unter anderem verheerende Krankheiten nach sich zog." So manche antike Heilmethode wie zum Beispiel Aderlässe werden heute noch praktiziert (= Blutspenden), wobei ein umfangreiches Wissen über heilende Pflanzen entstand.

Dr. Jörg Mernitz informierte in einem Diavortrag über über seine Reisen in kaukasische Konfliktzonen und die Frankfurter Malerin Rosemarie Güttler stellte eine ihrer gegenwärtigen Arbeiten vor.

Linke gedachten des 79. Jahrestages des Kriegsbeginns
(Eisenhüttenstadt/hn) Am Nachmittag des 1. September legten Mitglieder der Linken an der Stele auf dem Platz des Gedenkens zur Erinnerung an den Kriegsbeginn 1939 einen Kranz nieder. Heidi Wiechmann, 


Mitglieder der Eisenhüttenstädter Linken legten am Obelisken auf dem Platz des Gedenkens einen Kranz nieder.

Mitglied der Fraktion Die Linke in der Stadtverordneten- versammlung, begrüßte die Anwesenden und bemerkte, damals begann alles mit einer Lüge und es bereite ihr große Sorge, was nun wieder passiert. Es werde oftmals nicht gehandelt, wenn in der Öffentlichkeit wieder der Hitlergruß gezeigt wird und es muss verhindert werden, dass wir erneut auf eine schlimme Zukunft zugehen. Nur das Zusammengehen aller friedliebenden Menschen, die laut und vernehmlich auftreten, kann neuerliche Kriegs- vorbereitungen verhindern. Kein Deutscher soll mehr in Russland unter einem Birkenkreuz begraben sein, es muss das Ausplündern anderer Nationen unter dem Deckmantel der "Wirtschaftshilfe" aufhören, einer "Wirtschafthilfe" die dort nur Bodenschätze raubt, die Wirtschaft vernichtet und Armut bringt. 


 

31.8.18

Sommerfest im Altenheim
(Eisenhüttenstadt/hn) Am letzten Augusttag trafen sich rund 90 Bewohner des Städtischen Alten- und Altenpflegeheimes zu ihrem traditionellen Jubiläums-Sommerfest. Das Wetter zeigte sich zum Feiern ideal, und die Zelte, die die Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft wieder zur Verfügung gestellt hatte, spendeten angenehmen Schatten. Viele Zimmerfenster waren weit geöffnet, so dass auch Bewohner, die nicht auf den Hof kommen konnten, die Musik hörten. Mit viel Fleiß beteiligten sich die Mitarbeiter an der Bewirtung der ihnen anvertrauten alten Menschen, die Küche hatte köstliche Kuchen produziert, und so mancher Angehörige nutzte die Gelegenheit, gemeinsam mit seinem Familienmitglied zu feiern. Die Gäste hatten die Möglichkeit, sich mit einem Obolus am Unterhalt der Heimtiere zu beteiligen.

Gern ließ sich das Ehepaar Steinadler (li.) von Axel Volbeding und Ergotherapeutin Judith Opitz bedienen.  Im Schatten des Zeltes trafen sich die Heimbewohner zu Kaffee und Kuchen und lauschen dem Programm von Ronny Gander.

"Wir feiern dieses Fest zum 27. Mal", erklärte Geschäftsführerin Gerlinde Fürstenberg, "das fröhliche Beisam- mensein beginnt immer mit einer Kaffeetafel, dann unterhält der bei unseren Bewohnern sehr beliebte Sänger Ronny Gander sie mit seinem Programm."
Einen Tag vor seinem offiziellen Dienstantritt am 1. September erschien auch der neue Einrichtungsleiter Axel Volbeding, um beim Verteilen des Kuchens zu helfen und bei einer Tasse Kaffee erste Kontakte mit den Heimbewohnern zu knüpfen.

31.8.18

Stolpersteine erinnern an ermordete Juden
(Wiesenau/hn) Wenige Stunden vor dem diesjährigen Weltfriedenstag erinnerten Wiesenauer Bürger an das 1943 von den Faschisten in Auschwitz ermordete jüdische Ehepaar Siegfried und Sara Levy. Dort, wo sich jetzt der Parkplatz der Bayernstub`n befindet, hatte sie ihr Geschäft, an dessen Plünderung sich die ganz alten Dorfbewohner noch erinnern können. Direkt neben der Einfahrt zum Parkplatz sind nun zwei Stolper- steine zu sehen, die zu den inzwischen 70.000 gehören, die über 24 Länder verteilt sind.


Gunter Demnig mit den Stolpersteinen für die Familie Levy.

Amtsdirektor Danny Busse und Pfarrer Mathias Wohlfahrt begrüßten den Bildhauer Gunter Demnig, der die Erinnerungssteine schuf, und Wiese- nauer Bürger, die sich in die Aktion eingebracht hatten. Unter den Klängen des Müllroser Posaunenchores, dem Largo aus der Händeloper "Rinaldo", versenkte der Bildhauer die Steine am Rande des Gehweges.
Der heutige Tag soll daran erinnern, dass wir uns nicht leichtfertig Stim- mungen, auch wenn sie durch Volkes Zorn bedingt sind, anschließen, mahnte Danny Busse im Hinblick auf die Ereignisse in Chemnitz an. "Wir sollten uns immer an unser eigenes Wertegefüge erinnern", so der Amtsdirektor, "und niemals Leute auf Grund ihrer Herkunft und ihres Glaubens vorverurteilen oder verfolgen."
20 Jahre habe die Idee bis zu ihrer Realisierung gebraucht, und Rainer Bublack sowie allen, die daran mitgewirkt haben, gebühre Dank für diese Initiative. Pfarrer Wohlfahrt zeigte sich erfreut darüber, dass es rührige Menschen gibt, die sich mit der Aufarbeitung der Geschichte der Familie Levy befassen, so direkt vor Ort, wo sich ein engerer Bezug zur Ge- schichte ergibt als das in einer Fernsehsendung herüber gebracht werden kann. Er dankte den Chronisten, die nicht nur recherchierten, sondern auch Kontakt zu den Nachfahren, der Familie Feller, die heute in Israel und Kanada lebt, suchten, so dass es nun zu diesem historischen Tag kommen konnte. Mathias Wohlfart sprach einen kurzen Segen für die 

jüdische Familie, die der dreieinige Gott Jahve, der Gott Israels, beschützen möge.
"Der Hintergrund zu dieser Aktion ist kein Grund zur Freude", betonte Gunter Demnig, "doch mein Team freut sich über jeden neuen Ort und jeden neuen Stein, der hinzu kommt". Es sei immer wieder neu, sich mit den Schicksalen und Umständen zu beschäftigen. Besonders beeindruckt sei er von der Reaktion junger Leute auf die Stolpersteinaktion. "Die Millionenzahl Ermordeter ist eine abstrakte Größe", so der Künstler, "aber wenn Schüler bei eigenen Recherchen feststellen, der in Auschwitz Getötete war ja so alt wie sie selbst, ergibt sich ein ganz anderer Geschichtsbezug." Für viele der Nachfahren sei der Stolperstein auch eine Art "Schlussstein", an dem sie abschließen können, und in Norwegen sagte man ihm: "Schön, dass ein Deutscher damit kommt, auch wenn es erst nach 60 Jahren ist. Und es ist schön, dass das Interesse steigt."

Bildhauer Gunter Demnig aus Berlin versenkt die Stolpersteine am Rand des Gehweges neben der Parkplatzeinfahrt. Amtsdirektor Danny Busse und Pfarrer Mathias Wohlfahrt ehren das Andenken an Familie Levy mit roten Rosen.
29.8.18

Der Verein Brandenburger Ingenieure und Wirtschaftler lädt am Dienstag, dem 11. September um 18 Uhr zu einem Vortrag über den Einsatz von Drohnen ein. 
                 „Was fliegt denn da? Drohnen – Was ist möglich, was wünschenswert“ 

24.-26.
8.18

Furiose Party / Hochstimmung in Hütte
(Eisenhüttenstadt/hn) Eine rauschende Party vereinte am Wochenende Eisenhüttenstädter und ihre Gäste. Angenehmes Wetter, nicht zu warm und nicht zu kalt, unterstützte die Feststimmung und die Veranstalter und Gastronomen hatten alle Register gezogen, um dem Publikum eine Vielzahl an Events zu bieten. 
Seien es die Programme im Hütte-Treff oder auf den Bühnen, alles lief rund und für jeden war etwas dabei. Immer wieder anziehend ist die Gala der Region, die einheimischen Künstlern die Möglichkeit der Präsentation bietet, bevor sie vielleicht den Schritt auf die Bretter, die die Welt bedeuten, gehen. Aber auch gestandene 

Künstler, die die Antenne-Party gestalteten, wurden von zahlreichen Zuschauern mit viel Beifall bedacht.
Da waren in der Gala am Sonnabend der profilierte Männerchor Germania aus dem Ortsteil Fürstenberg, am Sonntag das Blue-Eyes-Orchestra mit Schlagersänger Björn Landberg und Frank Sinatra Sänger Jens Sörensen, der mit seiner sonoren Stimme den großen Künstler perfekt nachahmte, natürlich mit Eistee statt Whisky im Glas. Simone Drews und Oliver Mattig aus Frankfurt (Oder) nutzten die Gelegenheit für ein kleines Tänzchen vor der Haupbühne, bevor Pussycat-Imitatorin Toni Willè aus den Niederlanden an ihr großes Vorbild, die Musikgruppe aus den 70er Jahren erinnerte.

Stimmungsvolles Stadtfest zog viele Besucher an
(Eisenhüttenstadt/hn) Das 19. Eisenhüttenstädter Stadtfest ist Geschichte. Ein ausgesprochen vielseitiges Programm lockte viele Besucher aus nah und fern in die Stadt an der Oder, Freunde und Familien trafen sich, um gemeinsam zu feiern, Kultur und Gastronomie zu genießen und dabei Neues zu erfahren und zu ent- decken. Ein Fest für alle und mit allen, denen am friedlichen Miteinander gelegen ist.

  Mit dem traditionellen Fassbieranstich eröffneten die "Neuen" - Frank Balzer und Peter Demmer das Stadtfest.

Bereits am Freitag Abend begann der offizielle Teil im Hütte-Treff mit dem Anstich der Bierfässer durch die beiden "Neuen" - den Bürgermeister von Eisenhüttenstadt Frank Balzer und seinen Saarlouiser Amtsbruder, Oberbürgermeister Peter Demmer. "Die Neuen" deshalb, weil beide annähernd zur gleichen Zeit ihr Amt übernommen hatten, und die seit ihrem ersten Treffen Freundschaft verbindet. Ein Fass Karlsberg-Bier hatte der weit gereiste Gast mitgebracht, ein zweites spendierte Stefan "Reschi" Reschke, der auch dafür sorgte, dass die Getränke im Hütte-Treff während der Stadtparty nie ausgingen.


Eine flotte Sohle legten die Mitglieder des Tanzensembles kuz während des Umzuges aufs Straßenpflaster.

Joanna Jambor wollte alles über die Kinder- und Jugendfeuerwehr wissen.

Traditionell gehört Schneemann Snowy zum Umzug durch das Stadtzentrum.

Die CarMa Chicks eröffneten das Sonnabend-Abend-Programm mit ihrem Tanz.

Traditionsgemäß folgte bei Einbruch der Dunkelheit mit etwa halbstündiger Verspätung der Umzug von Vereinen, Feuerwehren aus der Region und Eltern mit ihren mit bunten Lampions "bewaffneten" Kindern vom Zentralen Platz zur Hauptbühne in der Beeskower Straße, wo Moderatorin Joanna Jambor die Ankommenden begrüßte und Frank Balzer den Start zur Hütte-Party frei gab. Und nein, liebe Freunde des Orakels, es gab unterwegs keine Probleme, die zur Verzögerung führten, es ging nur später los. Mit den CarMa Chicks starteten die Besucher vor der Hauptbühne dann in die "Elektro-Night"
Mit ein paar Tränen des Abschieds begann der Sonnabend im Hütte-Treff. Dort fanden sich zu früher Stunde viele Mitglieder der Eisenhüttenstädter Feuerwehr ein, um ihren ehemaligen Wehrführer Harald Hahn nach 48 Jahren im Feuerwehrdienst in den verdienten Vor-Ruhestand zu verabschieden. Herzliche Dankesworte für sein Jahrzehnte langes Engagement in der Reihen der Floriansjünger fielen reichlich, Bürgermeister Frank Balzer, seine ehemalige Vorgesetzte Martina Harz, Wehrführer Norbert Manteufel und Joachim Emmerling vom Feuerwehrverein würdigten Harald Hahn als einen zuverlässigen und kompetenten Kameraden, der bei allen, teils schweren Aufgaben, nie wegaß, Mensch zu bleiben. "Wir haben in den ganzen Jahren nicht einen Kameraden verloren", erinnerte sich Hahn, "das ist ganz wichtig und so soll es beleiben."


Herzlich wurde Harald Hahn in den Vor-Ruhestand verabschiedet. v.l.n.r.: Peter Demmer, Joachim Emmerling. Harald Hahn, Norbert Manteufel, Martina Harz, Frank Balzer.

 Maja Teichert (2) und Mama Denise bestaunen Roboter Max.

Pierre Jacobs und Holger Wachsmann stellten sich den Fragen der Gäste

Lehrlinge mit den besten Abschlüssen erhielten nicht nur einen Arbeits- oder Studienplatz, sondern auch ein Erinnerungsgeschenk.


Familie Gnädig/Göllner aus Guben beteiligte sich am Familienquiz.

Treffpunkt vieler Gäste war traditionell auch das Zelt von Arcelor-Mittal, wo es wieder viel Interessantes für die ganze Familie zu entdecken gab. Quiz, Werks- rundfahrten, 3D-Drucker, Basteln, Physikexperimente und Roboter Max zogen das neugierige Publikum magisch an. Mit großem Interesse verfolgten die Gäste den traditionellen Bericht von Geschäftsführer Pierre Jacobs, der nicht nur einen Einblick in das Betriebsgeschehen gab, sondern auch zu USA- Strafzöllen und dem internationalen Stahlmarkt Stellung bezog. Sehr interessant waren seine Aus- führungen zur weiteren Automatisierung im Hinblick auf die Personalpolitik. Er erklärte, Automatisierungs- 

vorhaben würden nicht zum massiven Stellenabbau führen, sondern neue Arbeitsplätze schaffen. Dafür seien hoch qualifizierte Techniker und Ingenieure erforderlich. Ersetzt würden Arbeitsplätze, die eine niedrige Qualifikation erfordern durch künstliche Intelligenz.
Jürgen Peschel, Leiter des Berufsbildungszentrums, nutzte die Gelegenheit, Auszubildende, die einen hervorragenden Abschluss ihrer Lehre erreicht hatten, öffentlich vorzustellen und mit einem Geschenk zu ehren.
Am Sonnabend Nachmittag luden afghanische und syrische Flüchtlinge in den Hütte-Treff ein. Sie servierten Köstlichkeiten aus ihrer Backstube und Küche, gewürzt mit einem kleinen Kulturprogramm aus Tanz und Gesang. Flüchtlingskinder rezitierten ein deutsches Gedicht und baten mit dem englischen Lied "Give us a Chance" um Aufnahme in unsere Gesellschaft.


Mit Gebäck und Kultur informierten Flüchtlinge aus Afghanistan und Sürien über ihre Traditionen.

Gäste an der Hauptbühne aus der Riesenrad-Perspektive.
 

Darüber hinaus luden Tanzgruppen und Künstler aus Eisenhüttenstadt zu einem bunten Programm ein, vorge- stellt wurden unter anderen die Vereinsinitiative Sport und Turner der BSG Stahl, die Axel-Titzki-Stiftung, die Volkssolidarität und der Verein Lebenshilfe. Der über 80jährige Horst Fischer berichtete über seine 3. Platz im WM Tischtennis-Doppel in Las Vegas. Am Sonntag lud die Feuerwehr zu einer Schauvorführung ein, während derer demonstriert wurde, wie ein Unfallopfer aus einem PKW geborgen wird.
Annähernd 130.000 Gäste zählten die Veranstalter des Stadtfestes von Freitag bis Sonntag, eine erfolgreiche Bilanz, auch wenn frühere Gästezahlen nicht erreicht wurden. Als gut gelaufen bilanzierten auch Gesundheits- und Sicherheitsdienste die Veranstaltung, es gab kaum etwas zu tun.


Bürgermeister Frank Balzer eröffnete die Gala der Region. 

Der Fürstenberger Männergesangverein Germania eröffnete die Gala der region.

Familienspaß gab es bei den Karussels und Eisenbahnen.

Sängerin Stefanie Matheus begeisterte mit ihren Schlagern.

Wie die Bergung aus einem Unfallfahrzeug erfolgt, demonstrierten Feuerwehr und Rettungsdienst.

Viel Spaß hatten die Kleinen im Riesensandkasten vor dem FriWo.

Eierplinze backen im Kinderkochstudio des QCW. v.l.n.r.: Azubi Dominik Skann, Johanna (4), Azubi Adriahn Hahs, Josefine (7).

Beliebter Treffpunkt der Teenies war im bereich der Fahrgeschäfte.
22.8.18

Geldprämien für die Sieger
(Eisenhüttenstadt/hn) Über Geldprämien in Höhe von fünfhundert, dreihundert und zweihundert Euro freuten sich die Siegermannschaften des am 1. Juli zum 15. Mal auf Initiative der Stadtwerke veranstalteten "Grand prix mit Energie". Acht Eisenhüttenstädter Schulen beteiligten sich am Wettbewerb, der unter dem Motto: "Wer hat die meisten Wettkämpfer" stand.


Nicht nur die Kinder freuten sich über den gelungenen Grand Prix, sondern auch Veranstalter und Unterstützer. Hintere Reihe v.l.n.r. Sophie Schulz, Mitarbeiterin Marketing/ Kommunikation in den Stadtwerken, Anja Grummt, Katrin Soltow von der Schönfließer Grundschule, Christian Nowak, Leiter Marketing-Kommunikation-Vertrieb in den Stadtwerken, Christian Brandt, Stadtwerke-Kundenbetreuer in der Sparkasse, Robert Böswetter und Margitta Engelin, Sportlehrerin in der Goetheschule.

Schulleiterin Andrea Henschel nahm den Scheck für die Diesterweg-Grundschule, die Sieger des Grand Prix 2018 wurde, entgegen.

Stadtwerke-Geschäftsführer Robert Böswetter begrüßte die Abordnungen der Siegerschulen, Kinder aus der Goethe-Grundschule, die den 3. Platz belegte, aus der Schönfließer Grundschule, die den zweiten Platz erreichte und aus der Diesterweg-Grundschule, die als Sieger aus dem Wettkampf hervor gingen. "Wir haben uns sehr über die vielen Teilnehmer und die gute Atmos- phäre gefreut", sagte Böswetter, "insgesamt gab es bei den Wettbewerben 636 Teilnehmer." Dass es eine ganz tolle Veranstaltung war, bestätigte auch Anja Grummt, Geschäftsstellenleiterin der Sparkasse Oder-Spree in der Alten Poststraße. Sie sei selbst dabei gewesen und habe festgestellt, dass unter den zur Auswahl stehenden Sportarten - Laufen, Schwimmen, Radfahren, Walking und Nordic Walking für jeden etwas dabei war. Sie betonte, dass es ganz wichtig ist, Sport zu treiben, um gesund aufzuwachsen.
Um auch kleineren Schulen eine reale Chance auf den Siegerplatz zu geben, haben sich die Veranstalter einen ganz besonderen Modus ausgedacht: Es werden nicht die absoluten Zahlen der je Schule startenden Teilneh- mer in die Wertung einbezogen, sondern die Prozentzahl der Starter in Bezug auf die Gesamtschülerzahl der jeweiligen Schule. So nahmen aus der Diesterweg- Grundschule 19,54%, der Schönfließer Grundschule 14,25% und der Goethe-Grundschule 10,08% der Schülerinnen und Schüler teil. Hart hatte auch das Albert-Schweitzer-Gymnasium um einen der vorderen Plätze gekämpft, letztlich reichte aber die Anzahl der Sportler nicht aus. Bei über 500 Schülern eine schwieri- ge Aufgabe. Gestartet wurde in Teams zu jeweils 5 Per- sonen.Eingesetzt werden die gewonnenen Geldbeträge in der Diesterwegschule zur Verschönerung des Schulhofes, in der Goetheschule für neue Sportgeräte und in der Schönfließer Schule zum Kauf einer neuen Musikanlage.

14.8.18

15. Brandenburger Dorf- und Erntefest 
(Neuzelle/hn) Auf Hochtouren laufen gegenwärtig die Vorbereitungen zum 15. Brandenburger Dorf- und Erntefest. Bereits im Jahr 2004 fand hier das Erste statt, nun soll die Neuauflage alles bisher Gewesene toppen. Ausrichter des Dorf- und Erntefestes ist das Amt Neuzelle.


Frank Matheus, Hans-Georg Köhler, Andrea Fronzeck und Mathias Schenke, Regionalleiter Süd der Sparkasse Oder-Spree freuen sich auf ein tolles Dorf- und Erntefest in Neuzelle.

 Wie beim Dorf- und Erntefest 2004 wird es auch diesmal einen attraktiven Festumzug geben.

"Vergleiche ich damals und heute, zeigt sich ein Riesen- unterschied im Aufwand zur Vorbereitung", sagte Amts- direktor Hans-Georg Köhler und stellte seine Stellvertre- terin Andrea Fronzeck als Veranstaltungsleiterin vor, bevor er sich bei den vielen Unterstützern, darunter die Sparkasse Oder-Spree, die Raiffeisen-Volksbak Oder- Spree, die Vereinigung Pro Agro, Energieversorger, der Landkreis Oder-Spree und Ministerpräsident Woidke als Schirmherr, bedankte auf Details zum Fest einging.
Auf dem Feld gegenüber der Agrargenossenschaft werden ca. 3000 Parkplätze eingerichtet und die Dorf- durchfahrt für jeglichen Verkehr, Anwohner ausgenom- men, gesperrt. Für jeden, der dort seinen Parkplatzobo- lus entrichtet, steht auch ein Sack Kartoffeln bereit. Zwischen den Parkplätzen lädt die Agrargenossenschaft traditionsgemäß zur Technikschau ein. "Das ist auch ein bisschen Werbung für uns", erklärte Vorstandsvorsitzen- der Frank Matheus, "so mancher hat dabei seine Liebe zur Landtechnik entdeckt."
Auf dem Gelände der Agrargenossenschaft findet wie gewohnt der Bauernmarkt mit vielen Attraktionen statt.
Einbezogen ist auch die Kruggasse, die zur Festmeile im Zentrum des Dorfes führt. Sie wird vielen Händlern die Möglichkeit bieten, ihre Waren feil zu bieten und zum Kaufen einladen. Wer die Kruggasse hinter sich gelassen hat, wird in der Frankfurter Straße, auf dem Brauhausplatz und dem Stiftsplatz auf viele weitere Attraktionen treffen. Für Gäste, die gehbehindert sind, steht ein Kleinbusshuttle zur Verfügung, so dass auch sie die Festmeile im Dorfzentrum problemlos erreichen können.

Intensiv und teilweise unter absoluter Geheimhaltung arbeiten die Neuzeller gegenwärtig auch an der Ausge- staltung des Festumzuges, der von 11.30 bis 13.30 Uhr auf der Strecke Kirchstraße - Chausseestraße - Frankfurter Straße - Brauhausplatz und Kanzleistraße verläuft, mit zwei Moderationspunkten am Denkmal und der Bühne in der Frankfurter Straße. Etwa 50 Bilder mit ca. 500 Akteuren werden im Umzug vertreten sein.
Die Organisatoren rufen nun alle Neuzeller, besonders jene, die im Festbereich wohnen, auf, ihre Grundstücke zum Fest zu schmücken.
Gearbeitet wird zur Zeit noch am Sicherheitskonzept gearbeitet. Es soll Ende August vorliegen.

13.8.18

Neurodermitis und keiner hilft
(Eisenhüttenstadt/hn) Im Frühjahr dieses Jahres wurde bei der zweijährigen Elli Schimpf Neurodermits diag- nostiziert. Der Kinderarzt fertigte mit einigem Schmunzeln eine Überweisung zum Hautarzt und verschrieb zur Ersthilfe eine cortisonhaltige Salbe, mit dem Hinweis, diese nicht allzu oft anzuwenden.


Unfassbar ist für Mutter Franziska Schimpf die inzwischen monatelange Ablehnung einer Behandlung ihrer Tochter Elli.

Was nun begann, gleicht einer Odyssee durch die Ärzte- mangellandschaft Ostbrandenburg, überall - u.a in Eisen- hüttenstadt, Müllrose, Frankfurt - die gleiche Antwort: "Patientenaufnahmestopp"
Bis heute konnte Familie Schimpf trotz vielfacher Ver- suche im Umkreis von 40 Kilometern keinen Hautarzt finden, der bereit wäre, der kleinen Elli zu helfen. Selbst die Bemühungen der Krankenversicherung liefen ins Leere.
"Manchmal bekam die den Tipp, doch in die Notaufnah- me zu gehen", erinnert sich Franziska Schimpf, "das erstaunte mich doch einigermaßen, denn überall liest und hört man, es solle vermieden werden, sich mit einer
Überweisung in die Notaufnahme zu setzen."

Auf Anfrage hin erbot sich die Kassenärztliche Vereinigung, einen Termin zu besorgen, wenn ein Code vom Kinderarzt vorliegt, der eine besondere Wichtigkeit bescheinigt. Dieser jedoch hatte Urlaub, so dass Franziska Schimpf einen Vertretungsarzt aufsuchte, wo ihr ein Code gegeben wurde, der sich aber als falsch erwies. Nun die ganze Übung noch mal, mit dem Ergebnis, dass es in vier Wochen, also frühestens es Ende August mit einem Termin in Frankfurt klappen könnte. Eisenhüttenstadt und Umgebung könne sie jedoch vergessen.
Per e-Mail wandte sie sich auch an Bürgermeister Frank Balzer. Dieser ist jedoch zur Zeit im Urlaub. Nun steht der Besuch bei einem Heilpraktiker auf dem Plan, nachdem in einer Apotheke frei erhältliche Salben gekauft wurden, um dem Kind ein bisschen Linderung zu verschaffen. "Aber alles funktionierte nicht", so Schimpf, "und wir stehen nach wie vor vor dem Nichts" (Stand 13. August 2018, d. Red.).
Zur Zeit wird Elli von ihrer Neurodermitis so geplagt, dass sie wegen des Juckreizes nachts kaum noch schläft und sich die Haut wund kratzt. So bleiben der Familie nur weitere Experimente, zum Beispiel mit dem Weglassen bestimmter Lebensmittel wie Milch und Schokolade, dem Einsatz von Ringelblumensalbe und einem Trip an die Ostsee. Auch über ein Arztbesuch in Polen denken die Schimpfs nach, es muss jedenfalls kurzfristig eine Lösung geben.

7.8.18

Kühles Bad bei Sommerhitze
(Eisenhüttenstadt/hn) Die Hitze macht zurzeit vielen zu schaffen. Wer Kühlung sucht, strömt zum Wasser, sehr zur Freude der Bäderbetreiber.


Die Abkühlung im Wasser und den Service des Bades nutzten am (vorläufig) heißesten Tag des Sommers auch die Familien Kampioni und Karge.

Angesichts der Temperaturen freuen sich auch die Mitarbeiter des Inselbades über einen ausgesprochen guten Besucherzustrom, konstatiert Stadtwerke- Geschäftsführer Robert Böswetter. 
Haben viele Naturgewässer mit sinkenden Wasserpegeln und der Ausbreitung von Blaualgen zu kämpfen, herr- schen in Schwimmbädern dank technischer Wasser- aufbereitung konstante Verhältnisse, was auch die Familien Kampioni und Karge aus Frankfurt bzw. Eisenhüttenstadt zu schätzen wissen. Ein Dankeschön richten sie an das Aufsichtspersonal, dessen Arbeit es ihnen ermöglicht, die Kinder auch mal ein paar Augen- blicke aus den Augen zu lassen und sich zu
entspan- 

nen. Über vierhundert Besucher finden gegenwärtig täglich den Weg ins Inselbad, wobei es trotz gleichblei- bender Wärme immer wieder Stoßzeiten gibt. Viel zu tun hat auch die Gastronomie, wenn es auch zu Eng- pässen kommen kann, wie kürzlich, als die Cola alle war und mehrere die Lieferanten passen mussten.