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Besonders in südlichen Ländern gibt es eine Reihe gesund- heitlicher Gefahren, die zumeist aus Unkenntnis außer acht gelassen werden. Richtiger Impfschutz und einige wenige wichtige Verhaltens- regeln sind die Gewähr für einen gesund- en Urlaub und eine gesunde Wiederkehr.
                  
Vorbeugen ist besser als heilen
Jährlich werden nach Fernreisen rund 1000 Malariaerkrank- ungen diagnostiziert, von denen bis zu 35 einen tödlichen Ver- lauf haben. Jeder zweite fühlt sich gesundheitlich beeinträch- tigt, jeder vierte hat teilweise erhebliche gesundheitliche Stö- rungen und jeder zwölfte wird krank geschrieben. Um sich vor Infektionskrankheiten zu schützen, ist ein ausreichender Impf- schutz erforderlich. Sprechen Sie deshalb rechtzeitig mit Ih- rem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt. Dort erfahren Sie, in welcher Region Sie welche Impfung brauchen.
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NONI-die Wunderfrucht aus französisch Polynesien

 

 

Gesundheitsnachrichten

Stammzellen gegen die Evolution im Menschen
Körperzellen entwickeln sich aus Stammzellen - so wird die Entstehung gefährlicher Mutationen verhindert
Menschliche Zellen vermehren sich nicht durch einfache Zweiteilung, sondern entstehen aus einer kleinen Anzahl von Stammzellen. Die Stammzellen entwickeln sich in mehreren Schritten zu einer bestimmten, spezialisierten Körperzelle. Dieser Mechanismus verhindert, dass im Körper eine stetige Evolution stattfindet – er sorgt jedoch auch dafür, dass sich keine gefährlichen Mutationen im menschlichen Erbgut anhäufen, die letztlich zu Krebs führen können. Das sagen Wissenschaftler um John Pepper von der Universität von Arizona, die die Vorgänge im menschlichen Körper mit Hilfe eines Computermodells simuliert hatten.

Wenn sich Bakterien teilen, sammeln sich Mutationen in ihrem Erbgut an. Hilft eine Mutation, dem Bakterium in einer bestimmten Umgebung zu überleben, dann vermehren sich besonders die Bakterien, die diese Mutation tragen. Andere Bakterien vermehren sich langsamer und verschwinden schließlich aus der Population. Würden auch neue Zellen im menschlichen Körper durch einfache Zweiteilung entstehen, häuften sich auch hier immer mehr Mutationen an, erklären die Forscher. Das würde aber dazu führen, dass vor allem die Zellen überleben, die sich schnell teilen, auch wenn sie ihre eigentliche Aufgabe in ihrem Organ gar nicht mehr erfüllen.
Um das zu verhindern, hat sich im menschlichen Körper ein anderes System entwickelt: Aus einer kleinen Anzahl von Stammzellen entstehen über mehrere Vorläuferzellen die reifen Körperzellen. Zwar teilen sich die Stammzellen, allerdings nicht häufig genug, um wirklich gefährlich zu werden, erklären die Forscher. Die unterschiedlichen Vorläuferzellen dagegen vermehren sich nicht einfach durch bloße Verdoppelung, sondern entwickeln sich mit jeder Teilung ein wenig weiter. Dadurch können die Zellen nicht direkt miteinander konkurrieren, so die Wissenschaftler.
Wenn sich die Vorläuferzellen dagegen nicht mehr weiterentwickeln, sondern nur noch teilen, treten sie in Konkurrenz zueinander. Dann überleben vor allem die Zellen, die sich besonders schnell vermehren. Das könnte der erste Schritt zur Krebsentstehung sein, erklären die Forscher. Gelänge es, herauszufinden, ob irgendwo im Körper Zellen aufgehört haben, sich weiterzuentwickeln, könne man die beginnende Krebsentstehung erkennen, lange bevor sich ein sichtbarer Tumor gebildet habe.

Nature, Onlinedienst, DOI: 10.1038/news070917-11

ddp/wissenschaft.de – Anja Basters

Hormone fürs Gehirn
Eierstockentfernung kann Demenz oder Parkinson zur Folge haben
Frauen haben ein höheres Risiko, an Demenz oder Parkinson zu erkranken, wenn ihnen vor den Wechsel- jahren die Eierstöcke entfernt werden. Das schließen amerikanische Forscher aus einer Studie, für die sie knapp 3.000 Frauen untersucht haben. Wahrscheinlich schützt das von den Eierstöcken produzierte Sexual- hormon Östrogen das Gehirn. Frauen, die nach einer solchen Operation bis zum 50. Lebensjahr Östrogene einnahmen, zeigten dementsprechend kein erhöhtes Krankheitsrisiko. Wie Östrogene Demenz oder Parkin- son verhindern, können sich die Wissenschaftler allerdings noch nicht genau erklären.
Für ihre Studie untersuchten die Forscher Frauen, denen zwischen 1950 und 1987 die Eierstöcke entfernt worden waren. Dabei überprüften sie sowohl die Gedächtnisleistungen der Frauen als auch deren motorischen Fähigkeiten, um eine mögliche Demenz- oder Parkinson-Erkrankung festzustellen. Die Ergebnisse verglichen die Wissenschaftler mit Daten einer Gruppe von Frauen gleichen Alters, die sich keiner Operation unterziehen musste. Dabei zeigte sich sowohl ein erhöhtes Risiko für eine Demenz als auch für Parkinson bei den operierten Frauen. Je jünger die Frauen bei der Entfernung der Eierstöcke waren, desto wahrscheinlicher erkrankten sie in späteren Jahren.
Ein erhöhtes Krankheitsrisiko beobachteten die Forscher nicht nur bei den Probandinnen, denen beide Eierstöcke entfernt worden waren. Auch solche Frauen, denen nur ein Eierstock fehlte, erkrankten häufiger an Demenz oder Parkinson. Eigentlich könnte bei diesen Frauen der verbliebene Eierstock noch Östrogene produzieren. Da aber meist die Gebärmutter mit entfernt wird, kann dieser nicht mehr richtig durchblutet werden und deshalb nicht mehr ausreichend Hormone herstellen, so die Forscher.
Bereits frühere Studien zeigten, dass eine Östrogengabe nach den Wechseljahren einen schädlichen Einfluss auf das Gehirn haben kann. Deshalb vermuten die Forscher, dass Östrogene nicht immer, sondern nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem natürlicherweise die Wechseljahre einsetzen, das Gehirn schützen. Frauen, denen die Eierstöcke entfernt wurden, sollten deswegen bis zu einem Alter von etwa fünfzig Jahren regelmäßig Östrogene einnehmen, empfehlen die Wissenschaftler.
Walter Rocca (Mayo-Klinik, Rochester) et al.: Neurology, DOI: 10.1212/01.wnl.0000280573.30975.6a und 10.1212/01.wnl.0000276984.19542.e6

Schlankheitsmittel aus dem Internet
Zuverlässiger kann man sich nicht schaden
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(aid) - Bloß nicht im Internet Schlankheitsmittel bestellen! Das ist das unmissverständliche Ergebnis einer aktuellen Analyse der Stiftung Warentest. Von 16 netz-vertriebenen Mitteln wurden 13 als hohe bis sehr hohe Gefahr für die Gesundheit bewertet. Die übrigen drei sind nicht abschätzbar - also auch nicht zu empfehlen.
Einen regelrechten Schwarzmarkt im Internet diagnostizierten die Tester. Unklar seien zwar die genauen Zahlen der Kunden, doch eine Online-Umfrage ergab, dass von 3 000 Personen immerhin 14 Prozent schon derartige Produkte konsumiert hatten. Teilweise gaben die Befragten an, Nebenwirkungen wie z.B. Ess- oder Herz-Kreislauf-Störungen bewusst in Kauf zu nehmen.
Als Neuheiten haben sich in der fragwürdigen Branche die Wirkstoffe Hoodia und Guggulsteron etabliert. Hoodia ist ein Pulver aus einer südafrikanischen Kaktuspflanze, welches den Hunger bremsen soll. Interessant an den entsprechenden Kapseln ist: Der angepriesene Stoff konnte darin nicht einmal nachgewiesen werden. Vielleicht auch besser so - denn seine Unbedenklichkeit ist nicht ausreichend belegt. Ähnlich unkalkulierbar sind Guggulsterone. Die Substanz wird aus dem Harz des Guggulbaumes gewonnen und in der indischen Medizin als Schilddrüsen-Stimulanz verwendet. Über die Nebenwirkungen ist bislang wenig bekannt.
Noch immer neu am Markt ist auch die hungerzügelnd wirkende Pille Acomplia mit dem Wirkstoff Rimonabant. Sie wird seit Herbst 2006 vertrieben - eigentlich als verschreibungspflichtiges Mittel, das neben einem Gewichtsverlust auch Angstzustände und Depressionen auslösen kann, daher nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden darf. Im Internet ignorieren ausländische Anbieter (etwa aus den Niederlanden oder aus Großbritannien) auf deutschsprachigen Websites diese Regelung und bieten Acomplia zur rezeptfreien Bestellung an.
Als Klassiker der schwarzen Liste behaupten sich Sibutramin und Ephedrin. Besonders chinesische Produkte auf angeblich rein pflanzlicher Basis enthalten zum Teil hohe Dosen des synthetischen Stoffes Sibutramin, welcher Herzrasen und Bluthochdruck auslösen kann. Mitunter liegt der Sibutramingehalt sogar deutlich über der Menge, die im verschreibungspflichtigen, legalen Mittel Reductil enthalten ist. Das Sucht erregende, daher verschreibungspflichtige Ephedrin wirkt in hoher Dosis tödlich. Angeboten wird es im Netz als Kombinationspräparat mit Koffein - wobei die empfohlene Tagesmenge an Koffein dann schnell bei fast 700 mg liegt. Das entspricht in etwa zehn Tassen Kaffee.
aid, Johanna Thelemann

Keimfrei in der Mikrowelle
Studie: Die Öfen können Spülschwämme und Putzlappen sterilisieren
Mikrowellenherde können die Hygiene im Haushalt verbessern: Schon zwei Minuten in einem solchen Ofen töten 99 Prozent aller Keime in Spülschwämmen, Küchenhandtüchern und Putzlappen ab, haben amerikanische Forscher gezeigt. Diese Textilien gehören zu den am stärksten mit Bakterien und zum Teil auch Viren belasteten Utensilien im Haushalt und können unter anderem Salmonellen oder andere Erreger von Lebensmittelvergiftungen enthalten. Eine Behandlung in der Mikrowelle kann daher das Risiko, sich mit solchen Keimen zu infizieren, deutlich senken, berichten Gabriel Bitton und seine Kollegen.
Um die Effektivität eines Mikrowellenofens beim Sterilisieren zu testen, tränkten die Wissenschaftler Spül- und Scheuerschwämme in Wasser, das eine ganze Reihe verschiedener Mikroben enthielt. Dazu gehörten fast alle klassischen Erreger von Lebensmittelvergiftungen, wie Fäkalbakterien wie E. coli, Viren, einzellige Parasiten und Sporen des Bakteriums Bacillus cereus. Dieser Mikroorganismus kann beispielsweise in Reis oder in Milchprodukten vorkommen, wobei seine Sporen extrem widerstandsfähig gegen Sterilisationsmaßnahmen sind. Die unappetitlichen Textilien wurden in einer handelsüblichen Mikrowelle erhitzt und dann ausgewrungen. Abschließend bestimmten die Forscher, wieviele Keime das herausgelaufene Wasser noch enthielt und verglichen die Werte mit denen unbehandelter Kontrollschwämme.
Schon zwei Minuten Behandlung auf höchster Leistungsstufe reichten aus, um 99 Prozent aller Keime abzutöten oder zu inaktivieren. Lediglich die Bakteriensporen mussten vier Minuten lang erhitzt werden, zeigte die Auswertung. Tödlich für die Mikroben ist dabei nach Angaben von Studienleiter Bitton nicht die Strahlung in der Mikrowelle, sondern die Hitze. Er empfiehlt, nach dem Abwischen von potenziell kontaminierten Oberflächen, etwa nach dem Schneiden von rohem Fleisch, Schwämme oder Tücher in nassem Zustand in die Mikrowelle zu geben – schließlich funktioniere das Gerät, indem es Wassermoleküle zum Schwingen anregt. Vorsicht ist allerdings bei metallhaltigen Schwämmen oder Scheuerpads geboten: Daran können elektrische Entladungen entstehen, die den Mikrowellenofen beschädigen.
Gabriel Bitton (University of Florida, Gainesville) et al.: Journal of Environmental Health, Bd. 69, S. 17
ddp/wissenschaft.de – Ilka Lehnen-Beyel

Weniger Brustkrebs nach Rückgang der Hormonersatztherapien
Forscher finden starkes Absinken der neuen Fälle seit der Veröffentlichung der Therapierisiken

Die Zahl der Brustkrebsfälle bei älteren Frauen ist in den USA im Jahr 2003 innerhalb weniger Monate ungewöhnlich stark gefallen – ein Effekt, der wahrscheinlich auf einen drastischen Rückgang von Hormonersatztherapien in den Wechseljahren zurückzuführen ist. Viele Frauen über 50 hatten diese Behandlungen abgebrochen, nachdem im Sommer 2002 eine große Studie wegen eines erhöhten Brustkrebs- und Herzinfarktrisikos durch die Hormongaben abgebrochen worden war. In genau dieser Altergruppe betrug der Rückgang der Brustkrebsfälle zwischen den Jahren 2002 und 2003 bis zu zwölf Prozent, berichteten Peter Ravdin von der Universität von Texas in Houston und seine Kollegen auf einem Brustkrebssymposium in San Antonio.

In ihrer Studie werteten Ravdin und sein Team Daten zu Brustkrebserkrankungen in den USA von 1990 bis Ende 2003 aus. Zwischen 1990 und 1998 gab es einen regelmäßigen Anstieg der Fälle von 1,7 Prozent pro Jahr, und ab 1998 begann die Zahl der Erkrankungen um etwa ein Prozent jedes Jahr abzunehmen. Anfang 2003 gab es dann jedoch einen ungewöhnlich scharfen Knick in der Kurve: Innerhalb weniger Monate fiel die Menge der Brustkrebsfälle im Durchschnitt um sieben Prozent ab. Eine genauere Analyse zeigte, dass das besonders auf die Abnahme der Erkrankungen bei Frauen zwischen 50 und 69 Jahren zurückzuführen war und hauptsächlich die Brustkrebsarten betraf, deren Wachstum durch Hormone wie Östrogene
und Gestagene beschleunigt wird. In dieser Gruppe betrug die Abnahme sogar 12 Prozent, so die Forscher.

Da die Studie eine rein statistische Analyse war, könne keine sichere Aussage über die Ursache dieser ungewöhnlichen Entwicklung daraus abgeleitet werden, erklärte Ravdin. Trotzdem halten die Wissenschaftler es für so gut wie sicher, dass der Effekt auf die Veränderung bei den Hormonersatztherapien zurückgeht: Während im Jahr 2000 Ravdins Angaben nach noch dreißig Prozent der Frauen über 50 Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden einnahmen, stoppte etwa die Hälfte von ihnen die Behandlung nach der Veröffentlichung der Risiken im Sommer 2002. Da die hormonsensitiven Tumorarten bei Hormonentzug aufhören zu wachsen, sei es demnach durchaus möglich, dass sich diese Umstellung in einem deutlichen Abfall der diagnostizieren Fälle zeige, so der Wissenschaftler.

An der "Women's Health Initiative (WHI)"-Studie hatten mehr als 16.000 Frauen mit einem Durchschnittsalter von 63 Jahren teilgenommen. Nach fünf Jahren wurde die Studie vorzeitig beendet, da sowohl das Brustkrebs- als auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko in der Hormongruppe erheblich erhöht war. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfiehlt daher allen Frauen, Nutzen und Risiken einer Hormonersatztherapie in den Wechseljahren sorgfältig abzuwägen und nur in dringenden Fällen Hormone einzunehmen.

Peter Ravdin (Universität von Texas, Houston) et al.: Beitrag auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium

wissenschaft.de - Weniger Brustkrebs nach Rückgang der Hormonersatztherapien

Wer weniger raucht, stirbt trotzdem früher
Studie: Reduktion des Zigarettenkonsums verbessert die Lebenserwartung nicht messbar
Nur weniger zu rauchen statt ganz aufzuhören hat keinen nennenswerten Effekt auf die Lebenserwartung. Das haben norwegische Forscher in einer Langzeitstudie mit über 51.000 Teilnehmern gezeigt. Sie teilten die Män- ner und Frauen in verschiedene Raucherklassen ein, wobei die Klasse der "Reduzierer" nach der ersten Un- tersuchung ihren Konsum von über 15 Zigaretten um mehr als die Hälfte verringern musste. Diese Einschrän- kung des Zigarettenkonsums senkt die Sterblichkeit nicht, zeigen die Ergebnisse von Aage Tverdal und sei- nem Kollegen Kjell Bartveit.
Zwischen 1974 und 1978 wurden die Freiwilligen mindestens zweimal untersucht und in eine von sechs Rau- cherkategorien eingeteilt. Um den angegebenen Tabakkonsum tendenziell beobachten zu können, untersuch- ten die Forscher das Blut der Probanden auf Thiocyanat, ein Stoffwechselprodukt, mit dem Tabakkonsum nachgewiesen werden kann und das lange im Blut verweilt. Die Forscher nahmen dann bis zum Jahr 2003 alle Todesfälle unter den Probanden und deren Ursache auf.
Die Rate der mit Tabakkonsum verbundenen Krebserkrankungen unter Männern, die weniger rauchten, war nicht messbar niedriger als die von konstant starken Rauchern, ergab die Auswertung. Bei der Sterblichkeit insgesamt hatten die Männer mit nur geringem Konsum in den ersten 15 Jahren zwar noch ein geringeres Risiko, danach gab es jedoch keinen Unterschied mehr zwischen starken und gemäßigten Rauchern. Auch bei den Frauen, die ihren Zigarettenkonsum mäßigten, konnten die Forscher keine Senkung der Sterblichkeit beobachten.
Die Ergebnisse könnten die Vermutung nahelegen, dass die Probanden ungenaue Angaben zu ihrem Zigaret- tenkonsum gemacht, stärker inhaliert oder die Zigaretten weiter als normal geraucht hatten. Die Blutunter- suchungen jedoch ergaben, dass das Blut der Probanden, die nach eigenen Angaben ihren Konsum einge- schränkt hatten, tatsächlich weniger Thiocyanat aufwies als das der starken Raucher.
Die Langzeitstudie kann also keine Verringerung der Sterblichkeit durch reduzierten Tabakkonsum nachwei- sen, schließen Tverdal und Bjartveit. Das bedeute, dass Raucher möglicherweise in die Irre geführt werden, wenn ihnen geraten wird, den Tabakkonsum zugunsten der Gesundheit einzuschränken. Wer hingegen ganz mit dem Rauchen aufhört, hat eine um fünfzig Prozent niedrigere Sterblichkeit als ein starker Raucher, ergab die Auswertung.

Aage Tverdal (Norwegian Institute for Public Health, Oslo), Kjell Bartveit (Norwegian Health Screening Service, Oslo): Tobacco 
Control, Bd. 15, S. 472

ddp/wissenschaft.de – Sabine Keuter

Prionen im OP - Forscher: Creutzfeldt-Jakob kann durch Operationen übertragen werden
Infiziertes Operationsbesteck birgt für OP-Patienten ein gewisses Risiko, sich mit der neuen Form der Creutz- feldt-Jakob-Krankheit (vCJD) anzustecken. Darauf weisen britische Wissenschaftler hin. Die Prionen genann- ten winzigen Eiweißpartikel, die die Krankheit übertragen, haften gut am Edelstahl chirurgischer Instrumente und lassen sich nur mit großem Aufwand unschädlich machen. Wie groß das Risiko einer Ansteckung im OP in Großbritannien tatsächlich war und ist, wo bisher 161 Menschen an vCJD starben, können die Forscher bisher allerdings noch nicht exakt sagen. In Deutschland ist bisher noch kein Fall der Krankheit bekannt.
Seit Ende der 1990er Jahre die ersten Fälle der neuen Form der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auftraten, sind Forscherteams in vielen Ländern auf der Suche nach den Ursachen und Übertragungswegen der Nervenkrank- heit, die nach dem Auftreten der ersten Symptome meist innerhalb weniger Monate zum Tod führt. Als nahezu sicher gilt inzwischen, dass die Krankheit über mit dem BSE-Erreger infiziertes Rindfleisch auf den Menschen übertragen wurde. Schon länger vermuten Wissenschaftler außerdem, dass eine Übertragung von Mensch zu Mensch nicht nur über Bluttransfusionen möglich ist, sondern auch über chirurgische Instrumente.
Eine solche Ansteckung im OP könnte es in Großbritannien bereits gegeben haben, ergaben die Hochrech- nungen der Wissenschaftler. Die Forscher legten ihren Daten die geschätzte Zahl der infizierten Menschen zugrunde, die sich noch vor dem Ausbruch der Krankheit einer Operation unterzogen hatten. Auch floss in die Berechnungen das Übertragungsrisiko für Prionen während einer Operation genauso ein wie die Anzahl der Operationen, die im Allgemeinen mit dem gleichen Besteck vorgenommen werden. Prinzipiell sei es durchaus denkbar, dass die Krankheit sich auf diese Weise in Großbritannien durch Neuinfektionen halten kann, so die Forscher. Auf der Grundlagen dieser Daten sollten nun weitere Studien folgen und dabei besonders untersucht werden, wie oft medizinische Instrumente verwendet werden und wie sie sich zuverlässig dekontaminieren lassen.
Da Prionen unempfindlich gegen Alkohol und andere Desinfektionsmittel sind, versagen hier herkömmliche Mittel, mit denen medizinische Instrumente sonst gereinigt werden. Eine effektive Sterilisation beispielsweise durch große Hitze ist hingegen bei manchen empfindlichen Instrumenten wie etwa Endoskopen nur schwer möglich.

Tini Garske (School of Hygiene and Tropical Medicine, London) et al.: Journal of the Royal Society Interface, Online-Vorabveröffentlichung, DOI:10.1098/rsif.2006.0142
ddp/wissenschaft.de – Ulrich Dewald
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Honig - Nicht nur ein Lebensmittel
(aid) - Er ist streichfähig, zähfließend oder dünnflüssig und es gibt ihn in unzähligen Geschmacksrichtungen: Raps, Lindenblüte, Akazie, Edelkastanie und viele mehr. Die Rede ist von Honig. Doch Honig ist nicht nur ein Lebensmittel, sondern jüngsten Forschungsberichten zufolge auch ein Heilmittel. Forscher der Universitäts- kinderklinik in Bonn berichten über positive Erfahrungen mit einem Wundbehandlungsmittel auf der Basis von Honig. Selbst chronische Wunden, die mit multiresistenten Bakterien infiziert waren, heilten oft binnen weniger Wochen.
Da Mediziner in Kliniken immer öfter mit Keimen konfrontiert werden, die gegen gängige Antibiotika resistent sind, nutzen inzwischen zwei Dutzend Kliniken in Deutschland die speziellen Wundbehandlungsmittel mit Honig. Es handelt sich hierbei um spezielle Medizinprodukte, die mit sterilisiertem australischem Honig her- gestellt werden.
Haushaltsüblicher Honig sollte nicht für die Wundbehandlung eingesetzt werden, denn er kann Sporen von Krankheitserregern (u. a. von Clostridien) enthalten. Die heilende Wirkung des Honigs basiert auf einem En- zym, das die Bienen ihm während der Erzeugung zusetzen. Dieses Enzym sorgt dafür, dass im Honig perma- nent geringe Mengen Wasserstoffperoxid entsteht, das antimikrobiell wirkt. Dies erklärt auch die vielbe- schworene Wirkung des Honigs als Hausmittel bei Halsentzündungen und Erkältungen. Das Enzym ist jedoch hitze- und lichtempfindlich. Deshalb sollte Honig nicht über 40 Grad Celsius erwärmt und dunkel gelagert werden.
aid, Dr. Maike Groeneveld, Weitere Informationen: www.uni-bonn.de

Was das Blut fett macht
Gene beeinflussen den Cholesterinspiegel stärker als Lebenswandel
Wie stark fettes Essen den Cholesterinspiegel in die Höhe treibt, hängt stärker von der genetischen Veranlagung ab als von der persönlichen Lebensweise. Diesen bereits seit längerer Zeit vermuteten Zusammenhang hat jetzt eine Studie amerikanischer Forscher mit 28 eineiigen Zwillingspaaren bestätigt. Bekamen beide Brüder, von denen jeweils einer sehr sportlich und der andere eher ein Couchpotato war, die gleiche fetthaltige Diät, veränderte sich ihr Cholesterinspiegel trotz des extrem unterschiedlichen Lebensstils gleich stark.
Sechs Wochen lang verordneten die Forscher ihren Probanden eine fettarme und weitere sechs Wochen eine sehr fetthaltige Diät. Anschließend bestimmten sie die Menge des so genannten LDL-Cholesterins im Blut der Zwillinge. Diese Variante des Cholesterins wird auch "schlechtes" Cholesterin genannt und gilt als einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose.
Die Probanden reagierten sehr unterschiedlich auf die Ernährungsumstellung, zeigte die Auswertung: Bei einigen wurde der Bluttfettspiegel praktisch überhaupt nicht durch die fettreiche Ernährung beeinflusst, während er bei anderen stark anstieg. Verglichen die Forscher jedoch die Werte der Zwillingspaare untereinander, gab es so gut wie keine Abweichungen: Entweder stieg der Cholesterinspiegel bei beiden Brüdern oder er blieb bei beiden unverändert.
Da die Zwillinge die gleichen Gene, jedoch völlig unterschiedliche Lebensstile hatten, zeige die starke Übereinstimmung deutlich, dass die Gene und nicht die persönliche Lebensweise bei der Regulierung des Cholesterinspiegels die Hauptrolle spielen, schreiben die Forscher. Welche Gene genau an der Steuerung beteiligt sind, können sie jedoch bislang noch nicht sagen.
Cholesterin, auch Cholesterol genannt, gehört zu den Fetten und ist unter anderem ein wichtiger Baustein für verschiedene Hormone sowie ein Hauptbestandteil der Zellmembranen des Körpers. Etwa ein Drittel des benötigten Cholesterins wird vom Körper selber hergestellt, der Rest wird aus der Nahrung gewonnen. Ist jedoch zuviel Cholesterin im Blut, kann es sich auf Dauer an den Wänden der Blutgefäße ablagern und sie so verengen.
Paul Williams (Lawrence Berkeley National Laboratory) et al.: American Journal of Clinical Nutrition, Bd. 82, Nr. 2

Atemberaubendes Erbe
Rauchende Großmütter können ihren Enkeln schaden, selbst wenn die direkten Nachkommen nicht betroffen sind
Ob Kinder an Asthma erkranken, hängt auch vom Rauchverhalten ihrer Großmütter ab. Das hat eine Unter- suchung amerikanischer Mediziner unter Leitung von Frank Gilliland in ergeben. Die schädliche Wirkung von Tabak kann über Generationen weitergegeben werden, auch wenn bei den direkten Nachkommen keine Schäden erkennbar sind.
Die Wissenschaftler untersuchten 908 Kinder, von denen 338 bis zum fünften Lebensjahr Asthma entwickel- ten. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft rauchten, haben eine 1,5fach größere Wahrschein- lichkeit, an Asthma zu erkranken. Wenn nur die Großmutter, nicht aber die Mutter, während der Schwanger- schaft geraucht hat, ist das Risiko gar um den Faktor 1,8 erhöht. Haben sowohl Großmutter als auch Mutter während ihrer Schwangerschaften geraucht, hat das Kind sogar eine 2,6fach erhöhtes Asthma-Risiko.
Eine mögliche Erklärung für diese Ergebnisse sieht Gilliland darin, dass der Tabak die DNA des Ungebore- nen beeinträchtigt. Die geschädigte DNA schwächt dann das Immunsystem des Kindes. Zudem fördert Ta- bak die Empfänglichkeit der Mutter für Asthma, die sie an ihr Kind weitervererbt. Wissenschaftler vermuten, dass die Wirkstoffe des Tabaks ein Kind auf zwei Arten beeinflussen und zu einer erhöhten Anfälligkeit für Asthma führen. Zum einen werden die Mitochondrien, die Energie-Fabriken der Zellen, geschädigt. Da die Mitochondrien-DNA immer über die mütterliche Linie vererbt wird, werden auch etwaige Schäden über die Mutter an die Kinder weitergegeben. Zum anderen richtet der Tabak bei Mädchen Schäden an den Eizellen an, was für ihre künftigen Kinder ein Risiko ist.

Frank Gilliland (Universität von Südkalifornien, Los Angeles) et al: Chest, Ausg. vom 11. April.
ddp/wissenschaft.de – Katharina Schöbi 

Aloe Vera-Produkte - Wundermittel oder Abzockerei?
(aid) - Aloe Vera-Produkte liegen im Trend. Von der Körperlotion bis zum Haarschampoo, unzählige Kosme- tikprodukte enthalten Aloe Vera-Gel. Seit einiger Zeit wird in Drogeriemärkten und vor allem im Internet Aloe Vera-Saft zur innerlichen Anwendung verkauft. Dem Saft aus der Kaktus ähnlich aussehenden Pflanze wird eine ungewöhnliche Vielfalt an Heilwirkungen zugesprochen. Angeblich hilft das mit 30 bis 50 Euro je Liter sehr teure Getränk unter anderem bei Verstopfung, Husten, Kopfschmerzen, Allergien, rheumatischem Fie- ber, Herzerkrankungen, HIV-Infektion und Krebs.
Weltweit gibt es circa 300 verschiedene Aloepflanzenarten. Zur Gewinnung des durchsichtigen und etwas schleimigen Gels und des Saftes aus dem Inneren des Blattes dient vor allem Aloe barbadensis Miller. Diese Aloeart wird in den subtropischen Regionen der USA sogar in Plantagen angebaut. Getränke aus Aloe Vera werden als Nahrungsergänzungsmittel beworben. Hierbei wird der Gehalt an Mucopolysacchariden (z. B. Acemannan), Vitaminen, Spurenelementen und Aminosäuren hervorgehoben. Nachweislich medizinische Wunder vollbringt Aloe Vera-Saft jedoch nicht. Es gibt keine wissenschaftlich fundierten Untersuchungen, die seine gesundheitlichen Wirkungen tatsächlich beweisen.
Die einzige wissenschaftlich sicher nachgewiesene Wirkung von Aloe Vera-Inhaltsstoffen beim Menschen ist der stark abführende Effekt der in Blattgrün und Rinde enthaltenen Anthraderivate wie Aloine. Aus diesem Grund ist Aloe Vera hierzulande als Arzneidroge zugelassen. Einige Abführmittel enthalten Aloeextrakte. Angebotene Aloe Vera-Säfte oder Gele enthalten laut Herstellerangaben keine abführenden Aloine. Die In- haltsstoffe der Säfte sind jedoch nicht standarisiert, jedes Produkt kann anders zusammengesetzt sein. In Deutschland ist Aloe Vera weder als Lebensmittel noch als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. Die auch hierzulande angebotenen Produkte stammen aus Ländern mit weniger strenger Gesetzgebung, die Aloe Vera als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft haben. Gemäß dem Prinzip des freien Warenverkehrs innerhalb der EU dürfen Produkte, die in einzelnen europäischen Ländern erlaubt sind, auch in allen anderen EU-Ländern verkauft werden.
Nach Ansicht des aid infodienstes sind Nahrungsergänzungsmittel für gesunde Personen, die sich normal ernähren, nicht notwendig. Bei ausgewogener Ernährung bekommt der Körper alle Nährstoffe, die er braucht. Eine einseitige, unausgewogene Ernährungsweise kann durch Nahrungsergänzungsmittel nicht ausgeglichen werden, denn in Lebensmitteln ist eine große Vielfalt an lebensnotwendigen und gesundheitsfördernden In- haltsstoffen enthalten, die durch Nahrungsergänzungsmittel niemals abgedeckt werden kann. Bei Pflanzen- extrakten wie Aloe Vera-Saft besteht zusätzlich die Gefahr, dass bei einer Überdosierung die darin enthal- tenen sekundären Pflanzenstoffe auch nachteilige Wirkungen entfalten können.
aid, Ute Gomm

Zimtsterne statt Insulinspritze?
Forscher entdeckten im Zimt einen Wirkstoff, der den Blutzuckerspiegel senkt
Geringe Mengen Zimt im Essen senken deutlich den Blutzuckerspiegel. Bereits eine Zimtstange im Tee kann die Insulinwerte von Diabetikern verbessern. Das berichtet Richard Anderson vom Forschungszentrum für Landwirtschaft und Ernährung in Beltsville (USA) in der Fachzeitschrift Diabetes Care (Bd. 26, S. 3215).
Anderson und sein Team hatten zufällig die Wirkung des in Zimt vorhandenen Wirkstoffs MHCP (Methylhy- droxy-Chalcone-Polymer) auf den Blutzuckerspiegel entdeckt, als sie gewöhnliche Lebensmittel untersuch- ten. In Laborexperimenten wirkte MHCP ähnlich wie Insulin und verstärkte somit die Aufnahme von Glukose in die Zellen. Nach dieser Entdeckung analysierten die Wissenschaftler den Effekt des Zimts bei sechzig Testpersonen mit Diabetes vom Typ 2 in Pakistan. Menschen mit dieser Form von Diabetes können zwar Insulin produzieren, der Körper reagiert jedoch nicht mehr empfindlich darauf.
Nach vierzig Tagen hatten die Diabetiker, die täglich ein paar Gramm Zimt einnahmen, bis zu zwanzig Pro- zent geringere Blutzuckerwerte als die Kontrollgruppe. Bei einigen verschwanden sogar die Symptome der Krankheit. Diese kehrten jedoch zurück, als die Zimttherapie eingestellt wurde. MHCP senkte nicht nur den Blutzuckerspiegel, sondern auch den Fettanteil und die Cholesterinmenge im Blut.
Die Forscher empfehlen Diabetikern daher, täglich bis zu sechs Gramm gemahlenen Zimt gesunden Nah- rungsmitteln beizufügen. In künftigen Studien wollen sie die langfristige Wirkung von Zimt auf den Blutzucker- spiegel bestimmen.

ddp/bdw – Sandra Saladin

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Neue Rubrik für Diabetiker auf www.was-wir-essen.de
"Haben Sie Zucker?"
(aid) - "Haben Sie Zucker?", diese Frage beantworten in Deutschland mittlerweile rund fünf Millionen Men- schen mit "Ja" und meinen damit nicht die süßen Kristalle aus der Tüte, sondern die Stoffwechselkrankheit "Diabetes mellitus". Aber welche Krankheit ist das? Was verbirgt sich hinter dieser Diagnose? Welche An- zeichen sprechen für eine Erkrankung? Die Symptome von Diabetes mellitus sind teilweise so unspezifisch, dass 40 bis 50 Prozent der Erkrankungen nicht erkannt werden, die Zahl der Diabetiker in Deutschland also wahrscheinlich noch viel höher ist. Zu den typischen Symptomen von Diabetes mellitus zählen starker Durst, vermehrtes Wasserlassen, unerklärliche Gewichtsabnahme, Abgeschlagenheit und Leistungseinbuße, schlecht heilende Wunden, Sehstörungen und andere. Aber nicht nur die Symptome, auch die Ursachen für die Erkrankung sind verschieden. Es gibt unterschiedliche Diabetes-Typen. Was verbirgt sich hinter den Be- zeichnungen Typ-1 oder Typ-2? Was ist Schwangerschaftsdiabetes? Was ist Insulin und wie setze ich es ein? Diese Fragen werden in der neuen Rubrik "Empfehlungen für Diabetiker" auf der Internetseite www.was-wir-essen.de beantwortet.

Praktisch und kostenlos
Muttermilch ist maßgeschneidert für Babys
(aid) - Kaum auf der Welt sucht das Baby instinktiv nach der Brust und das ist gut so, denn Muttermilch ist maßgeschneidert für Neugeborene und das ein halbes Jahr lang. Sie passt sich exakt den Bedürfnissen des wachsenden Kindes an. Muttermilch stillt optimal jeden Hunger und löscht allzeit ausreichend den Durst. Vorausgesetzt, das Baby wird nach Bedarf angelegt, das heißt so oft und so lange es Hunger hat. Was nur die Muttermilch kann: das Baby vor Infektionskrankheiten und Allergien schützen, bis es selbst genug Ab- wehrkräfte hat. So bekommen gestillte Kinder seltener Durchfall, Atemwegsinfekte, Hirnhaut-, Harnwegs- und Darmentzündungen.
Das kräftige Saugen an Mutters Brust fördert die Entwicklung des kindlichen Kiefers und beugt einer Fehl- stellung der Zähne vor. Die Muttermilch fördert auch die Intelligenz von Babys. Denn sie enthält Nährstoffe, die die Entwicklung des Nervensystems, der Hirn- und Sehfunktion, die Wahrnehmung und geistige Leist- ungsfähigkeit des Kindes fördern. Das Stillen ist auch ideal für Mütter. Frühes Anlegen gleich nach der Geburt bildet die Gebärmutter schneller zurück und Mütter, die gestillt haben, bekommen seltener Brust- oder Eierstockkrebs. Muttermilchernährung ist also praktisch und nebenbei noch kostenlos, sie ist jederzeit, überall und schnell verfügbar - in der richtigen Menge und Zusammensetzung - keimarm, wohltemperiert und kostenlos. aid, Harald Seitz
Weitere Infos im aid-Heft "Empfehlungen für die Ernährung von Mutter und Kind - Schwangerschaft und Still- zeit" mit Spezialteil zum Stillen (Best.Nr.: 61-1358)
Internet: www.aid-medienshop.de

Ernährungsverhalten verbessert sich
Immer noch zu viel Fett, Eiweiß und Alkohol
(aid) - Die Deutschen essen weniger Fett und mehr Kohlenhydrate und Gemüse als noch vor 15 Jahren. Mit den meisten Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sind die Bundesbürger ausreichend versorgt. Problematisch ist aber immer noch eine Überversorgung mit Fett, Eiweiß und Alkohol. Zusammen mit wenig Bewegung führt dies zu Übergewicht. Zu diesem Ergebnis kommt der Ernährungssurvey des Robert Koch- Instituts, Berlin. Über 4000 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren wurden hier zu ihrem Ernährungsverhalt- en befragt. Über die Hälfte der Frauen und fast 70 Prozent der Männer haben Übergewicht. Fast ein Fünftel der Männer und Frauen sind sogar stark übergewichtig. Der Energieanteil von Fett in der Nahrung hat sich von durchschnittlich 40 Prozent vor zehn Jahren auf heute 33 Prozent verringert. Dennoch verzehrt ein großer Teil der Bevölkerung auch sehr viel mehr Fett. Übergewicht und eine Reihe von Wohlstandserkrankungen sind die Folge von zuviel Fett, Eiweiß und Alkohol und zuwenig Ballaststoffen und Kohlenhydraten in der Nahrung. Vor allem Männer mittleren Alters trinken viel Alkohol. Ab dieser Altersgruppe wird auch ein hoher Anteil an Übergewichtigen registriert. Frauen essen mehr Obst und Gemüse als Männer und scheinen im Durchschnitt etwas gesundheitsbewusster zu sein. Etwa ein Drittel der Bevölkerung erreicht zurzeit die empfohlene Menge von 650 g Obst, Gemüse und Kartoffeln pro Tag, wenn auch Obst- und Gemüsesäfte berücksichtigt werden. Ein Großteil der Jüngeren isst nur wenig Obst und Gemüse.
Defizite liegen auch für andere Bevölkerungsgruppen vor. So sind viele ältere Menschen nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt. Junge Frauen sind potentiell mit Eisen und mit Calcium unterversorgt. Junge Men- schen sind nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt. Die Zufuhrempfehlungen für Vitamin E werden von Frauen nicht erreicht und die Folatversorgung ist bei Frauen und Männern nicht ausreichend.
Der aid infodienst, Bonn empfiehlt fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Dabei sollten es täglich zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse sein. Eine Portion Gemüse sollte gegart, eine roh und eine als Salat gegessen werden.
aid, Heike Rapp

Weniger gebildete Schwangere können das Rauchen nicht lassen
Raucherinnen mit niedrigem Bildungsstand stellen bei einer Schwangerschaft nur selten ihr Laster ein. Selbst diejenigen, die es während einer Schwangerschaft schaffen, werden nach der Entbindung schnell rückfällig, berichten amerikanische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Journal of Public Health" (Novem- berausgabe).
Die Wissenschaftler um Robert Kahn vom medizinischen Zentrum für Kinderheilkunde in Cincinnati hatten mehr als 8.000 Frauen aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten befragt. Gesundheitsbewusstsein und Bildungsniveau hängen eng zusammen, fanden Kahn und seine Kollegen heraus. Ein Drittel der Frauen mit Hochschulabschluss hörte vor der Schwangerschaft auf zu rauchen und fingen auch nach drei Jahren nicht wieder an.
Weniger gebildete Frauen dagegen gaben häufig an, dass für sie die schädliche Wirkung von Zigaretten in der Schwangerschaft kaum eine Rolle spiele. Weitere Gründe, die den Frauen das Aufhören erschwerten, seien erhöhter Alkoholkonsum und das Rauchen des Partners. Eine umfassende Beratung könne den Frauen helfen, besser auf die eigene Gesundheit und die des Kindes zu achten, sagt Kahn.
ddp/bdw - Teresa Baethmann

Impfung gegen Multiple Sklerose bei Ratten erfolgreich
Gegen Multiple Sklerose, rheumatoide Arthritis und andere Autoimmunkrankheiten haben israelische For- scher eine Impfung entwickelt. In Versuchen an Ratten stoppte der Impfstoff die Erkrankungen, berichten die Forscher im Fachmagazin "Journal of Immunology" (Bd. 169, S. 2685).
Das Team um Nathan Karin vom Technion-Institut in Haifa greift mit der Impfung direkt in das molekulare Gefecht bei Autoimmunkranken ein: Zellen der Immunabwehr markieren bestimmte Gewebe der Erkrankten fälschlicherweise als fremd und attackieren es. Bei rheumatoider Arthritis sind davon die Gelenke, bei Multi- pler Sklerose das Nervengewebe betroffen. Gleichzeitig versucht ein schützender Teil der Immunabwehr, die fatalen Falschmarkierungen zu entfernen, fanden die Forscher. Diesen Teil konnten sie mit der Impfung nun erfolgreich stärken.
Die Forscher spritzten kranken Ratten ein Gen des "Falschmarkers" ein. Dadurch brachten sie die Immun- abwehr dazu, die Reaktion gegen den Marker zu verstärken. Die Tiere seien in kürzester Zeit genesen, sagt Karin. Die Forscher wollen den Impfstoff nun an Patienten mit Multipler Sklerose testen. Bislang gelten rheu- matoide Arthritis und Multiple Sklerose als unheilbar. Ärzte können nur mit Medikamenten, die Entzündung- en und die Immunabwehr hemmen, die Symptome lindern.
ddp/bdw - Marcel Falk


Internet - 20% weniger Praxisbesuche

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20 Prozent der Praxisbesuche entfallen - Internet revolutioniert das Gesund- heitswesen
Internet und Genforschung werden innerhalb des nächsten Jahrzehnts das globale Ge- sundheitswesen stark verändern. Zu diesem Ergebnis kommt eine jetzt veröffentlichte Studie des Beratungsunter nehmens Pricewaterhouse Coopers, bei der rund 450 Führ- ungskräfte aus dem Gesundheitsbereich nach ihrer Einschätzung befragt wurden. Durch web-basierte Telemedizin könnten etwa 20 Prozent der Praxisbesuche künftig entfallen, so die Studie. Patienten könnten im Falle einer Erkrankung von zu Hause via Internet einen Arzt konsultieren. Diagnose und Behandlung würden sicherer und schneller, da vom Patient ein web-basiertes Gesundheitsprofil zur Verfügung stehe und der behandelnde Arzt sich über das Internet rasch mit anderen Ärzten, Spezialisten, Krankenhäusern oder Laboren in Verbindung setzen könne. Daten könnten rascher ausgetauscht und weltweites medizinisches Wissen zusammen geführt werden. Als Folge werde sich auch das Verhältnis Arzt-Patient ändern, so die Autoren der Unter- suchung. Patienten werden künftig eine aktivere Rolle und mehr Eigenverantwortung bekommen. Sie werden besser informiert sein und durch die Gentechnik über die Gefahr einer potenziellen Erkrankung Bescheid wissen. Die Gentechnologie werde zudem die zielgenaue Prävention und Behandlung von Krankheiten ermöglichen, insbesondere bei erblichen Erkrankungen und Zivilisationskrankheiten, die Herz- und Kreislauf betreffen. Trotz neuer Technologien und Abläufe werde es in den nächsten zehn Jahren aber nicht zu einer gravierenden Kostensenkung im Gesundheitswesen kommen. Verantwortlich dafür seien die wachsende Oberalterung der Bevölkerung und die damit verbundene Zunahme von Erkrankungen, steigende Ansprüche von Patienten und weitere kosten- intensive Fortschritte in der Medizin. Problemfelder sehen die Forscher in den ethischen Aspekten der Genforschung, deren Diskussion erst am Anfang stünde und in der Gewährleistung der Sicherheit beim Umgang mit vertraulichen Patientendaten in vernetzten Datenbanken.

Richtlinien des Bundes- ausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die Verordnung von Heilmit- teln in der vertragsärzt- lichen Versorgung (PDF-Datei)

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Dr. Uta Böhme rät:

Was tun bei Fieber?

Fieber tut gut - der Körper bekämpft damit eingedrungene Krankheitserreger.

Durch eine hohe Temperatur kann der Organismus das Wachstum vieler Erreger hemmen oder diese abtöten.

Die "Polizei" des Körpers - die weißen Blutkörperchen arbeiten bei hohen Temperaturen besser.


 
 

Fieber beginnt mit einem intensiven wärmeproduzierenden Muskelzittern, das als Frösteln empfunden wird, danach stellt sich der Körper auf die neue Temperatur ein und das Kältegefühl lässt nach. In der folgenden heißen Phase arbeitet der Körper auf Hochtouren gegen die unerwünschten Eindringlinge.


 

Bei Fieber besteht ein höherer Flüssigkeitsbedarf, deshalb soll viel getrunken werden. Am besten eignen sich verdünnte Obstsäfte, stilles Mineralwasser und ungesüßter Tee.


 
 
 

Fieber aktiviert das Immunsystem, deshalb sollte am Anfang nicht gleich zu Tabletten gegriffen werden. Unange- nehme Begleiterscheinungen bei Temperaturen zwischen 38-39 Grad Celsius mit bewährten Hausmitteln wie Wickeln lindern. Fiebersenkende Medikamente sollen bei eindeutig gestörtem Allgemeinbefinden zur Anwendung kommen (bei Kindern mit bekannten Fieberkrämpfen bereits ab 38 Grad).

Das Immunsystem trainieren - in Sauna und Solarium

Es muss ja nicht gleich eine handfeste Grippe sein, schon ein Schnupfen oder Husten kann unser Wohlbefinden nachhaltig beeinträchtigen. Verbunden ist dies immer mit einer Verschlechterung der Lebensqualität und der Gefahr, andere anzustecken. deshalb - trainieren Sie Ihr Immunsystem in der Sauna. Der Wechsel von heiß und kalt wird nach ein bisschen Überwindung  sogar als ausgesproch- en angenehm empfunden. Unter Gleichgesinnten kommt man schnell ins Gespräch und der folgende Nachtschlaf wird ausgesprochen erholsam. Klicken Sie auf den Button "Sauna".