Herzlich willkommen bei - welcome at
Eisenhüttenstadt-direkt

Starke Sachen aus einer starken Stadt

letzte Aktualisierung:
16.05.18

Ihre Internet-Illustrierte für Eisenhüttenstadt und Umgebung

"Streicht alle Schulden und verteilt das Land neu!" (revolutionäre For- derung aus der Antike)

Firmen präsentieren sich

   


 

Foto-Pahn
präsentiert:



romantische
Eisenhüttenstadt

März / Mai 2018

Top Nachrichten http://www.freiewelt.net/

Programmbeschwerde gegen ARD: "Systematische Dämonisierung Putins und anti-russische Propaganda"

Einen Angreifer gewaltlos ausschalten

Der Krieg gegen die arbeitende Bevölkerung

DER NACHRICHTEN ANDERE SEITE

Es ist Blödsinn, von einem "Rechtsstaat" zu sprechen, wenn das Recht dazu dient, die Gerechtigkeit zu betrügen.

JP

 „Welche Regierung würde es wagen, die politische Freiheit anzutasten, wenn jeder Bürger ein
Gewehr und fünfzig scharfe Patronen zu Hause liegen hat?“
MEW Bd. 21, S. 345. Fr. Engels

Meinst du, die Russen wollen Krieg?

Meinst du, die Russem wollen Krieg?
Befrag die Stille, die da schwieg
im weiten Feld, im Pappelhain,
Befrag die Birken an dem Rain.
Dort, wo er liegt in seinem Grab,
den russischen Soldaten frag!
Sein Sohn dir drauf Antwort gibt:

Meinst du, die Russen woll’n,
meinst du, die Russen woll’n,
meinst du, die Russen wollen Krieg?

Nicht nur fürs eig’ne Vaterland
fiel der Soldat im Weltenbrand.
Nein, daß auf Erden jedermann
in Ruhe schlafen gehen kann.
Holt euch bei jenem Kämpfer Rat,
der siegend an die Elbe trat,
was tief in unsren Herzen blieb:

Meinst du, die Russen woll’n…

Der Kampf hat uns nicht schwach gesehn,
doch nie mehr möge es geschehn,
daß Menschenblut, so rot und heiß,
der bitt’ren Erde werd’ zum Preis.
Frag Mütter, die seit damals grau,
befrag doch bitte meine Frau.
Die Antwort in der Frage liegt:

Meinst du, die Russen woll’n…

Es weiß, wer schmiedet und wer webt,
es weiß, wer ackert und wer sät –
ein jedes Volk die Wahrheit sieht:
Meinst du, die Russen woll’n,
meinst du, die Russen woll’n,
meinst du, die Russen wollen Krieg?
(Jewgeni Jewtuschenko)

19.4.18:
Gegen Völkerrecht und Meinungsfreiheit: Wie Heiko Maas sich erneut zum "NATO-Strichmännchen" macht
Außenminister Heiko Maas hat in kurzer Zeit und in zwei Ministerämtern zahlreiche juristische Prinzipien mit Füßen getreten. Er ist - gerade im Vergleich zu seinem Vorgänger Sigmar Gabriel - die wohl krasseste Fehlbesetzung des aktuellen Kabinetts.

30.1.18:
Russland unter Putin: Lebensqualität verdreifacht - Auslands
- verschuldung um 75 Prozent gesunken
Wladimir Putin wurde erstmals im Jahr 2000 zum russischen Präsidenten gewählt. Wir haben für Sie die Punkte zusammengeführt, die verdeut- lichen, wie sich die russische Wirtschaft in Zahlen ausgedrückt in der Zwischenzeit verändert hat.

25.1.18:
Bundesregierung relativiert Vernichtungskrieg gegen Sowjetunion und verweigert Stalingrad-Gedenken
Eine Anfrage an die Bundesregierung, ob diese den Überfall auf die Sowjetunion 1941 grundsätzlich als einen ver- brecherischen Vernichtungskrieg einordnet, verneint die Bundesregierung in dieser Form und verweist auf eine nötige "einzelfallbezogene" Beurteilung.

23.1.18:
Woher dieser Hochmut? Überlegenheitsgefühle gegenüber Russland sind wieder im Kommen
Woran liegt es, dass die Russophobie ein derart ungeniertes und erfolgreiches Comeback feiern darf? Der Hochmut gegenüber Russland nimmt immer besorgniserregendere Formen an. Gerade auch in Deutschland. Ein Beitrag von Ulrich Heyden.

6.1.18:
Politiker haben dreist gelogen: Dokumente beweisen Betrug bei der Osterweiterung der Nato
Von Peter Haisenko / Gastautor4. January 2018 Aktualisiert: 5. Januar 2018 13:28
Westliche Politiker haben gelogen: Neu veröffentlichte Dokumente zeigen detailliert, wer wann versprochen hat, die NATO nicht nach Osten zu erweitern. Eine Analyse von Peter Haisenko.


15.5.18

20 Jahre im Dienst der Verkehrssicherheit
(Eisenhüttenstadt/hn) In diesen Tagen feiert das Sachverständigen Zentrum Berlin-Brandenburg in der Fähr- straße 31 sein 20jähriges Bestehen und lädt aus diesem Anlass am 26. Mai von 9 bis 17 Uhr zur großen Oldtimer-Schau an der Prüfhalle ein.


Moderne Arbeitsbedingungen und ein breites Leistungsspek- trum bietet der Unternehmenssitz in der Fährstraße 31.

Niederlassungsleiter Andree Reich bei der Kontrolle einer Auspuffanlage.

Am 1. April 1998 gründeten Christian Wolter und Mike Ziesemer in der Oderlandstraße 19 ihr Unternehmen mit anfänglich zwei Mitarbeitern vor Ort, die mit Herz und Seele daran gingen, die Firma aufzubauen. Im Rahmen der Philosophie der Gründer, in kontinuierlichem Bestre- ben am Markt präsent zu sein und kundenorientiert zu arbeiten, entwickelten sie eine Vielzahl von Aktivitäten die schließlich dazu führten, dass im Jahr 2002 in die Fährstraße 52 gewechselt und 2010 im gegenwärtigen Geschäftssitz neue und größere Räume bezogen wurden, inklusive einer Prüfstelle für PKW, Kräder, LKW und Nutzfahrzeuge wie Traktoren. Im Zusammenhang mit der Ausweitung der Angebote wurde es bald notwendig, sich auch personell zu vergrößern, so dass nunmehr acht Beschäftigte zur Firma gehören, darunter Prüfingenieure und Sachverständige. Im Auftrag der Kraftfahrzeug-Über- wachungsorganisation freiberuflicher KFZ-Sachverständi- ger e.V. (KÜS) führt das Unternehmen Haupt- und Abgas- untersuchungen nach § 29 StVZO sowie Änderungsab- nahmen nach § 19/3 StVZO durch und erstellt nach § 23 StVZO Gutachten für Oldtimer.
Hatte die Firmentätigkeit ursprünglich mit der Erstellung von Gutachten zur allgemeinen und KFZ-Haftpflicht und Kaskofällen sowie zur Beweissicherung begonnen, 

kamen bald Anfragen zu Bewertungen und Schätzungen im Auftrag von Banken und Leasingunternehmen hinzu. Seit fünf Jahren organisieren die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Sachverständigen Zentrums einmal jährlich die bei KFZ-Fans inzwischen beliebte Oldtimer-Schau.
 
Rund ums Fahrzeug - die Experten stehen dem Kunden mit Rat und Tat zur Seite
Das Sachverständigen Zentrum Berlin-Brandenburg wartet mit einem breiten Leistungsspektrum auf, wobei das Haupttätigkeitsfeld in der Prüfung und Bewertung von Fahrzeugen und deren Verkehrssicherheit liegt.
Sie hatten einen Verkehrsunfall? Das Unternehmen erstellt unparteiische, neutrale Schadensgutachten und ermittelt die gegnerische Versicherung. Was Fahrzeugschrauber besonders interessieren dürfte, ist die Möglichkeit einer Vorabberatung zu Einbau- und Änderungsabnahmen bei Veränderungen am Fahrzeug.
Auf dem Leistungsangebot stehen auch die Wertermittlungen bei vorgesehenem Verkauf und die Ermittlung des Marktwertes bei Oldtimern für die Versicherung.
Besitzer von Wohnmobilen und Wohnwagen können ihre Gasanlagen einer Sicherheitsüberprüfung unterziehen lassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuen sich, Sie begrüßen zu dürfen.

10.5.18

Viele Gäste und tolles Wetter zum dritten Klostermarkt
(Neuzelle/hn) Zum dritten Klostermarkt - Handwerk trifft Kultur - hatte die Gemeinde Neuzelle am Himmel- fahrtstag eingeladen. Die vergangenen zwei Veranstaltungen zeigten, dass der kleinere Nachfolger des Bibuli- bustages auf ein erfolgreiches Konzept fußt, bereits zur Eröffnung zogen viele Gäste über den Stiftsplatz und die Brauhausstraße. Sehr zur Freude der Organisatoren, Aussteller, Händler und Handwerker.


Theresa Schulze aus Ratzdorf eröffnete das Bühnenprogramm mit Saxophonme- lodien.

Der Tourismusverband Seenland Oder-Spree e.V. nutzte die Gelegenheit, auf eine Vielzahl touristischer Highlights hinzuweisen. "Im Mittelpunkt stehen bei uns die Entdeckertouren mit 44 Ausflugszielen, die Parks- und Gärtenbroschüre sowie alles zum Thema Wassersport und Kanu" sagte Katrin Riegel, "und hier sind wir ja auch in einer der schönsten Reiseregi- on". Manfred Hoffmann von der Klostergalerie Martinus bot Bilder mit Motiven aus Neuzelle und der Umgebung feil, dazu die Einrahmungen und eröffnete einer Künstlerin die Möglichkeit, vor Publikum Aquarelle zu malen. Leckeres vom Wild gab es bei Kerstin Jankowsky von der Firma Wildforst aus Staakow, die das in den Stiftswäldern erlegte Wild verar- beitet. Jagd- und Leberwurst, Schinken, eine heiß geräucherte Bratwurst und Kesselgulasch standen auf der Angebotsliste. Süßer ging es am Stand der Imkerei Jantur aus Briesen zu, wo Heike Jantur ihre Männer vertrat, die an diesem Tag mit den Bienen auf Umzugstour aus dem Raps zur Akazie waren. Neben diversen Sorten Honig hatte sie auch Blüte- npollen im Angebot, einem Mittel zur Stärkung des Immunsystems, das Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe beinhaltet und nach durchstandener Krankheit oder vorbeugend gegen Erkältungen verwendet werden kann. Vielen Allergikern haben die Pollen bereits geholfen, sich im Winter auf die neue Saison vorzubereiten und vorzubeugen. "Das muss man ausprobier- en, vielen hilft es, anderen nicht, es gibt auch Überreaktionen", sagte Heike Jantur mit Verweis darauf, dass so manchem die Spritzen erspart 

blieben.
Aus Frankfurt (Oder) kam Olaf Götze der mit seiner Firme "Holzweg" seit acht Jahren auf demselben wandelt. Einen  Feenspiegel, der beim Hineinschauen nur Gutes zeigt, Weinhalter für Genießer, Eierbecher für Querdenker und anderes Originelles hielt er für seine Kunden bereit, darunter auch Feuerquellen - Halterungen für Streichhölzer - für Kaminbesitzer und Stromlose. Am Stand des Neuzeller Bauernmuseums konnten die Besucher selbst mit Zentrifuge und Butterfass köstliche Butter herstellen und auf einem Stück Brot mit Schnittlauch oder Dill verkosten.

Die 5jährige Lina aus Petersdorf übte sich am Stand einer mittelalterlichen Drechselei im Kreisel drehen. Olaf Götze aus Frankfurt (Oder) präsentierte humorvolles aus Holz.
 Am Stand des Bauermuseums konnte selbst hergestellte Butter verkostet werden. Franklin, ein Maya aus Mexiko, verzauberte die Gäste mit indianischen Melodien.

Während des ersten Rundgangs der Besucher hatte Ronny Gander auf der Bühne seine Technik in Betrieb genommen, so dass Gemeindebürgermeister Dietmar Baesler die Gäste begrüßen und das Fest eröffnen konnte. Er wies auf die 750-Jahr Feier zur Gründung des Klosters und das Brandenburger Dorf- und Erntefest am 8. September hin, würdigte das Handwerk und empfahl jungen Leuten, sich das alles genauer anzuschau- en, um eventuell selbst dazu beizutragen, die alten Traditionen zu erhalten. Baesler dankte allen, die daran mitgewirkt hatten, das Fest vorzubereiten, insbesondere Gabriele Werner und ihren Kolleginnen von der Tourismusinformation sowie dem Bauhof. Der Bürgermeister verkündete seine Wette, um 14.30 Uhr 750 Gäste an der Bühne zum gemeinsamen Singen zu begrüßen. 30 Liter Bier wolle er zum Erntefest ausgeben, wenn es nicht klappen sollte. Das Bühnenprogramm, gestaltet von Schülern des Rahn-Gymnasiums und der Axel- Titzki-Stiftung, wurde von Theresa Schulze aus Ratzdorf mit Saxophon-Melodien eröffnet.

9.5.18

Ausverkauftes 40. Blasmusikfest im Feuerwehrmuseum
(Eisenhüttenstadt/hn) Ein Riesenerfolg war am Vorabend des Himmelfahrtstages das traditionelle Musikfest im ausverkauften Feuerwehrmuseum. Bereits zum vierten Mal kamen die Musikanten des BLAMU JatzOrches-tri- on aus Weimar nach Eisenhüttenstadt, immer wieder gern, wie sie betonten. Zur Feier des Tages hatten sie Sängerin Vanessa mitgebracht, die hier zum ersten Mal die Band verstärkte.

Über ein ausgebuchtes Haus freuten sich Veranstalter und Musikanten.

Zum ersten Mal in Eisenhüttenstadt: Sängerin Vanessa.
 

Ein bisschen Zittern gab es vor Beginn der Veranstaltung, denn auf Grund der Verkehrssituation auf der Auto- bahn war ein Teil der Band in Zeitverzug geraten. "BLAMU ist eine Band aus Absolventen der Musikhochschu- le Weimar, die ihren Spaß daran haben, Dixieland, Swing und Schlager, all das was zur heiteren Muse gehört, zu spielen", sagte Organisator Hartmut Preuß, der sich über die Vielzahl der begeisterten Musikfreunde, die alle ausgesprochen gut drauf waren, freute.
BLAMU - die sechs "Besseren älteren Herren" Band, macht nicht nur Musik der 30er Jahre, sondern verfolgt ein musikalisches Konzept, das bis hin zur Volksmusik sowie Rock und Pop mit eigenen Titeln reicht, wobei alles mit Spaß, Humor und Witz präsentiert wird. "Wir haben hier ein phantastisches Publikum, vor dem das Spielen richtig Spaß macht", sagte Bandchef Bernd Klinkhardt, "im Unterschied zu großen Veranstaltungen, wo das Publikum ganz weit weg ist, ist man hier ja ganz dicht dran, man kann in die Gesichter gucken, und hat Freude dran, wenn alle mitmachen." Jeder soll am Ende das Gefühl haben, es sei ein schöner Abend gewesen.
Nach dem Auftakt mit einem zünftigen Marsch übernahm Hartmut Preuß das Mikrofon um die Gäste zu die- sem 40. Konzert zu begrüßen und seinem Kollegen und Namensvetter Jürgen Preuß für die Arbeit zu danken, die dieser in der Vorbereitung des Konzerts mit seinem Team geleistet hatte. Vor fast 22 Jahren begann die Konzertserie, damals vor einem überschaubaren Kreis. "Nun haben wir uns darauf verlassen, dass unsere Stammgäste alle noch jemanden mitbringen", so Hartmut Preuß, "und das hat geklappt." Er dankte auch den Sponsoren, die seit Jahren mit dafür sorgen, dass die Konzerte stattfinden können. Jürgen Preuß verwies auf die Aktivitäten seiner Freunde im Feuerwehrverein, die für ausreichend Essen und Trinken sorgten, und äußerte die Bitte, fleißig davon Gebrauch zu machen, denn die Erlöse kämen dem Verein und damit dem Museum zu Gute.

8.5.18

Kurz und knapp abgearbeitet
(Eisenhüttenstadt/hn) Die wohl kürzeste Ehrung des Tages der Befreiung vom Hitlerfaschismus in ihrer Geschichte erlebte die Stadt Eisenhüttenstadt am Dienstag. Bürgermeister Frank Balzer hatte zum Stillen Gedenken eingeladen. Er begrüßte die Anwesenden, darunter Vertreter der Stadtverordnetenversammlung, geschichtsbewusste Bürger und eine Vertretung der Spätaussiedler, dann legte er zusammen mit Stadtverord- 


Mit ihrer kürzesten Rede war Mechthild Tschierschky am Obelisken erschienen.

netenvorsteher Peter Müller am Obelisken einen Kranz mit der Aufschrift "In ehrendem Gedenken - Stadt Eisenhüttenstadt - Den Opfern des 2. Weltkrieges" nieder.Auch Mechthild Tschierschky vom Friedenshaus Eisenhüttenstadt, die in den vergangenen Jahren die Reden zum ehrenden Gedenken hielt und dafür von den politischen Gegnern scharf kritisiert worden war, hatte sich zur wohl kürzesten Rede ihre Lebens aufgerafft, niedergeschrieben auf eine Schleife ihres Blumengebindes: "Sie liebten das Leben - 8. Mai 1945".
"Ich denke, man fängt jetzt wieder an, hier die Toten, die für die Befreiung vom Faschismus gestorben sind, gebührend zu würdigen", sagte Stadtverordnetenvorsteher Peter Müller, "das ist in unserer Stadt eine ganz besondere Sache, weil wir ein gewisse Tradition als ehemals erste sozialistische Stadt haben. Es ist eine würdige Sache, den Toten zu gedenken."
Für Lena Muchometw, die als Spätaussiedlerin nach Deutschland kam, ist dieser Tag dem Gedenken an jene gewidmet, die in den Krieg zogen, die Welt vom Faschismus zu befreien und den Frieden zu bringen. Viele konnten Ihr Leben nicht leben, sondern verloren es.
Junge Sowjetbürger, das bezeugen die Namenstafeln am Obelisken, starben mit 19 Jahren dafür, dass die folgenden Generationen in Frieden miteinander leben können, aber Frieden kommt nicht von allein.

Zusammen mit Peter Müller legte Frank Balzer den Kranz der Stadtverwaltung nieder. Eine Abordnung der Spätaussiedler ehrte am Obelisken die gefallenen Rotarmisten.
6.5.18

Spannende Streetball-Kämpfe bei strahlendem Frühlingswetter
(Eisenhüttenstadt/mbor/hn) Siebzehn Mannschaften waren am Sonntag der Einladung des Eisenhüttenstädter Basketballvereins 1971 e.V. zu seinem 23. Streetballturnier auf die Sportanlage in der Eisenbahnstraße gefolgt.
"Beim Straßenbasketball spielen drei gegen drei auf einen Korb", erklärte Vereinsvorsitzender Manfred Borchert, "und anders als bei anderen Sportarten muss ein Spieler ein Foul selbst ansagen." Es sei ein ziemlich harter Sport, in dem auch Meisterschaften ausgetragen werden. Gespielt wurde in Staffeln, jeder gegen jeden in verschiedenen Altersklassen und Mannschaften männlich, weiblich sowie Mix, alle bestehend aus drei Spielern. Das Besondere an dieser Sportart sieht Borchert darin, dass sie überall wo ein Korb hängt, betrieben werden kann und nur wenige Mitspieler braucht.


Spannende Szenen spielten sich an den Körben ab, der Sieger musste nach 12 Minuten mindestens 15 Punkte aufweisen.

So war das Turnier auch ein Wiedersehen von Spielern aus Schwedt, Cottbus, Frankfurt (Oder), Bernau, Eisen- hüttenstadt und der Umgebung, wobei die Mitspieler nicht unbedingt aus einem Ort sein müssen. Das Team Oklahoma zum Beispiel besteht aus Mitgliedern, die aus Berlin, Fürstenwalde und Neuzelle. Selbst ein Lübecker kommt seit Jahren zu diesem Sporttag. Teils exotische, trendige oder lustige Namen haben die Teams, und viele von ihnen gehören seit Jahren zu diesem Event, auf dem eine Jury auch den originellsten Namen auswählt und prämiert.
Umrahmt wurden die Spiele, die jeweils 12 Minuten dauerten und die Sieger mindestens 15 Punkte erreichen mussten, von einem Freiwurfwettbewerb in zwei Alters- klassen und einem Dreiercontest.

Als Gäste konnten die Spieler auch Bürgermeister Frank Balzer und die Sponsoren begrüßen. Ihnen, sowie auch den Männern des Senioren II-Teams, die als Courtbeobachter fungierten, und den Eltern der Vereins- kinder, die einen Kuchenbasar organisierten, sprach Manfred Borchert seinen Dank aus. Mit Umsicht und organisatorischem Geschick waren Theoman Prahst und Vivien Schubel verantwortlich für die Erstellung der Spielpläne und dem Ausdrucken der Urkunden beschäftigt.
Manfred Borchert lädt schon jetzt zum Turnier 2019 ein, das dann am 5. mai zum 24. Mal stattfinden wird.

Die Sponsoren:
Ohne die finanzielle bzw. materielle Hilfe durch Sponsoren kommt solch eine Veranstaltung nicht aus. Ein besonderer Dank gilt den Herren Thomas Mintken und Robert Schlegel, der Stadt Eisenhüttenstadt und der Bürgerstiftung Eisenhüttenstadt sowie den Firmen IBO Bau GmbH Gerd Göldner, Werbeagentur C. Pohl, Fleischerei J. Bigesse, Copy-Shop Kleinert W. Janetzky, WBV Malerbedarf GmbH Familie Kraske, Historische Fassaden D. Weber/ S. Schulze, , SOS Schlüsseldienst G. Brose und Bowling Point E. Krinke.
 

Ergebnisse:
Jahrgang 99 Mix:
1. Die Prinzesschen (Frankfurt, Cottbus, Königs 
    Wusterhausen)
2. Wir haben noch Keinen (Ehst.)
 
Jahrgang 98 offen:
1. Die weisen Greise (Frankfurt, Cottbus, Königs 
    Wusterhausen)
2. Playground movement (Ehst., Bernau, Berlin)
3. Got balls (Ehst.)
4. Oklahoma (Eberswalde, Berlin, Neuzelle, Hamburg)
Jahrgänge 01/02m:
1. Steel (Schwedt)
2. Männer mit Steel (Ehst.)
3. Es spielt (Ehst.)
Jahrgänge 03/04w:
1. Unicorns (Ehst.)
 
 
Jahrgänge 03/04m:
1. Die deutschen Eichen (Schwedt)
2. Der Sparkasse (Ehst.)
 
 
Jahrgänge 05/06m:
1. Die drei Muskeltiere (Ehst.)
2. Die Mangos (Schwedt)
3. Red Sharks (Schwedt)
4. Die Spritzgurken (Ehst.)
Freiwurfcontest/Ü 13:
1. Laurin Wendland (Ehst.)
2. Ben Koschütz (Ehst.)
3. Tobias Buhlau
Freiwurfcontest/U12:
1. Luis Weber (Ehst.)
2. Ben Koschütz (Cottbus)
3. Gustav Jockel (Berlin)
Dreiercontest:
1. Alexander Türk (Neuzelle)
2. Yuriy Vasylyev (Cottbus)
3. Leo Lüben (Ehst.)
 
4.5.18

Jeder wird behandelt
(Eisenhüttenstadt/hn) Jeder Patient, der Hilfe braucht, wird sie auch bekommen. Dies war das Fazit der ge- meinsamen Beratung von Bürgermeister Frank Balzer mit Vertretern aus der Eisenhüttenstädter Ärzteschaft und der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg.


Die medizinische Versorgung zu sichern, erweist sich als schwieriges Problem, an das die beteiligten mit Optimismus heran gehen wollen.

Seit langem steht die prekäre medizinische Versorgung durch Haus- und Fachärzte in Eisenhüttenstadt im Fo- cus der Einwohner. Zum Teil lange Wartezeiten und als Ausweichmöglichkeit vor allem Facharztbesuche in an- deren Orten sind keineswegs förderlich für die Stimmung unter den Patienten. Obwohl Ärzte und Schwestern immer häufiger bis an ihre Leistungsgrenzen und darüber hinaus gehen, kommt es zunehmend zu Unmutsäußer- ungen von Seiten der Patienten, die über lange Warte- zeiten klagen. Dabei sollte sich auch so mancher fragen, ob 15 bis 20 Arztbesuche im Quartal wirklich notwendig sind oder Hausbesuche unbedingt angefordert werden müssen, wenn keine dringende Notwendigkeit besteht. 

Ein vernünftiges Miteinander ist hier vonnöten.
Darüber hinaus ist festzustellen, dass es schwer ist, junge Ärzte und ihre Familien nach Eisenhüttenstadt zu holen, denn es liegt am System, dass deren Partner nicht mit einer Arbeitsplatzgarantie rechnen können. Das Problem mangelnder medizinischer Versorgungseinrichtungen könnte sich künftig noch verschärfen, wenn es nicht gelingt, Lösungsmöglichkeiten zu finden, zumal es wegen Erreichen des Rentenalters weitere Praxis- schließungen geben wird.
Sah es bezüglich der Schließung der Praxis von Dr, Sylke Karras Ende Mai kurzzeitig gut aus, sagte der avisierte Nachfolger aus persönlichen Gründen wieder ab, was dazu führte, dass 1200 Patienten anderweitig untergebracht werden müssen. Ein Drittel davon konnten inzwischen vom Medizinischen Versorgungszentrum und weitere hundert von der Praxis Dr. Uta Böhme übernommen werden. Patienten, die mobil sind wird empfohlen vorerst zur Praxis Andrea Riedel in Guben oder Dr. Daniel Karaa in Beeskow auszuweichen. Für jene, die dies nicht können, sollen Transportmöglichkeiten durch Hilfs- und Sozialdienste akquiriert werden.
Mittel- und langfristig ist es notwendig, medizinischen Nachwuchs an die Region zu binden und die Voraussetzungen für deren Familienleben zu schaffen, forderte Krankenhaus-Geschäftsführer Till Frohne. Die Kassenärztliche Vereinigung wolle diese Bemühungen unterstützen, kann als öffentliche Institution jedoch nur bestehende Gesetze umsetzen.

2.5.18

Tolles Programm zum Museumstag am 13. Mai
(Eisenhüttenstadt/Neuzelle/hn) Ein vielseitiges und interessantes Programm erwartet die Besucher Eisenhüt- tenstädter und Neuzeller Museen am Sonntag, dem 13 Mai anlässlich des Internationalen Museumstages.


Das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR wird von 18-18 Uhr geöffnet sein.

Unter dem Motto "Netzwerk Museum: Neue Wege, neue Besucher" haben sie sich wie bereits im vorigen Jahr zusammen geschlossen, um ihren Gästen ein kompak- tes Angebot vorzuhalten, das wohl kaum Wünsche offen lassen dürfte. Als Highlight wird ein ebenfalls musealer Bus, ein Schweizer Postbus aus dem Jahr 1955, den der Oldtimerclub Guben zur Verfügung stellt, zwischen Eisenhüttenstadt und Neuzelle pendeln und bis zu 20 Besucher zu allen beteiligten Museen, darunter auch ein Depot des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR, bringen. Dieses feiert in diesem Jahr seinen 25 Geburtstag und wartet nicht nur mit interessanten Führungen, sondern auch einem Jazz-Orchester und 

Kaffee und Kuchen auf. Im Städtischen Museum im Ortsteil Fürstenberg können die ständige Ausstellung, eine Ausstellung zu frühen KZ in der Provinz Brandenburg sowie Malereien und Objekte von Marc Taschowsky besichtigt werden. Die Museen im Kloster Neuzelle sind im Hinblick auf die 750-Jahr-Feier erst ab 18. Mai wieder geöffnet, aber es finden zwei interessante Vorträge statt, um 11 Uhr die Vorstellung des Museums- koffers und um 13 Uhr wird über diesjährige Projekte informiert. Im Strohhaus finden nach Bedarf Führungen mit Besichtigung der Schwarzen Küche statt, und im Bauernmuseum gibt es neben der ständigen Ausstellung die Möglichkeit, Butter auf traditionelle Art herzustellen.

Die Öffnungszeiten sind:
 
Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR: 10-18 Uhr

Städtisches Museum Eisenhüttenstadt: 10-18 Uhr

Stiftung Stift Neuzelle: 10-16 Uhr

Strohhaus Neuzelle: 11-16 Uhr und

Bauernmuseum Neuzelle 12-16 Uhr


Im Strohhaus Neuzelle erfährt der Besucher vieles über das Leben von früher.

 

28.4.18

Fleißige Helfer räumten auf
(Eisenhüttenstadt/hn) Über 50 Eisenhüttenstädter, vorwiegend aus den Ortsteilen Diehlo und Schönfließ sowie den Reihen der Jugendfeuerwehr, trafen sich mit Bürgermeister Frank Balzer und Stefan Reschke am Sonn- abend auf der Freilichtbühne, um diese von den Verunreinigungen des vergangenen Jahres und Winters zu befreien. Besonders das Schönfließer Tor und seine Zuwegungen standen im Mittelpunkt der Arbeiten in Vorbereitung auf den Freilicht-Sommer, der von den Pächtern Stefan Reschke und Thoralf Sader mit einer Reihe von Veranstaltungen gestaltet werden wird.
Dieser ehemals beliebte Kulturtreff soll, darin sind sich Bürgermeister, Pächter und der größte Teil der Eisen- hüttenstädter einig, aus seinem tristen Dasein wieder zum Leben erweckt werden, und alles beginnt am 2. Juni um 20 Uhr mit der Mallorca-Party mit Mickie Krause, Tim Toupet und Pat. Dem folgt das Public Viewing zur Fußball-WM, beginnend mit dem Spiel Deutschland-Mexiko am 17. Juni.
"Wir wollen mit unseren diesjährigen Aktivitäten erst einmal bekannt werden, so dass es sich herum spricht", erklärte Reschke das Ziel der Pächter, die auch allein das wirtschaftliche Risiko ihres Vorhabens tragen, von der Stadtverwaltung jedoch bestens unterstützt werden, was das bürokratische Prozedere betrifft.

Der Weg vom Parkplatz durch das Schönfließer Tor bis zu den Sitzreihen stand im Mittelpunkt des Frühjahrsputzes.


 Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr befreiten die Sitzreihen vom Unkraut

Bürgermeister Frank Balzer bei der Verteilung der Arbeiten.
26.4.18

100 Tage Bürgermeister
(Eisenhüttenstadt/hn) Über den Beginn der Realisierung seiner Wahlkampfthemen und die ersten 100 Tage seiner Amtszeit berichtete Bürgermeister Frank Balzer in der vorigen Woche. "Mehr Miteinander" stand im Mittelpunkt seiner Ausführungen, sein wohl prägnantestes Vorhaben.

Von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung sei er offen empfangen worden, und was ihn besonders freut, ist, dass sie ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen, die Vielzahl seiner Fragen sachkundig beantworten und ihn damit in seiner Arbeit unterstützen. Inzwischen besuchte der Bürgermeister acht Unterneh- men, um mit ihnen über die wirtschaftliche Situation und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu sprechen. Im Ergebnis dieser Gespräche soll ein Wirtschaftsbeirat gegründet werden, mit dem Ziel, kurze Wege zwischen Firmen und Verwaltung zu ermöglichen. "Ich habe die Zusammenarbeit mit den Unternehmen zur Chefsache erklärt", sagte Balzer und fügte hinzu, Frank-Uwe Ger- lach, dessen bisheriger Zuständigkeitsbereich aufgelöst 

wird, zu seinem Mitarbeiter für Wirtschaftsförderung berufen zu haben. Ebenfalls kurzfristig will er das in- zwischen große Problem der medizinischen Versorgung angehen. Der bestehende Ärztemangel müsse mit neuen Ideen in den Griff bekommen werden. Ein Gespräch zu diesem Thema fand inzwischen mit der Kas- senärztlichen Vereinigung statt. Neben Veränderungen in der Weiterführung der Stadtbibliothek brachte der Bürgermeister die Rede auf die Förderung des Sports. Diese soll aktiv weiter betrieben werden, mit dem Ziel, viele Eisenhüttenstädter in sportliche Betätigung zu führen. Die Mittel dafür seien im Haushaltsplan aufge- stockt, aber, wie er versicherte, nicht auf Kosten anderer Bereiche.
Bereits seit dem 1. April finanziert die Stadt die Frühstücks- und Versperversorgung in ihren Kindergärten, um allen Ganztagskindern eine ausgewogene und ausreichende Ernährung zu sichern. Im Hinblick auf ältere Bewohner der Stadt wurde mit den Stadtwerken die Vereinbarung getroffen, ab Mai einmal wöchentlich wieder ein Büro in der Lindenallee im Bereich der Tourismusinformation zu öffnen, um ihnen kurze Wege zu ermög- lichen.
Wie bereits in anderen Orten, soll es künftig auch in Eisenhüttenstadt eine umzäunte Hundeauslauffläche geben. Fachkundige Hinweise zu deren Gestaltung kamen bereits vom Hundesportverein Fürstenberg. Nun soll eine Umfrage klären, ob dafür Bedarf besteht, und eine Fläche dafür sei in der Stadt bereits avisiert. Zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bürger werden mit der Polizei Gespräche geführt und auf der Grundlage der Auswertung von Statistiken Maßnahmen erarbeitet. Ein künftiger Präventionsrat wird die Aufgabe haben, Stadt, Land und Polizei an einen Tisch zu bringen, um gegen steigende Auto- und durch Migranten zuneh- mend verübte Ladendiebstähle vor zu gehen. Auch innerhalb der Verwaltung wird optimiert. So steht die Auflösung eines Fachbereiches bevor. Kultur und Sport werden dem Fachbereich Bürgerservice von Martina Harz unterstellt und die Stadtentwicklung wird dem Fachbereich Bauen von Michael Reichl zugeordnet. Vor einem großen Problem steht der neue Bürgermeister besonders: Wie soll zufriedenstellend mit den Altan- schließern verfahren werden?

24.4.18

10 Jahre AG Schulpartnerschaften an der Gesamtschule 3
(Eisenhüttenstadt/hn) Risiken und Nebenwirkungen der Atomenergieerzeugung sowie die Anwendung alter- nativer Energieträger standen anlässlich des 32. Jahrestages der Explosion des Atomkraftwerkes in Tscher- nobyl im Mittelpunkt eines Projekttages an der Gesamtschule 3 mit Gymnasialer Oberstufe.
Noch immer sind die katastrophalen Folgen der Strahlenbelastung für die betroffenen Menschen und ihre Nachkommen zu spüren, allein In Belorussland sind ca. 400.000 Kinder betroffen.


Tobias Laabs, Jannis Tzschapke und Kim Helminski beim Versuch zum Abbau von Verstrahlung durch Pektine.

Darauf hinzuweisen und Hilfe zu leisten, ist das Anliegen der jährlich veranstalteten Tschernobyl-Woche des Solidaritätsdienstes International (SODI), der auch diesmal eingeladen hatte. Prominenter Gast war Alexej Serenko, Direktor des Instituts für Strahlenschutz Minsk, der seit 10 Jahren mit SODI und der Gesamtschule 3 zusammen arbeitet und über diesen Kontakt einen Bus bekam, mit dem Messungen der Strahlenbelastung in der Natur durchgeführt werden können.
In vier Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Schüler mit Folgen und Behandlung von Strahlenschäden, Alterna- tiven zur Atomenergie und Konsumverhalten bei Strom. Die Ergebnisse wurden in einer gemeinsamen Ab- schlussveranstaltung präsentiert.


Wjatscheslaw Böhm, Sophie Schönweiß, Daniel Orlov, Tim Engler, Marieke Axthelm und Tina Rudolph erstellten eine Karte mit Gesundheitsschädigungen durch Strahlung.

Gerd Priewisch wurde vom SODI mit einer Urkunde für seien 10jährige journalistische Begleitung geehrt.
23.4.18

Zum 70. Mal Geburtstaler überreicht
(Eisenhüttenstadt/hn) Am Montag hatten die Sparkasse Oder-Spree, die Stadtverwaltung und die Städtische Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH zum 70. Mal zur Übergabe von Geburtstalern an Babys bzw. deren Eltern eingeladen.


Der insgesamt 1836. Geburtstaler wurde seit 14 Jahren an Neugeborene überreicht.

Krankenhaus-Geschäftsführer Till Frohne begrüßte sie zahlreich erschienenen Gäste und informierte darüber, dass in diesem Jahr bereits 49 Mädchen und 45 Jungen in seinem Haus das Licht der Welt erblickten und dass an diesem Tag der 1836. Geburtstaler, bestehend aus Neusilber, ausgegeben wird. Er begrüßte auch die Kinder aus der AWO-Kita "Kinderland", die die kleine Feierstunde mit Gesang und Tanz eröffneten.
In Vertretung des Bürgermeisters kam Martina Harz, Fachbereichsleiterin Ordnungsverwaltung und Bürger- service, um die "Kleinen Spatzen" willkommen zu heißen. Sie wünschte den Babys und ihren Familien alles Gute. Anja Grummt, Geschäftsstellenleiterin der Sparkasse in der Alten Poststraße, gratulierte den Eltern zur Geburt ihrer Kinder und verwies darauf, dass die schöne Tradition des Geburtstalers seit 14 Jahren gepflegt wird. Die Übergabe des Talers gehöre zu ihren Lieblingsterminen und sie nutze die Gelegenheit, darauf hinzu- weisen, rechtzeitig mit dem Sparen für die Kinder zu beginnen, denn eines Tages stehen stehen Ausbildung, Führerschein und anders zur Finanzierung an.

21.4.18

Snowy mit neuen Überraschungen
(Eisenhüttenstadt/hn) Die drittbeliebteste Amateurrevue der Bundesrepublik und Österreichs geht in die nächste Runde. Dies teilten die "Macher" Andrea Titzki von der Axel-Titzki-Stiftung, Allanah Titzki (Musik/ Regieassistenz), Fabian Bothe (Regie) und Anna Lena Feldmann (Choreografie) am Sonnabend mit.


Andrea Titzki, Allanah Titzki, Fabian Bothe und Anna Lena Feldmann gehen voller Optimismus an ihre neue Aufgabe.

Finanziell unterstützt wird die nunmehr 21. Ausgabe durch die Stadt Eisenhüttenstadt, Premiere ist am 9. Dezember und es wird eine zusätzliche Veranstaltung am 29. Dezember geben.
Nachdem die Jubiläumsrevue im vorigen Jahr eine Re- miniszenz an die voran gegangenen 19 Inszenierungen war, wird nun wieder eine neue, in sich geschlossenen Geschichte, zu sehen sein. Worum es geht, ist jedoch noch ein Geheimnis. 
"Die Fans der Show haben im vergangenen Jahr deutlich signalisiert, dass es weiter gehen soll", sagte Andrea Titzki, "das motiviert uns, die Erfolgsgeschichte fortzu- führen und damit Axels Lebenswerk zu achten." Nachdem das Projekt im letzten Jahr eine große Her- ausforderung war, weil sich die Mitglieder des neuen Regieteams erst aufeinander einstellen mussten, ermutige das Resultat zum Weitermachen. In diesem 

Mit einem kleinen Auftritt am Lindencenter und dem Gang durch die Lindenallee warben Snowy und seine Mitstreiter für das Casting zur neuen Revue.

Jahr soll Snowy wieder deutlich schauspiellastiger werden, erklärte Fabian Bothe, es gebe mehr Text, aber es wird auch getanzt. Ihm habe es großen Spaß gemacht, mit den Darstellern, von denen viele über sich hinaus gewachsen sind, zu arbeiten, obwohl sich der Anfang wegen der Kürze der Zeit manchmal etwas schwierig gestaltete. Bothe zeigte sich sehr zuversichtlich, dass sich auch in diesem Jahr ein gutes Ensemble zusam- menstellen lässt und lud Interessenten zum Casting am Sonntag, dem 27. Mai ab 10.30 Uhr ins Friedrich- Wolf-Theater ein. Wer Lust zum Spielen hat, ist herzlich willkommen, auch wenn keine Bühnenerfahrung vorhanden ist. Jeder könne sich für jede Rolle bewerben, und dass auch absolute Neulinge eine Chance haben, zeigte Tommy Bensch, der auf Anhieb für die Rolle des Snowy nominiert wurde. Er, seine Schnee- sternchen Miriam und ein paar Mitstreiter nutzen am Sonnabend auch die Gelegenheit, während eines Spaziergangs vom Lindencenter zum Citycenter für die Revue zu werben.

20.4.18

Spannendes zur Geschichte der Oder und des Dorfes Schiedlo
(Ratzdorf/hn) Freunde der Regionalgeschichte waren am Freitag in den Saal des Gutshofes eingeladen, um sich zwei spannende Vorträge über Wehrbauten der Renaissance im vor hundert Jahren aufgegebenen Ort Schiedlo und die Geschichte der Oder, abgeleitet aus literarischen Quellen, anzuhören. Dr. Ilona Weser vom Landschaftspflgeverband begrüßte die Gäste im nahezu ausverkauften Saal.
Im ersten Vortrag informierte Prof. Grzegorz Podruczny, Historiker am Collegium Polonicum, über seine Forschungen zur Militärkulturlandschaft der Oder-Neiße-Mündung. In der frühen Neuzeit zog Schiedlo mehrfach die Aufmerksamkeit des Militärs auf sich, schwedische Truppen kamen im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), sächsische im Großen Nordischen Krieg (1700-1721). August der Starke (1670-1733), Kurfürst von Sachsen und König von Polen, errichtete in Schiedlo eine Festung, von der heute noch Fragmente zu finden sind.
Im zweiten Vortrag nahm Dr. Marta Bakiewicz, ebenfalls vom Collegium Polonicum, eine Interpretation des Romans "Mit der ewigen Oder" von Annette Krone vor, dessen Handlung in Schiedlo spielt. 
Schiedlo (poln. Szydłów) ist heute eine Wüstung auf dem Gebiet der Gemeinde Cybinka /Ziebingen) in Polen und gehört zum Landschaftsschutzgebiet Krzesin (Krzesiński Park Krajobrazowy). Das Dorf befand sich gegenüber von Ratzdorf und der Neißemündung am Ostufer der Oder und war der einzige Niederlausitzer Ort auf dieser Flussseite. Von 1249 an gehörte Schiedlo zur Lausitz, 1316 oder 1319 erwarb das Kloster Neuzelle die Burg und das Dorf. Einige Häuser waren auch nach der Aufgabe 1918 weiterhin bewohnt, heute sind die Reste der Gebäude komplett von Sträuchern überwachsen.

Im Anschluss an die Vorträge signierte Annatte Krone ihr Buch "Mit der ewigen Oder". Über den Zuspruch zur Veranstaltung staunten nicht nur die polnischen Gäste.
20.4.18

Tolles Jubiläumskonzert im Evangelischen Gemeindezentrum
Großes Konzert zum 20jährigen Chorjubiläum
(Eisenhüttenstadt/hn) Die über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Gesangsgruppe der Spätaussiedler- frauen "Kontrast" lud am Freitag anlässlich ihres 20jährigen Bestehens zum Jubiläumskonzert in das Evan- gelische Gemeindezentrum in der Robert-Koch-Straße ein.

Mit Gesang und Tanz gestalteten die Sängerinnen ihr Jubiläumskonzert.

Moderiert von Madeleine Werner, erlebten die vielen zumeist russischsprachigen Gäste einen bunten Mix traditioneller und neuzeitlicher russischer Lieder, viele von ihnen sangen mit, sich dabei an die ehemalige Heimat erinnernd.
Noch sehr gut erinnert sich Tatjana Wagner daran, wie der Chor entstand. Neu in Deutschland angekommen und noch nicht so richtig Fuß gefasst habend, trafen sich die Frauen einmal wöchentlich zu Tee und Kaffee, um miteinander zu reden und zu feiern. Dabei wurde natürlich auch viel gesungen, Lieder aus der zurück gelassenen Heimat festigten das Gefühl der Zusammengehörigkeit.


Horst Kramer überbrachte die Glückwünsche des Männergesangvereins Germania.

Tatjana Wagner, die bereits zu DDR-Zeiten in Eisen- hüttenstadt lebte und als Russischlehrerin arbeitete, konnte mit so manchem Tipp das Einleben in die andere Gesellschaft erleichtern, wurde so zum Mittelpunkt der Frauengruppe. "Anfangs gab es je zwei Gruppen, die sich trafen und gemeinsam sangen", erinnert sie sich, "doch zog es viele der neu Angekommenen weiter in Richtung Westen, wo bereits Familienangehörige oder Verwandte wohnten." Bald kam es zu ersten Auftritten, denen weitere Einladungen zu Geburtstagen und anderen Feiern folgten. Gesammelt hat Tatjana Wagner alles, was über die Gruppe in den Zeitungen erschienen, darunter Berichte über Auftritte zum Stadtfest, im 

Friedrich-Wolf-Theater, und bis zu seiner Auflösung waren die Sängerinnen auch Mitglieder im Stadtverband der Kulturellen Vereine. 
Das Repertoire der Gruppe Kontrast umfasst heute ca. 80 Lieder, der größte Teil davon in russischer Sprache, aber es sollen weitere deutsche hinzu kommen. Das Spektrum reicht dabei von der Klassik - Lermontow, Puschkin - über russische und deutsche Volkslieder bis hin zu neuzeitlichem russischem Liedgut.
Gern erinnert sich die Chorchefin an die gemeinsamen Auftritte mit dem Volkschor und die Arbeit mit Peter Lein, den sie als professionell, aufrichtig und freundlich in Erinnerung hat. Noch immer werden die gegenwärtig acht Sängerinnen von Lampenfieber gepackt, bevor es auf die Bühne geht, und die 78jährige Tatjana Wagner würde die Leitung der Gruppe gern an eine junge Sängerin abgeben, schließlich seien ja ein paar 40jährige dabei.
Viel Lampenfieber gab es auch diesmal, es wurde mit viel Beifall und Gratulationen zum Jubiläum belohnt. Im Namen des Männergesangvereins "Germania" dankte Horst Kramer den Sängerinnen für ihr kulturelles Enga- gement und wünschte ihnen alles Gute sowie noch viele Jahre gemeinsamen Singens. "Seit vielen Jahren kennen wir uns von unseren gemeinsamen Konzerten", so Kramer, "und Ihr seid eine wichtige kulturelle Größe."
Glückwünsche überbrachten unter anderen auch der Volkschor mit seiner neuen Leiterin Magdalena Ilowska und der evangelische Kirchenchor Neuzelle.

17.4.18

Wie Menschen zu Bestien werden
(Eisenhüttenstadt/hn) Eine Wanderausstellung über Naziterror in der Provinz Brandenburg wurde am Dienstag in der Galerie des Städtischen Museums eröffnet. "Diese Ausstellung widmet sich den ersten frühen Konzen- trationslagern in Brandenburg nach der Machtergreifung der Nazis", erklärte Museumsleiter Hartmut Preuß.


Prof. Günter Morsch hielt den einführenden Vortrag zur Ausstellung über frühe Konzentrationslager in der Provinz Brandenburg.

Im Erdgeschoss des Museums sind auf Tafeln Schicksale von Menschen dokumentiert, die dem Terror der Faschisten zum Opfer fielen.

Sie umfasst das gesamte Gebiet Brandenburgs, ein- schließlich der heute zu Polen gehörenden Regionen. Hier ist die Stadt Slonsk, ehemals Sonnenburg, als Ort des Grauens erfasst. 
Nun hatte die Gedenkstätte Sachsenhausen diese Prä- sentation angeboten und damit die Aufmerksamkeit von Museumsmitarbeiterin Angelika Kockzius geweckt. Mehrere Beweggründe führten dazu, die Exposition einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Zum Einen der Monat April, während dessen 1945 im Zuge des Front- verlaufes viele deutsche Konzentrationslager befreit wurden, zum Zweiten waren in Sonnenburg auch Fürstenberger Kommunisten und Sozialdemokraten inhaftiert und aus dem KZ Sachsenhausen waren Häftlinge nach Fürstenberg verbracht worden, um in einem Arbeitskommando in der ehemaligen Glashütte abgeschossenen alliierte Flugzeuge zum Zweck der Roh- stoffgewinnung zu zerlegen. 
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Branden- burgische Gedenkstätten und Leiter der Gedenkstätte Sachsenhausen, hielt den einführenden Vortrag und verwies darauf, dass es bereits vor der Machtergreifung der Faschisten massiven Terror gegen Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschafter gab. Dies, so Morsch, ist weniger bekannt und heute kaum noch im Bewusstsein der Menschen. So freue er sich darüber, dass diese Ausstellung viele Interessenten findet, zumal sich in Europa gegenwärtig viele Dinge tun, die durchaus Parallelen zur Zeit der Weimarer Republik aufzeigen. "Was den meisten Leuten nicht so klar ist, ist, wie schnell Demokratie in Diktatur umschlagen kann", so Morsch, der in seinem weiteren Vortrag auf die Entwicklung  von Strukturen und Ereignissen einging.
Die sehr interessante Ausstellung wird nun 6 Wochen zu sehen sein, und wird insbesondere jungen Menschen empfohlen.

17.4.18

Durchweg hohe Zufriedenheit mit kommunaler Kindertagesbetreuung in Eisenhüt- tenstadt
(Eisenhüttenstadt/hn) Das Kommunale Netzwerk für Qualitätsmanagement in der Kindertagesbetreuung, ange- siedelt am Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung der Universität Potsdam, erteilte den kommunalen Einrichtungen für die Kindertagesbetreuung durchweg gute Noten für ihre Arbeit.
Dazu wurden im Vorfeld Eltern, Kinder und Erzieherinnen bzw. Erzieher zum Alltag in den Einrichtungen, dem Umgang miteinander und vielem mehr befragt. "Es ist alles super hier", "die Erzieherinnen sind ganz schön streng, aber sie spielen mit uns und machen Spaß" und "manchmal könnten sie etwas ruhiger bleiben" äußerte sich der Kindermund, der ja sprichwortgemäß die Wahrheit kund tut.


Eisenhüttenstädter Hort- und Kitaleiter trafen sich am Dienstag im Rathaus, um die hohe Qualität ihrer Arbeit bestätigt zu bekommen.

Die Gesamtzufriedenheit bei den Eltern liege bei 96%, die der Mitarbeiter/-innen sogar bei 98% - was beson- ders Projektkoordinatorin Eva Schmidtpeter freut. Seit über 10 Jahren beteiligt sich die Stadt am Qualitäts- management und ist damit eine der Gründungskommunen. Ursprünglich alle drei, nun alle vier Jahre endet ein Turnus der Qualitätsuntersuchung, nun erhielten Kindergärten und Horte ihre Zertifikate, die ihnen eine gute Arbeit in der Kinderbetreuung bescheinigen. Dabei werden Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt, diese wiederum sind Arbeitsgrundlage für die nächsten vier Jahre. "Das Zertifikat beinhaltet ganz konkret eine Note, die von den Äußerungen der Kinder, Eltern und Mitarbeiter abhängt", erklärte Schmidtpeter, "aber auch unsere Beobachtungen gehen darin ein." Ganz wichtig sei dabei die Einschätzung des Umgangs zwischen Kindern und Fachkräften, respektvoll und wertschätzend müsse dieser sein, unter Einbeziehung von Bildungs- fragen. Kinder äußern sich dabei sehr gut und sicher darüber, ob sie sich in der Einrichtung wohl fühlen, ob sie in Kummersituationen oder Konflikten unterstützt werden und Spaß mit den Betreuerinnen und Betreuern haben, dies sei eine Voraussetzung für Freude am Lernen.
Erzieherinnen und Erziehern wird genau über die Schulter gesehen und ihre Fähigkeit im Umgang mit Konflik- ten, auch unter ungünstigen oder schwierigen Bedingungen, beurteilt. Eine gute Resonanz findet das Quali- tätsmanagement auch bei den Eltern, von denen viele daran mitarbeiten. So kann zum Beispiel Beschwerden schnell nachgegangen und die Lösung von Problemen herbei geführt werden.
"Wir sind immer ganz begeistert, dass Kommunen sich so engagieren", sagte Eva Schmidtpeter, "das wird zwar vom Gesetz verlangt, und das, was Eisenhüttenstadt hierbei macht, ist ganz vorbildlich, wofür wir ganz dankbar sind."

16.4.18

Bürgermeister verlängerte Mandat des Stadtwehrführers
(Eisenhüttenstadt/hn) Norbert Manteufel wurde am Montag zum zweiten Mal in Folge zum Stadtwehrführer ernannt. Aus den Händen von Bürgermeister Frank Balzer erhielt der die Urkunde, die sein Mandat für die nächsten sechs Jahre festschreibt.


Dienstvorgesetzte Martina Harz gratulierte dem alten und neuen Stadtwehrführer zu seiner Berufung.

Nach bereits ersten sechs Jahren in diesem Amt stimm- ten Manteufels Kameraden einstimmig für dessen weitere Tätigkeit als Stadtwehrführer. Dieses Ergebnis, so der Bürgermeister, sei ein Zeichen dafür, dass Nor- bert Manteufel das uneingeschränkte Vertrauen seiner Feuerwehrkameraden besitzt. "Entsprechend der Richtlinie zur Bestellung des Wehrführers der Freiwil- ligen Feuerwehr Eisenhüttenstadt übergebe ich Ihnen nach der Anhörung der Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehr die Bestellungsurkunde und wünsche Ihnen in Ihrer Arbeit viel Erfolg", sagte Balzer mit Verweis darauf, dass er sich über eine gute Zusammenarbeit freue.  Erste Gratulantin nach der Berufung war Manteufels Dienstvorgesetzte Martina Harz, Fachbereichsleiterin 

Ordnungsverwaltung und Bürgerservice. Sie brachte ihre Freude über eine weitere gute Zusammenarbeit zum Ausdruck.
"Ich freue mich sehr", erklärte Norbert Manteufel, "das ist ja auch immer wieder eine Anerkennung durch die Kameraden, die mir das Vertrauen aussprechen. Es ist eine tolle Sache und zeigt, dass wir als Feuerwehr auf dem richtigen Weg sind." Ganz wichtig sei für ihn, dass in den vergangenen Jahren die Mitgliederzahl stabilisiert werden konnte und dass hinsichtlich der Technik entscheidend nachgelegt wurde. Gegenwärtig werde auf Digitalisierung und moderne Ausrüstung umgestellt. Auch die Städtepartnerschaft mit Saarlouis werde nach wie vor gepflegt, ebenso wie die Kontakte zu den Partnerfeuerwehren in den umliegenden Amtsgemeinden und der Werkfeuerwehr von Arcelor Mittal. Für die vor ihm liegende Amtsperiode wünscht er sich, dass alle Kameraden immer gesund von ihren Einsätzen zurück kommen und dass alles weiterhin so gut läuft: "Es kann alles so bleiben, dann ist es schon gut."

14.4.18

Kunterbunt, grell und das Auge provozierend
(Eisenhüttenstadt/hn) Seit dem 14. April und noch bis zum 3. Juni ist in der Galerie des Städtischen Muse- ums die Autorenausstellung "Transformator" des Berliner Malers Marc Taschowsky zu sehen. Arbeiten des 1972 in Frankfurt/Main geborenen Künstlers sind seit 2001 in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen vertre- ten, nun auch in Eisenhüttenstadt.


Marc Taschowsky vor seinem Gemälde "Monster" im Ge- spräch mit der Einsenhüttenstädter Kunstlehrerin Helga Lappe.

"Ich freue mich, dass Mark Taschowsky hier ausstellt", begrüßte Museumsleiter Hartmut Preuß die Gäste, darunter dessen Partnerin Susanne Maurer, ebenfalls Malerin, der Potsdamer Kunstwissenschaftler Thomas Kumlehn, der die Laudatio hielt sowie den Maler Karl- Heinz Scharf und Fritz Schmidt (Die Linke), Abgeord- neter im Kultusausschuss. Bereits vor einigen Jahren habe Taschowsky angeboten, in Eisenhüttenstadt auszustellen, nun sei es soweit. Es sei einzigartig, stellte Kumlehn fest, wie es Marc Taschowsky im Zeitalter der medialen Vervielfältigung durch Fotografie, Fernsehen und anderen Medien gelingt, Porträts von Politikern, Showstars und anderen in die Malerei zu überführen. Was in den Medien blitzschnell verbraucht und vergessen wird, wird durch die Malerei ein zeitloses, langlebiges Kunstwerk.

Taschowsky adaptiere und transformiere die Bildvorlagen der Massenkultur, die ihm begegnen, er male die einzelnen Porträts, als wären es Modelle und Aufträge, nur dass Donald Trump und Pittiplatsch in seinem Atelier in Wirklichkeit nicht aufgetaucht sind. Seine Kunst ist inspiriert durch die Alltagswahrnehmung in der Großstadt. "Graffitis in der U-Bahn, Kinowerbung für einen amerikanischen Film oder einen japanischen Animee, TV-News in der Straßenbahn, Schaufensterpuppen eines Fashion-Stores, Auslagen im Schaufenster eines Comic-Shops beeinflussen Taschowskis Arbeiten", sagte der Laudator.
"Manches finde ich sehr interessant und gekonnt, anderes ist mir einfach zu grell", erklärte der Maler Karl- Heinz Scharf, "ich liebe eher das Ruhige, aber es wird vielen Besuchern gefallen. Das liege an der heutigen Zeit, die sowieso etwas grell ist, und angesichts der Situation könnte könnte man nur noch ganz grell malen." Ihm fehle es bei der großen Farbenvielfalt etwas an Inhalt, um im Gehirn etwas auszulösen, das sei aber sicher nicht die Aufgabe, die der Künstler sich gestellt hat, gewesen. Hinsichtlich der politischen Weltsituation sei ihm alles jedoch etwas zu lustig, zu "hallochen". Romy Dubral, Kunstlehrerein am Rouanet-Gymnasium in Beeskow, bestätigte die Empfindungen von Karl-Heinz Scharf, auch ihr fehle inhaltliche Tiefe, aber hinsichtlich des Effekts, des Popart- und YouTube-mäßigen ist es eine Ausstellung, die vor allem junge Leute anspricht. Mit seinen komplementären und collagenartigen Farbeffekten zeige Marc Taschowsky jedoch viel Experimen- tierfreude, die auf jeden Fall einen Aha-Effekt hervor ruft.

4.4.18

Erinnerungen an den verlassenen Ort Schiedlo
(Ratzdorf/hn) An der Historie der Region interessierte Bürger sind eingeladen, am Freitag, dem 20. April um 19 Uhr in das Heim der Gutshof-Freunde, Mündungsweg 14 zu kommen, wo zwei interessante Vorträge die wechselvolle Geschichte des vor hundert Jahren aufgegebenen Dorfes Schiedlo am Oderbogen beleuchten. Dabei spielen sowohl geschichts- als auch literaturwissenschaftliche Aspekte ein Rolle.


Die Überreste des vor 100 Jahren aufgegebenen Dorfes Schiedlo sind heute vollständig von Gebüsch überwuchert.

Im ersten Vortrag informiert Prof. Grzegorz Podruczny, Historiker am Collegium Polonicum, über seine For- schungen zur Militärkulturlandschaft der Oder-Neiße- Mündung. In der frühen Neuzeit zog Schiedlo mehrfach die Aufmerksamkeit des Militärs auf sich, schwedische Truppen kamen im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), sächsische im Großen Nordischen Krieg (1700-1721). August der Starke (1670-1733), Kurfürst von Sachsen und König von Polen, errichtete in Schiedlo eine Fest- ung, von der heute noch Fragmente zu finden sind.
Im zweiten Vortrag nimmt Dr. Marte Bakiewicz, ebenfalls vom Collegium Polonicum, eine Interpretation des Romans "Mit der ewigen Oder" von Annette Krone vor, dessen Handlung in Schiedlo spielt.

Schiedlo (poln. Szydłów) ist heute eine Wüstung auf dem Gebiet der Gemeinde Cybinka /Ziebingen) in Polen und gehört zum Landschaftsschutzgebiet Krzesin (Krzesiński Park Krajobrazowy). Das Dorf befand sich gegenüber von Ratzdorf und der Neißemündung am Ostufer der Oder und war der einzige Niederlausitzer Ort auf dieser Flussseite. Von 1249 an gehörte Schiedlo zur Lausitz, 1316 oder 1319 erwarb das Kloster Neuzelle die Burg und das Dorf. Einige Häuser waren auch nach der Aufgabe 1918 bewohnt, heute sind die Reste der Gebäude komplett von Sträuchern überwachsen.
Der Unkostenbeitrag für die Teilnahme an der Veranstaltung beträgt 2 Euro.

2.4.18

Großes Konzert zum 20jährigen Chorjubiläum
(Eisenhüttenstadt/hn) Die über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Gesangsgruppe der Spätaussiedler- frauen "Kontrast" lädt anlässlich seines 20jährigen Bestehens am Freitag, dem 20. April um 17 Uhr zu seinem Jubiläumskonzert in das Evangelische Gemeindezentrum in der Robert-Koch-Straße ein. Der Einlass beginnt um 16.30 Uhr.


Noch immer haben die Sängerinnen des Chores "Kontrast" vor ihren Auftritten Lampenfieber.

Noch sehr gut erinnert sich Tatjana Wagner daran, wie der Chor entstand. Neu in Deutschland angekommen und noch nicht so richtig Fuß gefasst habend, trafen sich die Frauen einmal wöchentlich zu Tee und Kaffee, um miteinander zu reden und zu feiern. Dabei wurde natürlich auch viel gesungen, Lieder aus der zurück gelassenen Heimat festigten das Gefühl der Zusammen- gehörigkeit.
Tatjana Wagner, die bereits zu DDR-Zeiten in Eisenhüttenstadt lebte und als Russischlehrerin arbeite- te, konnte mit so manchem Tipp das Einleben in die andere Gesellschaft erleichtern, wurde so zum Mittel- punkt der Frauengruppe. "Anfangs gab es je zwei Grup- pen, die sich trafen und gemeinsam sangen", erinnert sie sich,
"doch zog es viele der neu Angekommenen 

weiter in Richtung Westen, wo bereits Familienangehörige oder Verwandte wohnten." Bald kam es zu ersten Auftritten, denen weitere Einladungen zu Geburtstagen und anderen Feiern folgten. Gesammelt hat Tatjana Wagner alles, was über die Gruppe in den Zeitungen erschienen, darunter Berichte über Auftritte zum Stadt- fest, im Friedrich-Wolf-Theater, und bis zu seiner Auflösung waren die Sängerinnen auch Mitglieder im Stadtverband der Kulturellen Vereine. 
Das Repertoire der Gruppe Kontrast umfasst heute ca. 80 Lieder, der größte Teil davon in russischer Sprache, aber es sollen weitere deutsche hinzu kommen. Das Spektrum reicht dabei von der Klassik - Lermontow, Puschkin - über russische und deutsche Volkslieder bis hin zu neuzeitlichem russischem Liedgut.
Gern erinnert sich die Chorchefin an die gemeinsamen Auftritte mit dem Volkschor und die Arbeit mit Peter Lein, den sie als professionell, aufrichtig und freundlich in Erinnerung hat.
Noch immer werden die gegenwärtig acht Sängerinnen von Lampenfieber gepackt, bevor es auf die Bühne geht, und die 78jährige Tatjana Wagner würde die Leitung der Gruppe gern an eine junge Sängerin abgeben, schließlich seien ja ein paar 40jährige dabei.


27.3.18

Transgender im Alltag diskriminiert
(Eisenhüttenstadt/hn) Zum Thema "Du kannst alles sein..." luden das Stadtteilbüro offis und der Verein Frauen für Frauen kürzlich zu einer Veranstaltung über sexuelle Vielfalt und Homophobie in die Kleine Bühne ein. Begonnen hat die Veranstaltung mit der Vorführung des Films "Mein Sohn Helen", der das Schicksal und die Probleme eines Jugendlichen beschreibt, der lieber ein Mädchen wäre.


Felicia Grauel hielt die Odyssee ihrer Geschlechtsumwandlung in einem Fotoalbum fest. Rechts: Jirka Witschak von der Pots- damer Beratungsstelle "Rat und Tat".

Noch immer gibt es in weiten Teilen der Bevölkerung Ablehnung und Vorbehalte gegenüber Menschen, die als Schwule oder Lesben gleichgeschlechtlich orientiert sind, noch schwerer haben es aber jene, die gemeinhin als Transgender bezeichnet werden. Das sind Men- schen, die sich als im falschen Körper geboren fühlen. Obwohl die Wissenschaft inzwischen heraus bekommen hat, dass ca. acht Prozent der Bevölkerung einer jeden Generation sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlen, was keinesfalls durch Erziehung oder andere äußere Einflüsse willkürlich herbeigeführt, sondern auf eine zufällige Genkombination im Embryonalstadium zurück geführt wird.
Haben sie es schon schwer, im Alltag akzeptiert zu werden, ist die Lebenssituation Transsexueller noch viel dramatischer. Drei bis fünf Prozent der Menschen sind transsexuell,
und wer sich diesbezüglich zu erkennen 

gibt wie der Gast des Nachmittags Felicia Grauel, die früher Felix hieß, wird trotz vieler Möglichkeiten der Information von der Umwelt häufig geächtet. Als Felix führte sie ein ganz normales Leben, zeugte vier Kinder und verspürte im Alter von 52 Jahren ein plötzliches "Umschalten" im Gehirn, von da an wollte sie nur noch als Frau leben. Offen berichtete Sie, was dann folgte, eine Odyssee der Gefühle und durch medizinische Einrichtungen. Die Familie hielt zu ihr.
Welche biochemischen Prozesse sich bei diesem "Umschalten" abspielen ist der Wissenschaft noch immer ein Rätsel, fest steht aber, dass diese Menschen nichts dafür können. "Es war wie in Blitz im Kopf", sagte Felicia, "und es kann jeden treffen." Akzeptierte die Familie diese Veränderung, stieß sie in Beruf und Umfeld auf teilweise massive Ablehnung, Diffamierung und Aggressivität, verlor ihre Arbeit als Erzieherin und findet trotz sechzehn spezieller Qualifizierungen im Erziehungsbereich keine Arbeit. Sie würde gern in einem Kindergarten arbeiten, muss jedoch von Hartz IV leben. Die Techniker Krankenkasse verweigerte ihr eine die Gesundheit herstellende Herzoperation, forderte, sie solle erst eine 18monatige Psychotherapie durchlaufen. Drei Herzinfarkte überlebte die inzwischen 58jährige. "Überall werden Erzieherinnen gesucht", so Felicia, "aber wer sich als transgender outet, ist stigmatisiert, obwohl jeder die Möglichkeit hat, sich das Wissen darüber zu verschaffen." Sie kritisierte besonders, dass sich viele Entscheidungsträger und Mitarbeiter von Verwaltungen nicht die Mühe machen, sich zu informieren.

Vor 12-18jährigen Jugendlichen sprach Felicia Grauel über Akzeptanzprobleme gegenüber Transgendern.
 
Nach dem Film beantworteten Felicia Grauel, Jirka Witschak, Elisabeth Schwarzenberg und Melanie Göbel die Fragen der Jugendlichen Gäste.

Nach dem Film hatten die jugendlichen Gäste die Möglichkeit, ihre Fragen an Felicia Grauel, Jirka Witschak von der Potsdamer Beratungsstelle "Rat und Tat", Elisabeth Schwarzenberg vom Frauenhaus und Melanie Göbel vom Stadtteilbüro offis zu richten.

25.3.18

Tolle Angebote für die Osterzeit
(Neuzelle/hn) An den kommenden Ostertagen und auch noch in der Zeit danach gibt es in Neuzelle vieles zu entdecken. Im Mittelpunkt steht natürlich das Osterei, von dem viele Exemplare in Ausstellungen im Strohhaus und Bauernmuseum zu finden sind.


Viel Interessantes erfuhren die Wanderfreunde von Edwin Keller über das Gestalten von Ostereiern.

Ostereier aus der Sammlung des Ehepaares Keller zieren die Vitrinen im Bauernmuseum.

Zu jenen, die viele ihrer über 3000 gestalteten Ostereier ausstellen, gehört das Ehepaar Keller aus Neuzelle, das sich seit Jahrzehnten mit Sammeln und Gestalten dieser Kunstwerke beschäftigt. Edwin Keller (80) demon- strierte kürzlich im Bauernmuseum vor den Mitgliedern der 7. Eisenhüttenstädter Seniorenwanderschaft die Kratztechnik als Gestaltungsmittel, das besonders für Anfänger geeignet ist. "In unserer Ausstallung präsen- tieren wir ein Unzahl von Techniken", so Keller, "uns selbst hat es gepackt, als wir 1960 den Spreewald besuchten." Damals seien die Verfahren noch sehr viel einfacher gewesen. Das Steckenpferd der Kellers sprach sich schnell herum, so dass Geschenke von Freunden die entstehende Eisersammlung auch mit ausländischen Exemplaren vergrößerten. Nach der Wende hielten sie dann auch weltweit Ausschau und konnten dabei einzigartige Exemplare erwerben.
Auch im Strohhaus, das am vergangenen Wochenende seinen Frühlingsmarkt veranstaltete, sind die Kellers in der Ausstellung vertreten. Besucher konnten ihnen beim Verzieren auf die Hände schauen und selbst mitmachen. Dazu kamen Händler aus der Region, die ihre Waren feil boten, darunter auch die Hofkäserei Schallmea aus Drehnow bei Peitz mit leckeren Kuhmilchprodukten.
"Das ist unsere erste Aktion nach der Winterpause", sagte Strohhaus-Vereinsvorsitzender Lutz Schimke, "nun verdienen wir unser erstes Geld zur Finanzierung des Vereins in diesem Jahr." Begeistert von der Aus- stellung zeigte sich die Neuzellerin Hannelore Materne, die mit Enkeltochter Marie zum Strohhaus kam. "Es ist wunderschön, die Familie Keller gibt sich soviel Mühe, den Kindern das Handwerk beizubringen", sagte sie, "dabei bekommt sie Unterstützung von Familie Krüger aus Ziltendorf." Mit gespitzten Ohren lausche Marie den Erklärungen und sah sich genau an, wie aus Taubenfedern kleine Werkzeuge zum Gestalten der Eier hergestellt werden. Von beiden Familien bekam sie so manchen tollen Ratschlag für ihr Hobby.

Die Familien Keller und Krüger zeigten, wie Ostereier gestaltet und die dazu erforderlichen Werkzeuge hergestellt werden.

Angela Diener aus Schwerzko stellte wieder wundeschöne Malereien, Dekoration und Kunstkarten aus, führte so manches nette Gespräch. Das Malen ist für sie ein toller Ausgleich zu ihrer Arbeit in einer Arztpraxis, wo sie den ganzen tag mit kranken Leuten zu tun hat. Dorothee André aus Potsdam war mit ihrer Familie zum ersten Mal in Neuzelle, war überrascht, wie schön es hier ist. "Es hat uns wirklich umgehauen, als wir das erste mal im Stift waren", sagte sie, "und wir sind heute gleich noch mal gekommen."

Die Katholische Kirche ist geöffnet: Karfreitag: 14.00 – 14.45 Uhr , Karsamstag: 14.30 – 16.00 Uhr , Ostersonntag: 11.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr , Ostermontag: 11.00 – 12.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr .
Das Himmlische Theater, der Kreuzgang, die Besucherinformation und der Klostergarten sind Karfreitag bis Ostermontag von 10.00 – 18.00 Uhr für Besucher zugänglich. Das Bauernmuseum öffnet am Dienstag nach Ostern wieder seine Pforte.
24.3.18

Ahnungslose trafen auf Bockwürstchen
Frühjahrsturnier der Volleyballer
(Eisenhüttenstadt/hn) Hoch her ging es kürzlich in der Inselhalle, wohin die "Zugvögel" Freunde aus der Re- gion zum traditionellen Frühjahrsturnier eingeladen hatten. 
"Wir veranstalten heute unser 17. Frühlings-Volleyballturnier für Freizeitsportmannschaften", erklärte Ralf Koß, Mitglied der Mannschaftsleitung des Teams "Zugvögel" und Mitorganisator des Wettbewerbs. 12 Mannschaf- ten aus der Region reisten an, um nach den Wintermonaten wieder in die Gänge zu kommen, nicht nur zum Spiel, sondern auch zum zünftigen Sportlerball, der den Tag in der Inselgaststätte ausklingen ließ.

"Im langen Winter ruhten in vielen Mannschaften die sportlichen Aktivitäten", so Koß, "nun starten wir mit Schwung in den Sommer hinein." Die Inselhalle biete dazu ideale Voraussetzungen und 17 Jahre Frühlings- turnier der Zugvögel sprächen für sich. 
Vor Beginn der Spiele wurden die Gruppen ausgelost, gespielt wurde in mehreren Runden, bis die Sieger fest standen. "Eigentlich gewinnen ja alle", sagte Ralf Koß, "wie es beim Sport so üblich ist, ob beim Boxen, Fußball oder Tischtennis." Er freute sich besonders darüber, dass die Fünfeichener Firma Burisch die Siegerpokale stiftete, diese seien ein zusätzlicher Anreiz für die Teilnahme, und er sähe es gern, wenn zum 18. Turnier im nächsten Jahr weitere Mannschaften hinzu kämen. Schließlich seien die Voraussetzungen hier sehr gut, die Hallenwarte seien freundlich und hilfsbereit, und Eisenhüttenstadt verfüge über ein großes Angebot an Sporthallen. Trotzdem hoffen Koß und seine Sportfreunde auf die Politik und würden sich freuen, wenn die teilweise gefühlt hohen Nutzungs- 

gebühren noch einmal überdacht werden, was die Gewinnung neuer Mitglieder für alle Sportvereine erleichtern würde.
Am Ende des Turniers konstatierte Ralf Koß eine sehr hohe Leistungsdichte, in manchen Entscheidungen sei es zum Schluss um zwei bis drei Punkte Unterschied gegangen, und auch der Vorjahressieger Rot-Weiß Frankfurt (Oder) landete diesmal nur knapp auf dem 2. Platz hinter den "Ahnungslosen" aus Eisenhüttenstadt, Dritter wurde der SV 49 Fünfeichen die weiteren Plätze belegten Gehupft wie Gesprungen, Partyfüchse, Sechs Freunde und ein Ball, Elchkälber, Ziltendorfer Elche, Florian, Zugvögel, Blockwürstchen und. Kämpferherzen.

23.3.18

Helferkreis berichtete über seine Arbeit
(Neuzelle/hn) Kürzlich hatte der Helferkreis der Kirchengemeinde Möbiskruge zu einem Informationsabend in das evangelische Gemeindehaus eingeladen. Dietmar Brummack, Organisator des Helferkreises, berichtete über dessen Geschichte, die im Jahr 1994 mit dem damaligen Möbiskruger Pfarrer Christoph Kurz begann.

Dank der Spenden vieler Menschen konnten die Wohn- und Schlafräume der Behinderten schön gestaltet werden.  Im direkten Kontakt mit den Behinderten konnten die Helfer sich von der Wirksamkeit ihrer Unternehmung überzeugen. Dr. Labady, ehemaliger Direktor des Heimes (stehend), Hockend Bernd Hoffmann (li.) und Peter Jansen.

Nach dem Ende des durch die NATO geführten Balkankrieges, der den Zerfall Jugoslawiens zur Folge hatte, fuhr Kurz mit einem Potsdamer Hilfstransport in das Kriegsgebiet und beschloss danach, auch mit seiner Kirchengemeinde Hilfe zu leisten. Es dauerte nicht lange, bis Mitstreiter gefunden waren und ein Spenden- aufruf ein unerwartetes Echo in der Bevölkerung der Region fand. Kirchengemeinden in der Umgebung und Unternehmen erklärten sich bereit, als Spendensammelstellen mitzumachen, und die Familie Krüger aus Kobbeln übernahm das Durchsehen und Sortieren der Hilfsgüter. So führten 1995 jeweils im Frühjahr und im Herbst die ersten Transporte nach Kroatien statt, 12 bis 14 Kleintransporter gingen auf die Reise, jeder mit zwei Fahrern besetzt. Recht abenteuerlich gestaltete sich dieses Unterfangen, nach einem finanziellen "Kompromiss" zur beschleunigten Abfertigung an der slowakischen Grenze kam der Transport am Abend des ersten Tages in der kroatischen Stadt Varazdin an. Das Quartier wurde in einer ehemaligen Kaserne aufge- schlagen, die von den 1000 Mann Besatzung geräumt worden war, um 4000 Kriegsflüchtlingen Platz zu machen. Die 25 Helfer mittendrin. Da es sich zeigte, dass diese Flüchtlinge gut versorgt waren, besuchten die Helfer am nächsten Tag ein Bahnhofsgelände, auf dem mehrere hundert Flüchtlinge in Transportwaggons untergebracht lebten. Eine kroatische Familie, die wegen ihres zerschossenen Hauses in den Hühnerstall umgezogen war, lud die weit Gereisten später zu Bohnensuppe aus einem großen Kessel ein. Die für den nächsten Tag geplante Weiterfahrt nach Pakrac musste einen Umweg nehmen, weil an der vorgesehenen Strecke nachts wieder geschossen worden war.

Beim Beladen der Fahrzeuge packen alle mit an. Die Helfer können sich in jedem Jahr davon überzeugen, dass die Kinder und Jugendlichen liebevoll betreut werden

Nachdem sich die Lage in Kroatien gebessert hatte, kam ein Kontakt zwischen dem damaligen stellvertreten- den Transportleiter Uwe Krüger und dem ungarischen Roten Kreuz Kaposvar zustande, der zum Kontakt mit dem Heim für schwer- und schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche in Barcs führte, das seit 1997 Ziel der Hilfstransporte ist.
Dietmar Brummack erinnerte in diesem Zusammenhang auch an gestorbene Mitglieder des Helferkreises. So gibt je eine Gedenktafel am Gebäude des Heimes für die ehemaligen Transportleiter Uwe Krüger aus Kobbeln und Peter Jansen aus Storkow, aber auch die Namen von Dieter Metze aus Müllrose und Bernd Hoffmann aus Eisenhüttenstadt werden mit der Geschichte des Helferkreises verbunden bleiben.

21.3.18

Schockierendes vom Schlachtfeld Schule
(Eisenhüttenstadt/hn) Einen Theaterabend, der so schnell nicht vergessen wird, gestalteten kürzlich die Teilnehmer des Kurses "Darstellendes Spiel" (DS) des Albert-Schweitzer-Gymnasiums. In der Aula der Schule ging es im ersten Teil um den Rauswurf einer Lehrerin durch die Eltern, die ihr die Schuld an schlechten Zensuren ihrer Kinder gaben, nach der Pause folgte das Schockerlebnis für die Zuschauer, die miterleben mussten, wie aus einer fixen Idee ein grässliches Verbrechen wurde.


Die Lehrerin muss weg, sie ist schuld an den schlechten Noten.



Außer Kontrolle geraten - von der Idee zum Verbrechen.

Sehr gut stellten die Spieler dar, wie in der Dynamik der Gruppe schließlich jegliche Kontrolle verloren ging, bis zur Vergewaltigung einer Schülerin, die dazu führen sollte, das Passwort für das Online-Klassenbuch von der Lehrerin zu erpressen, um die Noten der Matheklausur zu ändern.
 
"Unsere zwei DS-Kurse haben sich in diesem Jahr entschieden, die Problematik Schule näher zu betrach- ten", erklärte Fachlehrerin Heike Steinhagen, "die Zwölftklässler haben im Moment eine hohen Leistungs- druck, und das Spiel hat für sie eine hohe Aktualität." Dieser Leistungsdruck nehme immer mehr zu, und viele Schülerinnen und Schüler verkraften das nicht mehr so ohne Weiteres, denn jedes Fach stelle hohe Anforder- ungen. Aber auch die Schüler legen an sich selbst hohe Maßstäbe, um den begehrten Studienplatz zum Beispiel in der Medizin zu bekommen. Dabei komme es häufig zu psychosomatischen Problemen, die nun in zwei Einzelfällen auf der Bühne thematisiert wurden. Ein großes Problem liege dabei in den unterschiedlichen Moralvorstellungen und Werten, die in der Schule und im täglichen Leben propagiert werden, und die zum Teil zu erheblichen inneren Konflikten führen. Damit umzugehen ist schwierig und hänge von den Schülern ab, und es sei ein generelles Umdenken im System Schule notwendig, um die sich verschärfenden Probleme zu lösen.
 
"In der ersten Klasse kommen die Kinder zumeist sehr glücklich in die Schule", so Steinhagen, "und in der Zwölften brechen viele zusammen, weil der Druck nicht mehr verkraftbar ist." Dabei ist die emotionale Gesund- heit der Schüler wichtig, denn die ist Voraussetzung für den Spaß am Lernen und damit für einen geradlinigen Weg ins Leben.

"Wir zeigen in unseren Stücken auf, welchen Stress wir haben", sagte Valentin Franze. Die Belastung mit den Hausaufgaben, den Lehrern und auch Eltern, die Ohnmacht der Schule und die Verzweiflung der Schüler im Abiturstress flossen in die selbst geschriebenen Stücke ein. 
Dabei konzentriert sich das erste Stück auf die Rolle der Eltern in der Konfrontation mit den alltäglichen Problemen, die Schuld an schlechten Noten wurde der Lehrerin zugeschrieben, die gezwungen werden sollte, die Klasse abzugeben, während das zweite Stück eine Darstellung aus der Sicht der Schüler ist, fügte Richard Werner hinzu.

20.3.18

Brandenburger Ministerrunde und Bischöfe tagten gemeinsam in Neuzelle
(hn) Die 750-Jahr-Feier des Klosters Neuzelle wirft ihre Schatten voraus. Am Dienstag traf sich das Branden- burger Kabinett auf Einladung katholischer Würdenträger zu einer gemeinsamen Sitzung im Kloster Neuzelle. Von Seiten der katholischen Kirche nahmen Wolfgang Ipolt, Bischof des Bistums Görlitz, und Heiner Koch, Erzbischof des Erzbistums Berlin, am Treffen teil.

Die Ministerrunde und Vertreter der katholischen Kirche bei der Besichtigung der Kirche St. Marien. Kulturministerin Martina Münch, Erzbischof Heiner Koch, Ministerpräsident Dietmar Woidke und Bischof Wolfgang Ipolt informierten über die Schwerpunkte und Ergebnisse der gemeinsamen Beratung.

"Dieses Jubiläum zeigt, wie reich die Brandenburger Geschichte ist", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke, "wir wollen drüber reden, wie sich dieses gesamte Ensemble in den letzten Jahren entwickelt hat." Das Land habe dabei viel Unterstützung gegeben, zum Beispiel bei der Sanierung der Bausubstanz und der Einrichtung des Himmlischen Theaters. Mit Vertretern der katholischen Kirche wurde nun beraten, wie die künftige Arbeit weiter gehen soll. Gemeinsam wollen Land und Kirche dafür sorgen, dass die wieder einziehenden Mönche gute Bedingungen antreffen, dafür werde das ehemalige Kanzleigebäude renoviert. Alles zusammen soll die Region touristisch noch attraktiver machen, zeigen, dass die barocke Pracht nicht nur in Bayern zuhause ist. "Dies ist die bayerischste Kirche, die in Brandenburg steht", so der Ministerpräsident, "und ich habe vor, Horst Seehofer mal hierher einzuladen, er wird ziemlich staunen."
Hinsichtlich der Zukunft der Lausitz stand auch der Strukturentwicklungsplan auf der Tagesordnung der Mini- sterrunde. Die Kirchen hätten das Land diesbezüglich massiv unterstützt, besonders in Fragen der Zusam- menarbeit im sozialen Bereich, im Betrieb von Schulen und Kindergärten sowie in der Gesundheitsversorgung der Menschen, besonders der Altenpflege. Doch auch die evangelische Kirche leistet hervorragendes, hob Woidke hervor, nun werden die Rahmenbedingungen für die Arbeit in den nächsten Jahren abgesteckt.
In der Mittagspause führte Norbert Kannowsky, Geschäftsführer der Stiftung Stift Neuzelle, die Gäste durch die Klosteranlage, wobei Bischof Iplot den Part der Kirchenführung übernahm. Beeindruckt zeigten sich die Ministerinnen und Minister vom Himmlischen Theater, das unterhalb des Weinberges seine Heimstatt fand.
"Wir hatten heute eine sehr lange Tagesordnung", fasste Ministerpräsident Woidke zusammen. Zu den Wichtigsten gehörten die weitere Gestaltung der Pflege, Fragen der Bildung, die durch die katholische Kirche geleistet wird und die Herausforderungen im Gesundheitswesen insgesamt. Aber auch Probleme der Landesplanung und des öffentlichen Nahverkehrs wurden erörtert, ebenso wie der Staatsvertrag mit der Kirche.
Erzbischof Koch bestätigte die sehr guten Kontakte zur Brandenburger Landesregierung und die erfolgreiche Zusammenarbeit im Flüchtlings-, Sozial- und Bildungsbereich. Dafür bedankte er sich und stellte fest, dass die Beziehungen "nicht nur irgendwie hoch gehalten werden", sondern qualitativ weiter entwickelt werden sollen. Ihn bewege aber auch die Sorge um die ländlichen Gebiete mit ihren langen Wegen und den dadurch entstehenden Schwierigkeiten, hier seien neue Ideen zur Förderung des Lebensraumes gefragt. 
Bischof Ipolt bezeichnete die Neuzeller Begegnung zwischen Landesregierung und Kirche als schöne Erfahrung und würdigte die Arbeit der Stiftung in der Vorbereitung und Durchführung des Festjahres, das unter dem Motto "Dem Himmel nah" steht.

20.3.18

Autohaus Böhmer ist erreichbar
(Eisenhüttenstadt/hn) Seit dem Baubeginn in der Oderlandstraße hörte Autohaus-Inhaber Peter Böhmer von seinen Kunden und Lieferanten immer wieder, sie können Werkstatt und Geschäft nicht erreichen. Einen Niederschlag fand dies auch im Rückgang der Umsätze, so dass Böhmer, der kürzlich über hunderttausend Euro in neue Technik investierte und einen weiteren Mitarbeiter einstellte, sich mit dem Gedanken an Entlassungen beschäftigte. Darüber hinaus stellte er fest, dass immer nur ein kleine Truppe von Straßen- bauern zugegen war, für ihn unverständlich, denn so ein Straßenbau müsse so organisiert sein, dass er zügig voran geht. Seit 1992 betreibt Peter Böhmer sein Autohaus in der Oderlandstraße und hat vor Ort acht Mitarbeiter beschäftigt.


Heike Reschke, Jörg Kanig, Peter Böhmer und Diana Böhmer (v.l.n.r.) trafen sich am Dienstag, um Probleme des Autohauses im Zusammenhang mit dem Straßenbau einer Lösung zuzuführen.

Um die entstandenen Probleme zu klären und zu einer schnellen und konstruktiven Lösung zu kommen, fand am Dienstag ein Gespräch zwischen den Beteiligten statt, an dem neben Peter und Diana Böhmer Heike Reschke, Verantwortliche für die Baumaßnahme in der Stadtverwaltung und Jörg Kanig, zuständiger Bauleiter der Firma Oevermann teilnahmen. Jörg Kanig erläuterte den technologischen Ablauf der Straßenbaumaßnahme, mit Hinweis darauf, dass er, trotz einigen Spielraumes seinerseits, an die Vorgaben des Auftraggebers gebun- den ist, denn diese wären vertraglich geregelt. "Für uns ergibt sich ein Problem mit der Ausschilderung an der Kreuzung Oderlandstraße - Glashüttenstraße" sagte Diana Böhmer, "diese ist für unsere Kunden nicht optimal." Es sei nicht erkennbar, dass in die Oderland-

straße eingefahren werden kann, selbst die Mitarbeiter hätten ihre Fahrzeuge in der Glashüttenstraße abge- stellt. "Für die Verkehrsführung gibt es eine verkehrsrechtliche Anordnung", erklärte Jörg Kanig, "diese ist für uns verbindlich und legt fest, welches Schild wo aufgestellt wird." Darüber hinaus wurden drei zusätzliche Schilder installiert, die die Anfahrt zum Autohaus über die Glashüttenstraße anzeigen. Trotz aller Bemühun- gen, die Zufahrten zu den Anliegern der Baumaßnahme weitestgehend zu gewährleisten, seien technologisch bedingte Behinderungen nicht auszuschließen.
Angesichts aller Umstände und Vorschlägen, die Zufahrtsmöglichkeiten zu verbessern, erwies es sich schließlich, dass veraltungsrechtliche Vorschriften einer schnellen Problemlösung entgegen stehen. Heike Reschke sagte zu, sich mit den Kollegen der Verkehrsbehörde im Rathaus in Verbindung zu setzten und konnte noch am gleichen Tag mitteilen, dass die Zufahrt in die Oderlandstraße mit einem Schild "Anlieger frei" ergänzt wurde. 
Diana Böhmer stellte fest: Das Autohaus ist auch während des Straßenbaus für Kunden und Lieferanten erreichbar.

12.3.18

Neues Einsatzleitfahrzeug zur Gefahrenabwehr übergeben
(Eisenhüttenstadt/hn) Am Montag übernahmen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ein neues Einsatz- leitfahrzeug, das in den Einsatz kommen wird, wenn gefährliche Stoffe beseitigt werden müssen. So ein Fall kann beispielsweise eintreten, wenn ein Tankfahrzeug in einen Unfall verwickelt ist und gefährliche Stoffe wie Benzin, Diesel, Säuren, Basen oder andere Chemikalien auslaufen.

Probesitzen - Bastian Krauß und Tim Noack, beide Mitglieder der Einsatzkräfte beim Probesitzen im neuen ELF Freude über das neue Einsatzleitfahrzeug auch bei den Fürstenwalder Kameraden.

André Kunze aus Fürstenwalde, bis zu diesem Tag Leiter der ABC-Einheit, übergab zugleich den Staffelstab an die Eisenhüttenstädter Kameraden, so dass diese nun die Koordinierung der Arbeiten während eines Einsatzes übernehmen. "Dieser ABC-Einheit gehören mehrere Feuerwehren des Landkreises an", so Kunze, " die Fürstenwalder, Neuzeller und Eisenhüttenstädter gehören mit jeweils spezifischen Aufgaben dazu." Dabei wird Eisenhüttenstadt künftig den Einsatzleitwagen besetzen, Neuzelle ist für die Dekontamination zuständig und Fürstenwalde für die Gefahrenabwehr. Diese drei Wehren werden am Einsatzort zusammen geführt und unterstehen dem Einsatzleiter.
Mit über dreißig Mitgliedern ist die ABC-Einheit sehr personalaufwändig, denn jeder Platz muss mit drei speziell ausgebildeten Kameraden besetzt werden, um Engpässe, die durch Urlaub, Krankheit, Weiterbildung oder andere Einflüsse entstehen, zu vermeiden. Auffangen des Gefahrgutes, Abdichten des Behälters und Absperren der Unfallstelle sind die ersten Aktionen vor Ort, dem folgt die Gefahrstoffmessung, und abge- schlossen wird der Einsatz mit der Reinigung der Kameraden, die in einer Gefahrschutzmontur stecken.
Als neuer Leiter der Gefahrstoffeinheit wurde Mario Fells aus Fürstenwalde berufen, er löst seinen langjährig aktiven Vorgänger André Kunze ab und verwies darauf, dass seine Einheit auch dafür zuständig ist, Umwelt- schäden abzuwenden und Schadenslagen zu beseitigen. Spezielles Gerät zum Erkennen der Schadstoffe, Behälter zu deren Auffangen und Pumpen zum Leeren des verunfallten Fahrzeugs stehen der Einheit zur Verfügung, darüber hinaus sorgt die Schadstoffeinheit für die Entsorgung.
Neuer Chef des übergebenen Fahrzeugs ist Sven Koch, Löszugführer des Löschzuges Innenstadt und Stand- ortverantwortlicher. Eine seiner Aufgaben besteht darin, die Ausbildung seiner Kameraden zu organisieren, um das Fahrzeug einsatzbereit zu bekommen, denn es kann auch als Einsatzleitfahrzeug bei anderen Einsätzen genutzt werden.

Michael Burke (li) übergibt den Fahrzeugschlüssel an Bürgermeister Frank Balzer (re), dieser reicht ihn weiter an Stadtwehrführer Norbert Manteufel (mi.).

Michael Buhrke, Beigeordneter des Landrates, übergab den Schlüssel an Bürgermeister Frank Balzer, welcher ihn sogleich an Stadtwehrführer Norbert Manteufel weiter reichte. "Das Geld für dieses Auto ist gut angelegt", erklärte Buhrke, "es ist vollgestopft mit modernster Kommunikationstechnologie und verfügt auch über einen Internetanschluss." Er wünschte allzeit gute Fahrt und Zuverlässigkeit im Einsatz.

10.3.18

Furioser Abschluss der Karnevals- und Fastnachtssaison
(Wiesenau/hn) Die Karnevalswerkstatt ist für die Akteure, die während der "Fünften Jahreszeit" ganze närri- sche Völkerschaften mit tollen Programmen und Partys unterhalten, der endgültige Abschluss der Saison. "Karnevalisten machen Programm für Karnevalisten" ist das Motto dieser traditionsreichen Veranstaltung, auf der jeder die besten Programmnummern der vergangenen Saison präsentiert und jeder von jedem Anregungen für die kommende närrische Zeit bekommt. Zwischen den Programmblöcken wird natürlich ausgelassen getanzt und gefeiert.

Die Präsidenten der "Glorreichen Sieben" luden zum Erfahrungsaustausch und zünftigen Feiern ein. Moderator Andreas Wolf (li.) kündigte es an: Andreas Härtel (mi) übernahm den Staffelstab für die nächste Werkstatt von Daniel Deska (re.)

Am Sonnabend trafen sich nun "Die glorreichen Sieben", Fastnachts- und Karnevalsvereine aus Wiesenau, Booßen, Güldendorf, Ziltendorf, Groß Lindow, Brieskow-Finkenheerd und Müllrose in der alten Schule in Wiesenau zur großen Party. Gastgeber war der Wiesenauer Fastnachtsclub (WFC), der nunmehr seine 39. Saison absolvierte und dessen Präsident Daniel Deska mit seinen Närrinnen und Narren schon das nächste große Ziel, die 650-Jahr-Feier anpeilt. "Bevor alles so richtig los geht, trifft sich die Präsidentenrunde, um die vergangene Saison auszuwerten", erzählte Deska, "Lustiges wird zum Besten gegeben, aber auch Probleme angesprochen." Schließlich stehe das närrische Volk zueinander, Hilfe wird gern gegeben und angenommen.
Toll sei die 5. Jahreszeit für die Wiesenauer gelaufen, zu jeder Veranstaltung seien ca. 180 Faschingsfreunde erschienen und haben fröhlich gefeiert. Hoch her ging es am Rosenmontag, der traditionell dem Rentnerfasching vorbehalten ist, aber auch das Zampern brachte viel ein, was dann bei der Kreschke "verbraten" wurde. Super kam auch der Kinderfasching an, und so mancher aus den Reihen des Nachwuchses hatte sich bei einem solchen Event mit dem Narrenvirus infiziert.
So ist der WFC mit 103 Mitgliedern sehr gut aufgestellt, vierzig bis fünfzig davon sind richtig aktiv, aber auch alle anderen bringen sich ein, wenn sie gebraucht werden. "Alle helfen mit beim Saal schmücken, Ein- und Ausräumen, Reinigen", sagte der Präsident, "und ich möchte allen danken, die den WFC unterstützen und die uns schon viele Jahre treu sind."
Nach der Sitzung der Präsidenten begann der Einmarsch der Präsidenten und Fahnenträger der Vereine, Moderator Andreas Wolf begrüßte jeden mit seinem "Schlachtruf". "Helau" hieß es bei den Wiesenauern und Booßenern, weiter ginge es mit "Steht zueinander-seid so schlau-Güldendorf Helau!", "Tack-Tack Puff-Puff" (Ziltendorf), "Stubbe-Stubbe Kien-Kien" (Groß Lindow), "Fastnacht-Helau" (Finkenheerd) und "Stadt am See - olé, olé" (Müllrose).
Nachdem Daniel Deska Worte der Begrüßung an die Gäste gerichtet und den Staffelstab für das Ausrichten der Werkstatt 2019 an den Müllroser Präsidenten Michael Härtel übergeben hatte, begann ein regelrechtes Feuerwerk der guten Laune, tolle Auszüge aus den Vereinsprogrammen begeisterten das Publikum und es wurde bis nach Mitternacht zünftig gefeiert.

9.3.18

Tanzwoche mit stehenden Ovationen eröffnet
(Eisenhüttenstadt/hn) Mit einem die Zuschauer durchweg begeisternden Eröffnungsprogramm begann am Freitag im Friedrich-Wolf-Theater die 26. Eisenhüttenstädter Tanzwoche.


Mit stehenden Ovationen dankte das Publikum den Tänzerinnen und Tänzern sowie Choreografen für das tolle Programm.




Die Eisenhüttenstädter Tanzvereine CarMa, Fire & Flame, Tanzlust Jung & Alt sowie das Tanzensemble kuz, verstärkt durch die Gäste von Jazzy Flames - JDCC aus Cottbus, gestalteten eine Bühnenshow, die so schnell nicht vergessen wird.
Nach einem Intro durch die Eisenhüttenstädter hieß Bürgermeister Frank Balzer die Akteure auf der Bühne und die Gäste im Saal willkommen: Niemand hätte 1993, als die Tanzwoche erstmals stattfand, daran gedacht, dass sich so eine lange Tradition entwickeln würde. Sie sei inzwischen zu einer festen Institution geworden und gehört zur Kulturlandschaft Eisenhütten- stadts und der Region. Balzer bedankte sich bei allen Akteuren, die zu diesem Erfolg beitrugen und verriet, dass auch er in der Freizeit gern tanze, aber "zu härterer Musik aus den 60er Jahren". Er werde als Bürgermeister dafür sorgen, dass diese Tradition weiter geführt wird.
Dann übernahm Moderator Detlef Olle die Führung durch das Programm, stellte fest, dass rund 400 Tänzerinnen und Tänzer während der Tanzwoche ihre Auftritte haben.
Als besonderer Gast wurde Choreograf Jeffrey Jimenez aus Berlin begrüßt. Er kreierte das diesjährige Tanz- projekt "Oriental meets Hip Hop". Jiminez äußerte sich begeistert über die Arbeitsmöglichkeiten in Eisenhüt- tenstadt, sowohl hinsichtlich des tollen Hauses als auch der Tänzer und Tänzerinnen, die mit vollem Einsatz arbeiteten. "Eisenhüttenstadt ist super", sagte er, "und wenn ich mal einen Film mache, dann hier." Viele Gespräche gab es nach der Veranstaltung, die von allen mit großem Lob bedacht wurde.
Für Frank Balzer, der mehrere Tanzwochenveranstal- tungen besuchte, war es ein tolles Erlebnis, die Tänzer- innen und Tänzer zeigten "Feuer im Blut", sie begeisterten das Publikum. Peter Müller zeigte sich begeistert von der Resonanz, die die Tanzwoche hat und der Tanz- und Lebensfreude, die auf der Bühne herüber kam. Beeindruckend seinen die Ausstrahlung der jungen Künstlerinnen und Künstler sowie die Qualität der Tänze. Stefan Lehmann aus Ziltendorf, selbst aktiv bei den Ziltendorfer Fastnachts-Traumtänzern, besucht seit 14 Jahren die Auftritte seiner Tochter bei Fire & Flame, sagte: "Es ist phänomenal, was die Eisenhüttenstädter Vereine auf die Beine stellen, man sieht über die Jahre hinweg eine unheimliche Entwicklung in den Vereinen, und das Tanzprojekte war eines der besten der vergan- genen Jahre."
Alois Hille freute sich wieder über die Auftritte seiner inzwischen 20jährigen Enkelin Jenny. "Die ganze Veranstaltung war sehr, sehr gut aufgezogen". Birgit Brose fand ebenfalls, es sei eine sehr schönes und buntes Eröffnungsprogramm gewesen, jede Truppe für sich präsentierte ihren eigenen Stil und das Projekt sei einzigartig, mit riesengroßer Wirkung. 

Auch Fotograf Bernd Geller hatte einen super Eindruck von den Choreografien und den Leistungen der Tänzer- innen und Tänzer. "Ein Fotograf sieht das ja auch aus einer anderen Perspektive", so Geller, "und zwar in der Gesamtheit von Bewegung, Licht und Mimik, das wurde sehr gut gelöst, und man hat gemerkt, dass alle mit sehr viel Spaß dabei waren."

8.3.18

Mit neuen Impulsen in die Tourismussaison
(Berlin/hn) Mit vielen neuen Ideen und Anregungen kehrten Ellen Rußig, Geschäftsführerin des Seenland Oder-Spree e.V., und ihre Mitstreiterinnen von der Internationalen Tourismusbörse zurück. Hatte bereits das 21. Tourismusforum des Ostdeutschen Sparkassenverbandes einen Ausblick in die aktuelle und künftige Entwicklung der Tourismuswirtschaft gegeben, gab es viele Begegnungen und Gespräche am Messestand in der Halle 12.
Während des traditionellen Empfangs am Messestand sagte Dr. Eckhard Fehse, seit seiner Gründung vor 20 Jahren Vorsitzender des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree: "Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück und sind nach wie vor das erfolgreichste Reisegebiet in Brandenburg." Das soll auch so bleiben. Deshalb werden alle gebraucht, um gemeinsam an einem Strang zu ziehen, am gleichen Ende und in die gleiche Richtung. 750 Jahre Neuzelle, die Natur, die Kooperation mit den polnischen Nachbarn und die Weiterentwicklung in Sachen Digitalisierung sind nur ein paar Schwerpunkte der künftigen Arbeit. Digitale Infosäulen in Form eines überdimensionalen Smartphones werden die Besucher der Region künftig rund um die Uhr mit Informationen versorgen. Versuche dazu in Bad Saarow und Neuhardenberg zeigten sich erfolgreich, sodass 200 weitere Informationsstationen installiert werden können.

Dr. Eckhard Fehse begrüßte die Gäste am Messestand und präsentiert ihnen die erste diesjährige Ausgabe der Gästemagazins "Seeblick". Viele Gespräch führte Ellen Rußig (li.) mit Kollegen und Gästen.

Druckfrisch stellte Fehse das erste diesjährige Gästemagazin für die Tourismusregion vor. Es soll künftig drei Mal im Jahr erscheinen und sowohl Reisende als auch Einheimische über besuchenswerte Highlights informieren. "Was machen Sie eigentlich am kommenden Wochenende?", wird in der Einführung gefragt, bevor viele Tipps zum Erkunden dieses Landstrichs präsentiert werden. 
"Bereits während der Fachbesuchertage haben wir viele Kontakte knüpfen können", so Fehse, "wir sind sehr zufrieden darüber, wie unsere Angebote angenommen werden." 2,2 Millionen Übernachtungen gab es im vergangenen Jahr in unserer Region, wobei wir etwa ein Sechstel des Landes Brandenburg betreuen.
Ellen Rußig, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree, hatte bereits erfolgreiche Gespräche mit Hotelinvestoren, Reiseveranstaltern und einer Internetagentur, bevor am Wochenende die Berliner und Brandenburger kamen, um sich Anregungen für die kommende Saison zu holen. Entdeckertouren, Parks und Gärten sind dabei Highlights, die Produkte sind spezifischer geworden, so dass jeder fündig werden kann. Die Zusammenarbeit mit den Übernachtungsanbietern sieht sie im Hinblick auf die Erkenntnisse aus dem Tourismusforum als besonders wichtig an, um die neuen Trends umzusetzen. Ansätze seien bereits vorhanden, nun komme es darauf an, auch den kleineren und mittleren Betrieben Unterstützung zu geben.

6.3.18

Ein Familienzentrum für alle
(Eisenhüttenstadt/hn) Vor über 11 Jahren wurde das Familienzentrum in der Integrationskita "Pusteblume" im Fröbelring 1 gegründet. Zu dieser Zeit gab es den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz erst ab dem dritten Lebensjahr, so dass viel junge Mütter mit ihrem Kind zuhause saßen und kaum Kontakte zu anderen knüpfen konnten.

Gab es früher die große Familie, so dass Großeltern und Verwandte helfen konnten, wenn Probleme auftraten, sind junge Eltern heute zum großen Teil auf sich selbst angewiesen. Die Erfahrungen von Großeltern, Onkeln und Tanten beim Aufziehen der Kinder waren und sind nicht immer verfügbar, so dass das Familienzentrum gegründet wurde, um diese Defizite auszugleichen. Damit ist gewährleistet, dass Eltern mit Eltern in Kontakt komen, immer einen Ansprechpartner finden und auftretende Fragen zum Beispiel in Vorträgen in Zusammenarbeit mit Fachleuten erörtert werden können. Viele Angebote, teils an feste Zeiten gebunden, teils offen, stehen inzwischen auf dem Programm, wie zum Beispiel die Mütter- und Väterberatung durch eine Hebamme und Kinderpflegerin.
"Diese Angebote stehen allen Interessenten zur Verfügung, jeder kann sich einen Termin holen, um Rat zu bekommen", so Kathrin Grund, "aber auch wer auf seiner Arbeitsstelle keine Möglichkeit hat, sich mit anderen Eltern auszutauschen kann unsere Hilfe gern in Anspruch nehmen." Besonders viele Fragen gibt es im Bereich der Erziehung: Wie sind Kindern auf kluge Art und Weise Regeln beizubringen, die sie widerspruchslos befolgen, um später im Leben gut zurecht zu kommen? Wie erzieht man sie zu Anstand und Würde, zur Achtung anderer, zu Hilfsbereitschaft und Aufmerksamkeit, zur Liebe zur Arbeit? Eine enorme Aufgabe ist es für Eltern, Normen und Werte zu vermitteln, auch im Hinblick darauf, dass das Alles bis zum 6. Lebensjahr erledigt werden muss, denn danach geht es im Wesentlichen um den Feinschliff und um den Willen des Heranwachsenden, sein eigenes Lebenskonzept zu verwirklichen. "Rezepte gibt es dafür nicht", so Katrin Grund, "wir können den Eltern aber mögliche Wege aufzeigen."
Doch damit ist die Arbeit des Familienzentrums nicht getan. Weitere wichtige Themen sind die Förderunge der Sprachfähigkeiten der Kinder, Kochkurse vermitteln Möglichkeiten der gesunden Ernährung und förderlich für die Gesundheit ist viel Bewegung an frischer Luft. In Gesprächsrunden mit Pädagogen und Psychologen geht es um guten Schlaf für Eltern und Kinder, Elternreaktionen gegenüber dem Trotzkopf oder das Töpfchenseminar für Babys ab 9 Monate, worin vermittelt wird, wie die Kleinen schnell trocken und sauber werden.
Vieles dazu können Katrin Grund und ihre ehrenamtlichen Mitstreiterinnen Viola Löser und Petra Sieber aus ihren eigenen umfangreichen Erfahrungen selbst beisteuern. Für viele Projekte werden Fördermittel zur Verfügung gestellt, und was selbst nicht geschafft werden kann, wird durch die Vermittlung von Kontakten ermöglicht, wie das Besorgen von Babysittern.
Gemeinsam mit Viola Löser und Petra Sieber, denen Kathrin Grund ihren großen Dank aussprechen möchte, ist es möglich, den Arbeitsplan auf die Bedürfnisse der Eltern einzustellen, und Themenvorschläge sind jederzeit willkommen.

Das Familienzentrum ist wie folgt erreichbar: Fröbelring 1, 15890 Eisenhüttenstadt, Telefon (03364 ) 773380, E-Mail: familienzentrum.ehst@gmail.com
Sprechzeiten sind am Dienstag 09.00 – 09.30 Uhr, am Mittwoch 15.00 - 17.00 Uhr und nach Vereinbarung.

3.3.18

Fürstenberger Schützen vor neuen Herausforderungen
(Eisenhüttenstadt/hn) Ein erfolgreiches Schützenjahr liegt hinter den Mitgliedern der Schützengilde Fürsten- berg (Oder) 1863 e.V. und das Jahr 2018 hält neue Herausforderungen bereit.


Die neue Führungsmannschaft der Schützengilde:1. Reihe v.l.n.r. Ingolf Deneke, Günter Besselt, Katrin Besselt, Klaus Beschoner (Ehrenvorsitzender), 2. Reihe v.l.n.r.: Thomas Gewinnus, Hans Jokisch, Alexander Gewinnus.

Dies wurde in der Jahresversammlung des Vereins am vergangenen Sonnabend offenbar. Die Schützengilde, die 1990 wieder gegründet wurde, wird gegenwärtig von Ingolf Deneke geleitet, er war es auch, der vor den Mitgliedern Rechenschaft ablegte. "Wir haben einen ausgeglichenen Finanzhaushalt", stellte er eingangs fest, "es wurden 2017 vier neuen Waffen gekauft, um den Neumitgliedern gute Trainingsmöglichkeiten zu bieten". Auch Munition sei ausreihend vorhanden, so dass sich die Schützen intensiv auf Meisterschaften vorbereiten können.
In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der Mit- glieder von 35 auf 71, darunter 6 Frauen, erhöht, alle neu hinzu gekommenen Kameraden haben sich bestens in die Schützenmannscheft eingefügt. "Doch es gibt auch Anfragen von Leuten, die mal schnell zu einer Waffen-

Bodo Blikslager (re.) wird von Ingolf Deneke für seine 25jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt. Jungschütze Alexander Gewinnus wird von Bodo Blikslager am Brno KK-Gewehr eingewiesen.

karte kommen wollen", sagte Deneke, "denen müssen wir jedoch eine Absage erteilen." Wer sich ernsthaft mit dem Gedanken befasst, Sportschütze zu werden, absolviert nach der Aufnahme in den Verein eine drei- monatige Probezeit, dann wird gelernt, und frühestens nach einjähriger Mitgliedschaft die Prüfung zur Waffen- besitzkarte abgelegt. Ist dann auch noch das polizeiliche Führungszeugnis makellos, ist auch der Erwerb von Waffen in Aussicht gestellt.
In diesem Jahr stehen die Fürstenberger Schützen vor eine besonderen Aufgabe: im August erfolgt die turnus- gemäße Abnahme ihres Schießstandes, wobei extrem hohe Anforderungen gestellt werden. Selbst der Zustand des umgebenden Zaunes wird dabei geprüft. Angesichts der gestiegenen Mitgliederzahl ist geplant, die Gemeinschaftsräume zu erweitern, darüber hinaus sollen alle Lampen durch LED-Leuchtmittel ersetzt werden.
Nach dem Rechenschaftsbericht des Vorstandes und der Bestätigung des Kassenberichts erfolgten die Ent- lastung des alten Vorstandes und die Wahl des neuen, der aus dem 1. Vorsitzenden Ingolf Deneke, Günter Besselt (2. Vorsitzender), Katrin Besselt (Schriftführerin) sowie den Kassenprüfern Ilona Pokatzki und Klaus- Dieter Schmied besteht. Im Rahmen der Auszeichnungsrunde wurde Bodo Blikslager für seine 25jährige Mitgliedschaft mit dem Schützenadler in Gold geehrt, Günter Besselt zum Oberstleutnant der Schützen und Katrin Besselt zum Oberleutnant der Schützen ernannt. Hans Jokisch und Peter Kemnitz wurden mit der Traditionsmedaille des Brandenburger Schützenbundes ausgezeichnet, Klaus-Dieter Schmied und Steffen Post erhielten die Sportmedaille in Bronze.

2.3.18

Examen für Namen - Prof. Udolph im Museum
(Eisenhüttenstadt/hn) Trotz eisiger Kälte ließen es viele Eisenhüttenstädter und Einwohner aus den umliegen- den Gemeinden sich nicht nehmen, ins Städtische Museum zu kommen, um den Vortrag von Prof. Jürgen Udolph über seine Forschungen zum Thema Familiennamen zu hören.

Viele spannende Informationen hatte Prof. Jürgen Udolph zur Entstehung und Entwicklung von Familiennamen mitgebracht.

Der aus dem Rundfunk bekannte Moderator hatte dann auch so manche Überraschung bezüglich der Herkunft und Deutung von Namen parat. Ausgehend von der Entwicklung der Sprache über viele Jahrhunderte, dem Hinweis auf verschwundene Wörter und andere Einflüsse erläuterte er die Entstehung von Namen und die Veränderung von Schreibweisen in historischen Zeiträumen. Dabei kam zutage, dass sich, ausgehend von heutiger Schreibweise und Annahmen, oftmals Fehldeutungen ergeben, wie zum Beispiel bei den Namen Kaiser und König. "So viele Kaiser und Könige wie es heute gibt, können die Kaiser und Könige früherer Zeiten gar nicht als Nachkommen gehabt haben", sagte Udolph, "diese heutigen Namen beruhen auf der Vermutung, dass jene, die sie zugeordnet bekamen, wie Kaiser oder Könige auftraten, also eher überhebliche Menschen waren."
Jürgen Udolph studierte in Göttingen Slawistik und wusste dann nicht so richtig, was er machen sollte. Schließlich ergab sich eine Arbeitsmöglichkeit beim sprachwissenschaftlichen Seminar, wodurch er 1970 die Möglichkeit erhielt, bei Prof. Schmidt sein Examen abzulegen. Die Empfehlung, sich mit slawischen Fluss- namen zu beschäftigen, nahm Udolph an. "Flussnamen sind die ältesten Namen, die wir überhaupt haben", erklärte er, "sie lassen sich wie bei Oder und Neiße drei- bis viertausend Jahre zurück verfolgen, haben einen indogermanischen Ursprung und waren bereits vor den Slawen und Germanen da." Nach einigen Tagen war er so fasziniert, dass er sich "wie ein Idiot" in das Sammeln der Namen steigerte, darüber eine Magisterarbeit und eine Dissertation schrieb, was ihm eine Lebenszeitstelle bei der Mainzer Akademie einbrachte.
Später befasste er sich mit niedersächsischen Ortsnamen, brachte dazu ein inzwischen 8bändiges Werk heraus. Vor 20 Jahren hatten zwei Radiomoderatoren die Idee, eine Sendung über Familiennamen zu machen. "Heute weiß ich, dass das die Namen sind, die die Menschen am meisten interessieren", stellte Jürgen Udolph, der gegenwärtig für vier Radiostationen arbeitet, fest. Diese Arbeit sei immer wieder überraschend und spannend, und es kommen oftmals unerwartete Ergebnisse zustande. Wie beispielsweise bei "Nonnen- macher" der auf dem Beruf des Tierkastrierers beruht.
Wer die Bedeutung seines Namens selbst recherchieren will, kann heute auf das Internet zugreifen, zum Beispiel auf die Plattform familysearch.org. Bei der Vielzahl von Informationsmöglichkeiten, sei jedoch Vorsicht geboten, denn es gebe auch "viel Mist".

1.3.18

Aktiv und Gesund im Alter
Eisenhüttenstädter Seniorentriathlon 2018 startet!
Eisenhüttenstadt. Bereits zum 7. Mal sind Seniorinnen und Senioren der Stadt Eisenhüttenstadt aufgerufen, sich im Rahmen des „Eisenhüttenstädter Seniorentriathlons“ mit kleinen Wettkämpfen und Bewegungsange- boten über das Jahr verteilt fit und gesund zu halten.