Eisenhüttenstadt-direkt

Starke Sachen aus einer starken Stadt

letzte Aktualisierung:
22.02.19

Ihre Internet-Illustrierte für Eisenhüttenstadt und Umgebung

"Streicht alle Schulden und verteilt das Land neu!"
(revolutionäre Forderung aus der Antike)

Firmen präsentieren sich


Die Zampersaison läuft auf Hochtouren.


Januar / Februar 2019
 

 Für Bier gibt es ein Reinheitsgebot. Wann wird ein solches auch für Politiker und Journalisten erlassen? (K. E. v. Schnitzler)

„Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!”
Bertolt Brecht (1898-1956), bedeutendster deutscher Dramatiker und Dichter des 20. Jahrhunderts

 Erkältungswetter ? - Dann nichts wie in die Sauna
 

DER NACHRICHTEN ANDERE SEITE

„Es kann nicht alles ganz richtig sein in der Welt weil die Menschen noch mit Betrügereien regiert werden müssen."                                                                                    (Georg Christoph Lichtenberg)

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3.2.19:
"Ost-Offensive": Für ein selbstverwaltetes Ostdeutschland ohne NATO und transatlantischen Einfluss
Mit einer "Ost-Offensive" wollen SPD und CDU verhindern, dass Wähler in Ostdeutschland ihr Kreuz bei der AfD machen. Drei Landtagswahlen in Ostdeutschland stehen dieses Jahr an. Aus Angst, von der AfD abgehängt zu werden, machen sich CDU und SPD für eine "Ost-Offensive" stark. Auch RT-Gastautor Jürgen Cain Külbel plädiert für eine Ost-Offensive - jedoch mit völlig anderer Stoßrichtung. 
  

Nachrichten, die in den gleichgeschalteten antirussischen und amerika- unterwürfigen deutschen Unterlassungs- und Verfälschungsmedien nicht erscheinen, finden Sie
HIER

Interne Kolonialisierung: Wie die DDR ausverkauft wurde
Noch immer herrscht der Mythos vor, die angeblich marode DDR habe zu enormen wirtschaftlichen Problemen für die BRD geführt. Doch tatsächlich war die Übernahme der neuen Bundesländer ein gefundenes Fressen für die westdeutschen Wirtschaftsmagnaten.
Die Verbrechen der "Treuhand" , Über die DDR 

4.2.19:
"Westen schuldet Osten etwa 8 Billionen D-Mark" - Interview mit Ökonom Klaus Blessing
DDR-Staatschef Erich Honecker (links) und der westdeutsche Bundeskanzler Helmut Kohl (rechts)
Jenseits von Vorurteilen versucht der Ökonom Klaus Blessing im Interview mit RT Deutsch, ein realistischeres Bild der DDR-Wirtschaft zu zeichnen. Im Mittelpunkt des Interviews stehen die deutsch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen und der DDR-Außenhandel. 

5.2.19:
Zukunft Ost
Die Ostdeutschen sind die Verlierer des Vereinigungsprozesses. Dem muss endlich Einhalt geboten werden. Wir dokumentieren im folgenden ein Papier des Ältestenrates der Partei Die Linke vom 24. Januar 2019. Der Ältestenrat ist gemäß Satzung der Partei ein Konsultationsgremium und fungiert als beratendes Organ für den Parteivorstand. Er beteiligt sich mit Vorschlägen und Empfehlungen 
an der parteiöffentlichen Debatte. (jW)

 

Meinst du, die Russen wollen Krieg? (Jewgeni Jewtuschenko)

Wahrheit und Versöhnung?
Zum Umgang mit der DDR-Ge- schichte. Fragen an den Leiter der »Stasi«-Unterlagenbehörde
Roland Jahn

Doofe Ossis? Bundesregier- ung will Ostdeutsche besser integrieren
Die Ostdeutschen denken "ganz anders" über Fragen von Zugehörig-
keit und vom Zusammenhalt. Das
sagt der Heimatstaatssekretär
Markus Kerber. Sein Lösungsvor- schlag: Eine bessere Integration der Ostdeutschen. Nur: Wer ist hier eigentlich schlecht integriert? 


 

Wenn Minderheiten die Scharia wollen, dann raten wir ihnen, in Länder zu gehen, wo dieses Recht herrscht. Russland braucht keine Minderheiten, Minderheiten brauchen Russland. Wir werden ihnen keine Privilegien einräumen, keine Gesetze ändern, egal, wie laut sie DISKRIMI- NIERUNG schreien.
(Wladimir Putin)
 

Bewaffneter Friede

Ganz unverhofft auf einem Hügel
sind sich begegnet Fuchs und Igel.
Halt! rief der Fuchs, du Bösewicht!
Kennst du des Königs Order nicht!
Ist nicht der Friede längst verkündigt,
Und weißt du nicht, dass jeder sündigt,
der immer noch gerüstet geht!
Im Namen seiner Majestät,
komm her und übergib dein Fell!

Der Igel sprach: Nur nicht so schnell,
nur nicht so schnell!
Lass dir erst deine Zähne brechen,
dann wollen wir uns weitersprechen.
Und also bald macht er sich rund,
zeigt seinen dichten Stachelbund
und trotzt getrost der ganzen Welt,
bewaffnet, doch als Friedensheld.

Wilhelm Busch

 

 
19.2.19

Alptraum Sekundenschlaf - die tödliche Gefahr
(Eisenhüttenstadt/hn) Ein spannendes Thema hatte Verkehrssicherheitsmoderator Gerhard Scheinert zur Verkehrsteilnehmer- schulung "Sicher mobil" am Dienstag im Stadtteilbüro "offis" auf die Tagesordnung gesetzt: Der Sekundenschlaf.

Äußerst gefährlich, und wenn nachweisbar, auch eine Straftat, wird das kurze Wegtreten während der Fahrt oftmals als Kava- liersdelikt betrachtet. Kaum ein Fahrer denkt daran, dass er bei 100km/h während eines drei Sekunden-Schlafes 83 Meter blind fährt. Die möglichen Folgen stehen nicht selten im Polizeibericht, wenn wieder einmal in den frühen Morgenstunden die Autobahn blockiert ist.
"Mindestens 60% der Kraftfahrer sind schon einmal vom Sekundenschlaf betroffen worden" so Scheinert zur tödlichen Gefahr.
Im Verlauf der Veranstaltung ging er auf die Warnzeichen und Symptome für einen bevorstehenden Blackout ein und sparte nicht mit Tipps für richtiges Verhalten.

Gähnen, brennende und zuklappende Augen, schlechte Laune, innere Unruhe können sich schnell als Vorboten erweisen, ebenso wie Schwierigkeiten beim Spur halten, ruckartiges Lenken, Verpassen einer Ausfahrt und vieles mehr. Deshalb sollten insbesondere längere Fahrten ausgeruht angetreten werden und kein Alkohol mehr im Blut sein. Besonders wichtig ist auch, Nebenwirkungen von Medikamenten zu beachten, da gibt der behandelnde Arzt die entsprechenden Informationen. Alle zwei Stunden sollte eine Pause eingelegt und, wenn möglich, ein Fahrerwechsel vorgenommen werden. Regelmäßiges Essen und Trinken fördert nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch das Wohlbefinden. Öfters mal kleine Häppchen sind dabei förderlich, belegte Brote, Obst und Gemüse.
Auch unser Biorhythmus ist für die Steuerung der Leistungsfähigkeit ausschlaggebend. Zwischen 2 und 6 Uhr sowie zwischen 13 und 15 Uhr sind wir am wenigsten belastbar, was unter anderem auch zu steigenden Unfallzahlen führen kann.
Zum Schluss wies der Moderator noch auf den möglichen Straftatbestand hin: Lt. § 315c StGB kann ein Fahrzeugführer mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft werden, wenn er infolge geistiger oder körperlicher Mängel nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen.
Fazit: Ausgeruht und entspannt auf die Reise gehen, Pausen machen, ggf. mit einem 10-Minuten-Schlaf, die bekannten Mythen wie Kneifen, Fenster auf, laute Musik und viel Kaffee sind "für die Katz" wenn die Konzentration nachlässt.
Die weiteren Termine für "Sicher mobil" sind der 21. Mai, 17. September und 17. Dezember, jeweils um 16 Uhr im offis.
Die nächste Veranstaltung findet am 5. März um 16 Uhr statt, dann wird die Volkshochschule über ihre Angebote informieren.

16.2.19

Fiesta Mexicana am Dorchesee
(Schwerzko/hn) Über fast frühlingshaftes Wetter freuten sich die Schwerzkoer Zamperer am Sonnabend. 15 Grad in der Mittagsstunde sind ja in den vergangenen Jahren eher selten gewesen, nun fühlte sich die närrische Truppe ausgesprochen wohl. Dies lag aber nicht nur am Sonnenschein, sondern auch an den freigiebigen Dorfbewohnern, die das traditionelle Event unterstützten.


Daniel Piepenburg (l.) gab beim Zampern seinen Einstand als Neu-Schwerzkoer.

Komm, ich flüstre Dir was in Öhrchen....

Am Abend zuvor versammelten sich viele in der Gaststätte zum Fastnachtstanz, während dessen sich 71 Dorfbewohner in die Zamperliste eintrugen und ihren Obolus entrichteten. Als dann die Kapelle aufspielte, wurde es auf dem Tanzparkett turbulent, die Stimmung stieg und kulminierte weit nach Mitternacht, als auch die Letzten sich gegen 3 Uhr erschöpft auf den Nachhauseweg begaben.
Pünktlich um 9 Uhr hieß es dann "Sammeln zum Zamperzug", nicht ohne das traditionelle Gruppenfoto auf dem Dorfplatz. Mitten unter den Zamperern weit gereister Besuch, Jaime aus der mexikanischen Stadt Pueblo. Erstmalig bei so einer Party dabei, fand er alles ganz toll, bei ihm zuhause gibt es sowas nicht, dort wird Neujahr ganz groß gefeiert. Sein Kollege und Kumpel Carsten Noack begleitete ihn, beide hatten sich in einem VW-Werk in Mexiko kennen gelernt. Mit "Air Schwerzko" habe er seinen Kollegen eingeflogen, und diese Fluglinie, die sich vorgenommen hat, alle Pleitelinien für einen Euro aufzukaufen, war dann auch komplett zum Zampern versammelt.
"Die Teilnahme von so vielen Leuten, darunter so mancher Ü60er, in so einem kleinen Dorf ist wirklich großartig", sagte Jörg Mosig, seit ein paar Jahren Fastnachtsorganisator. Am Vorabend hätten die Frauen sich zum Tanz schick gemacht, die Männer kamen im Anzug mit Sträußchen am Revers und Hut. Er selbst kassierte erst mal Schelte, als er eine halbe Stunde zu spät zum morgendlichen Treff kam. Die Kinder hätten ihn wohl aufgehalten, dann musste er die Kasse übernehmen und alle Spenden ordnungsgemäß registrieren. "Aber nur vormittags", erklärte Mosig, "dann ist jemand anderes dran." Auch ihn erfreute das Wetter, Warum nicht einmal im Frühling Fastnacht feiern, und wenn noch 10 Grad drauf kommen, können alle in kurzen Hosen kommen.


Platz zum Tanzen ist in der kleinsten Küche.

Wenn der Vampir mit der Stewardess.....

Als neuer Gastgeber hatte Daniel Piepenburg die Zampertruppe eingeladen. Aus Coschen kommend, wird er demnächst in sein neu gebautes Haus einziehen. "Ich bin ja mit der Tradition vertraut", erklärte er, "und will mich gleich von Anfang an in das Dorfleben einbringen." Auf ein paar Paletten hatte er einen reichlichen Imbiss vorbereitet, der mit Beifall und einer Tanzrunde quittiert wurde. 

12.2.19

Marktkauf-Azubitage gegen Plastikmüll
(Eisenhüttenstadt/hn) Dass Lehrlinge bei Marktkauf eigene Projekttage organisieren und gestalten, gehört ja nun schon genauso zum Unternehmen, wie das große grüne "M". In der vergangenen Woche hatten sie sich die Vermeidung von Plastikmüll auf ihre Fahne geschrieben, eine tolle Idee, wie auch so mancher Kunde bemerkte.


Drei Azubis, ein Praktikant und ein Jungkaufmann gestalteten die Projektwoche zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz.
V.l.n.r.: Michelle Ussat (2. Lehrjahr), Billie-Jeanne Bethge (1.), Justin Jachmann (Praktikant), Julius Hausmann (2.), Yves Wienke.

"Unser U21-Projekt beinhaltet, alles für die Umwelt zu tun", erklärte Yves Wienke, frisch gebackener Einzelhandelskaufmann, "das begann am Montag mit dem Verteilen von Mehrzweckbeuteln für Obst und Gemüse an die Kunden, um sie von der Verwendung der Plastiktüten abzuhalten." Ein weiterer Teil des Konzepts besteht in der Nutzung von wiederverwendbaren Mehrzweckdosen, die zum Beispiel beim Einkauf von Fleisch- und Wurstwaren zur Anwendung kommen können sowie der Nutzung von Mehrweg-Kaffeebechern statt der bisher üblichen Einwegbecher aus Plastik oder Pappe.
Doch auch bezüglich des Warenangebots gibt es umweltkonforme Einkaufsmöglichkeiten. Dies zeigten die Azubis am Dienstag mit dem Verkauf von MSC-Backfisch - Fisch aus nachhaltiger Fischerei - zuzüglich des passenden Bio-Schrotling Brötchens, und am Mittwoch kamen die Kunden in den Genuss einer Bio-Alnatura Pizza und von EDEKA-Biosäften.
"Diese Aktion", so Wienke, "wird von der EDEKA-Konzernführung veranstaltet, weil heutzutage wenig auf die Umwelt geachtet wird und der

viele Müll sie beeinträchtigt." Im Übrigen sei festzustellen, dass ein großer Teil der Kunden bereit ist, das Mehrwegkonzept anzunehmen, sowohl bezüglich der Stoffbeutel, als auch der Mehrzweckdosen, wobei die Akteure auf die Vorbildwirkung setzen und die Kunden zunehmend bereit sind, weniger Müll zu produzieren. 
"Diese Aktion kommt bei den Kunden gut an", ergänzte Julius Hausmann, "wir haben zur Vorbereitung Plakate angefertigt und in der Stadt aufgehängt und am Montag bereits 400 kostenlose Netze verteilt." Wenn es auch ein paar Kunden gab, die äußerten: "Ihr könnt eh´ nichts ändern" bleiben die jungen Leute optimistisch, denn irgendwo muss angefangen werden.

11.2.19

Wirtschaftsminister bei ArcelorMittal - Technik, die begeistert
(Eisenhüttenstadt/hn) Am Montag absolvierte der neue Brandenburger Wirtschaftsminister Jörg Steinbach seinen Antritts- besuch bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, um sich ein Bild über dessen Wirtschaftstätigkeit zu verschaffen. Gesprochen wurde dabei auch über die aktuelle Situation auf dem internationalen Markt, die Industriepolitik und den Klimaschutz.


Minister Steinbach informierte sich im Leitstand des Warmwalzwerkes über den technologischen Prozess.





In seinem Resümee bedankte sich der Minister für das umfassende und überzeugende Gespräch mit der Geschäftsleitung. "Für mich ist immer ein entscheidender Faktor, ob sich ein Unternehmen auch der Ausbild- ung stellt, und die 180 Auszubildenden zeigen, dass der Standort lebt", so Steinbach, "man muss sich Sorgen machen, wenn nicht mehr in die Jugend investiert wird." Er dankte ArcelorMittal für dieses große Enga- gement und stellte fest, dass von Seiten der Politik die Verpflichtung besteht, den Jugendlichen die Möglichkeiten zu schaffen, in der Region zu bleiben und zu arbeiten. Zusammen mit Kommune und Landkreis sei dieses Problemen anzugehen.
"Was mich begeistert hat, ist der Innovationsgeist, den ich hier gespürt habe", so der Minister weiter, "dass man sich auch im Produktportfolio um die weiter Entwicklung kümmert und eine Position innerhalb des Konzerns erreicht hat, die es auch ermöglicht, neue Märkte zu erkun- den." Einerseits zeigte er sich sehr zufrieden vom Besuch, andererseits habe sich sein Hausaufgabenheft um so manche zu bearbeitende Position erweitert. Immerhin sei ArcelorMittal eine der tragenden Säulen der Brandenburger Wirtschaft, und es müsse sich allen Themen, die im Zusammenhang mit der Klimapolitik - Strompreise, Netzentgelte, CO² Zertifikate und mehr - diskutiert werden, stellen und dafür sorgen, dass der Standort wirtschaftlich bleibt. Aufgabe der Landesregierung sei alle Vorgänge entsprechend begleiten und dafür sorgen, dass die Probleme des Stahlim- und -exports auf der EU-Ebene geregelt werden. Wenn Steinbach Ende Februar nach Brüssel fährt, wolle er dort auch die Forderungen des Eisenhüttenstädter Stahlherstellers vertreten, denn die amerikanische Politik habe zu einer "etwas turbulenten Weltlage" geführt und dabei bestimmte Spielregeln untergraben, die durch die Weltwirtschaftsorganisation (WTO) einmal festgelegt worden sind. Die dadurch entstandene Verschiebung der Warenlieferungen und der Handelskrieg mit China wirken sich negativ auf den europäischen Stahlmarkt aus, was bisher durch Sonderregelungen gegen Dumping- preise eingeschränkt werden konnte.
Bezüglich des Strompreises erklärte der Minister, dieser müsse zumindest auf dem bisherigen Niveau gesichert bleiben, gleiches gelte für die Netzentgelte, um zu verhindern, dass die Produktionsprozesse unwirtschaftlich werden. Es sei auch notwendig, in das "Kleingedruckte" aller Verträge hinein zu sehen, denn es könne nicht ausgeschlossen werden, dass versucht wird, dort "die eine oder andere Gemeinheit" unterzubringen.
Frank Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung von ArcelorMittal Germany, befürchtet, dass die Strompreise nur eine Richtung kennen, und zwar nach oben, was eine wesentliche zusätzliche Kostenbelastung bedeutet. Er baue darauf, dass die Rahmenbedingungen seitens der Landes- und Bundesregierung so gesetzt werden, dass die Preissteiger- ungen kompensiert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Heute ist der Standort sehr wettbewerbsfähig, und das soll auch für morgen noch gesichert sein. Eine weitere Aufgabe der Zeit sei, neue Technologien zu entwickeln, um den Forderungen des Klima- und Umweltschutzes gerecht zu werden. Förder- und Gestaltungsmöglich- keiten diesbezüglicher Projekte waren ebenfalls Gegenstand des Gesprächs.
Im Anschluss an die Beratung absolvierte der Minister in Begleitung des Betriebsratsvorsitzenden Holger Wachsmann und SPD-Landtagsbewer- berin Christiane Barczikowski einen Besuch im Warmwalzwerk, wo dessen Leiter Andreas Pollack mit vielen Informationen aufwartete. 

Sichtlich beeindruck fasste Steinbach zusammen: "Das ist Technik, die begeistert."
Im Anschluss an seinen Besuch in Eisenhüttenstadt setzte der Minister seine Reise nach Elsterwerda zu einem weiteren Unternehmensbesuch fort.

5.2.19

Zimmerpflanzenpflege im Winter
(Eisenhüttenstadt/hn) Zu einem interessanten Vortrag über die Pflege von Zimmerpflanzen in der dunklen Jahreszeit hatte das Stadtteilbüro "offis" am Dienstag eingeladen. Die neue offis-Leiterin Nadine Müller begrüßte dazu Sigrid Schulz-Eckert, seit einem Jahr Leiterin des Gartenmarktes bei TOOM Eisenhüttenstadt, die viele Tipps parat hatte und sich viel Zeit für die Beantwortung der Gästefragen nahm.


Viele Tipps zur Pflege von Zimmerpflanzen erhielten die Gäste des Vortrages von Sigrid Schulz-Eckert.

Prinzipiell können Pflanzen an jedem Fenster überwintern, wobei die Scheiben von den Blättern nicht berührt werden sollten, weil sie kühler sind als die Umgebungsluft. Bezüglich der Temperaturen gibt es von Pflanze zu Pflanze unterschiedliche Anforderungen, generell sollten die Töpfe nicht direkt auf einem Boden mit Fußbodenheizung stehen, sondern ein paar Zentimeter darüber. Je nach Lichtbedarf brauchen Zimmerpflan- zen Standorte, die diesem entgegen kommen, so etwa in der Diele, im Wohnbereich und an sonnenbeschienenen Fenstern. Das Schlafzimmer hält Schulz-Eckert für einen nicht besonders guten Standort, sofern die Temperaturen darin unter 16 Grad abfallen, etwa bei geöffnetem Fenster.
Ein weiterer Teil des Vortrages beschäftigte sich mit Übertöpfen, diese sollten hinsichtlich ihres Durchmessers etwa eine Daumenbreite größer sein als der Pflanzentopf, damit eine gute Luftzirkulation stattfinden kann. Gegenwärtig erfolgt bei TOOM eine Sortimentsumstellung an Pflanz- und Übertöpfen mit einem modernen Design.
Auch für die Bewässerung der Pflanze gibt es eine gute Auswahl, womit

Zeiten von bis zu zwei Wochen erreicht werden können, so dass der Nachbar während eines Urlaubs nicht zum Gießen in Anspruch genommen werden muss.
Hinsichtlich der Pflege der Pflanze empfahl die Leiterin des Gartenmarktes, die Blätter hin und wieder mit einem Blattpflegetuch zu behandeln, um sie von Staub zu befreien. Alleiniges Absprühen ist in der Regel nicht intensiv genug, sollte aber nach der mechanischen Reinigung erfolgen, um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Ebenso wird empfohlen, die Düngung zu reduzieren, statt alle 2 Wochen im Sommer, sollten nur alle 3-4 Wochen Düngemittel zugeführt werden.
"Bei Fragen können Sie sich gern an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden", so Sigrid Schulz-Eckert, "wir beraten Sie auch gern in Sachen Pflanzenschutz und helfen, Ihre Probleme zu lösen."

4.2.19

Kochhütte Ratzdorf
Kochen und grillen am Oderstrand
(Ratzdorf/hn) Initiiert von der Europäischen Union und umgesetzt vom QCW Eisenhüttenstadt und der Vereinigung der Schulen der Gastronomie in Gorzów trafen sich in dieser Woche deutsche und polnische Kochlehrlinge zum Projekt "Grenzübergreifen- de Bildung für die Branchen Gastronomie und Lebensmittel im deutsch-polnischen Grenzgebiet" zu einer Kochwerkstatt der besonderen Art. Die Outdoorküche stand im Mittelpunkt der Bildung und des Erfahrungsaustausches, wobei beide Seiten Kreationen ihrer nationalen Küche offerierten.


Deutsche und polnische Kochlehrlinge kamen zusammen, um sich im Outdoorkochen unterweisen zu lassen.

An Grillpfanne, Suppenkessel und Smoker lernten die angehenden Köche das Outdoorkochen.

Sowohl hierzulande als auch im Nachbarland stehen Grillen und Kochen in der freien Natur hoch im Kurs, alles soll einfach und mit möglichst wenigen Zutaten erfolgen, schmackhaft und in kurzer Zeit herstellbar sein. So standen Fleisch- und Fischzubereitung, das Selbstbacken von Brot, die Herstellung von Wurst und die Zubereitung von Fleisch im Beefer auf dem Programm. Unterstützt wurde die Aktion von der Gemein- de Neißemünde, deren Bürgermeisterin Ute Petzel unbürokratisch den zur Zeit unbewirtschafteten "Oderblick" zur Verfügung stellte und der Agrargenossenschaft Neuzelle, in deren Landfleischerei die Lehrlinge viel Interessantes über die Weiterverarbeitung geschlachteter Tiere erfuhren.
"Zum Workshop gehörte auch ein Sprachkurs, worin die Lehrlinge Wörter aus der jeweils anderen Sprache lernten", sagte Projektleiter Küchen- meister Torsten Kleinschmidt, Leiter des Ausbildungsrestaurants des QCW bei ArcelorMittal, "wir machen heute etwas, das normalerweise im Sommer stattfindet und haben dazu Gäste aus der Hotelfachschule Gorzów eingeladen."
Es sei ein langer Weg gewesen, das von den polnischen Partnern auf den Weg gebrachte Projekt aufzustellen und die EU-Bürokratie zu durchlaufen und im symbolträchtigen Ort Ratzdorf, einem Ort der Begegnung zu starten. "Mit diesem Projekt wollen wir den Lehrlingen auch zeigen, wie Events vorbereitet werden können und die Partyküche nicht nur aus kalten Platten und Salattellern bestehen muss", so Kleinschmidt, "und Grillen sowie Kochen im Freien soll nicht nur dem Sommer vorbehalten bleiben."
Bürgermeisterin Ute Petzel freute sich über die Aktion in ihrem Dorf, fand das Anliegen von Torsten Kleinschmidt ganz toll und sagte zu, auch weitere deutsch-polnische Projekte zu unterstützen. Gerade junge Leute sollten für die Zusammenarbeit beider Seiten gewonnen werden, und dies hier sei ein interessanter Anfang. Dabei äußerte sie die Hoffnung, es würde sich angesichts der bevorstehenden Tourismussaison auch wieder ein Pächter für die Gaststätte finden.


Die polnischen Jugendlichen kreierten gebratene Kräuterkartoffeln und Sauerkraut mit rotem Obst

Torsten Kleinschmidt (3.v.r.) hieß die polnischen Kochazubis willkommen.
 

Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Torsten Kleinschmidt bei Ute Petzel für die Unterstützung.
2.2.19

Berliner Polizistin ermittelte verdeckt
(Kobbeln/hn) Tolle Zamperstimmung herrschte am Sonnabend in Kobbeln, wo sich alt und jung in Krügers Gaststätte zum zampern trafen. Allen voran, was auch schon eine Tradition geworden ist, Viktoria Damaschke und Antje Hollatz, die den Zug mit erstaunlich vielen Vikingern durch das Dorf führten. Um zehn Uhr gab es bereits den ersten Tanz in der Gaststätte, bevor zum Gruppenfoto Aufstellung genommen wurde. "Wir kehren bei allen Haushalten ein", werden überall mit Essen und Getränken gut versorgt und zampern Wurst und Eier ein", erklärte Viktoria.


Mit einem kleinen Höherprozentigen wärmten sich die Kobbener immer wieder auf.

Am Abend trafen sich alle wieder bei Krügers zum Fastnachtstanz. An der Gestaltung des Programms war vorrangig der Nachwuchs, also die jüngere Jugend beteiligt, insbesondere Leonie und Eleen Lehmann sowie Samira Karls haben sich zum Motto des Abends "Kobbeln tanzt" etwas ganz Besonderes ausgedacht. Darüber hinaus fanden Anekdoten aus der Kobbelner Zampergeschichte Eingang in die Büttenrede von Andreas Thierbach. "Es ist ja ganz lustig, was die Jugend früher hier getrieben hat", so Antje, "passend zur Büttenrede haben wir auch noch sechs Funkenmariechen finden können." Natürlich alles wunderhübsche Männer, die für Stimmung sorgten. Zum Abendprogramm zählte natürlich auch das gemeinsame Singen der Kobbelner Hymne, einem Schlager von Andreas Gabalier nachempfunden, die bei jeder Kobbelner Party zum Programm gehört.
Dass es bei der Kobbelner Fastnacht immer super stimmungsvoll zugeht, hat sich herum gesprochen, kam so mancher Zamperfan aus den 

Nachbardörfern, aber auch von weiter her, darunter Simone aus Berlin, im Berufsleben Polizistin, nun aber als Sträfling verkleidet, undercover wie sie erklärte. Andererseits seien die Gefängnisse in Berlin so überfüllt, dass Närrinnen und Narren zur Faschingszeit Ausgang erhielten.
"Wir sind froh, dass wir noch immer die Gaststätte Krüger haben", sagte Viktoria Damaschke, "und möchten uns bei Krügers ganz herzlich für die jahrelange Unterstützung bedanken."


Bewegung im Takt der Musik wärmte immer wieder auf.

 Von Krügers Gasthaus aus machte sich die Zampertruppe auf den Weg.

Erstes Ziel der Truppe war Wolfgang Fleischer, hier beim Ehrentanz mit Viktoria Damaschke.

Zum Aufwärmtanz wurde in Krügers Gaststätte aufgespielt.

1.2.19

Abriss der Gelben Villa begann
(Eisenhüttenstadt/MR/hn) Nachdem in den vergangenen Wochen das Gelände hinter der Gelben Villa in der Beeskower Straße beräumt und für die neue Bebauung aufbereitet wurde, begann kürzlich der Abriss des historischen Gebäudes, das der neuen Feuerwache weichen muss. Kritiker des Abrisses hätten gern dessen Weiternutzung als Feuerwehrzentrale und Sozialgebäude gesehen, aber es wurde anders entschieden.


Wegen der Brüchigkeit des Materials ist es problematisch, die Pforte zu erhalten.

Zu Fragen zum Verlauf und Stand der Abrissarbeiten gab uns Michael Reichl, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Auskunft: "Bis auf das Verwaltungsgebäude sind alle anderen - Wirtschaftsgebäude, Doppelgarage und Werkstattgebäude - abgebro- chen und zu 95% entsorgt." Die Entkernungsarbeiten des Verwaltungsgebäudes waren im Dezember 2018 abgeschlossen, so dass am 25. Januar der Abriss der Gelben Villa erfolgen konnte und gegenwärtig an der Trennung und anschließenden Entsorgung des Abrissmaterials sowie der Vorbereitung des Rückbaus der Flächenbefestigung, die im Februar erfolgen soll, gearbeitet wird.
Bezüglich des Eingangsportals erklärte er, dass versucht wurde, dieses zu erhalten, aber während der Abrissarbeiten Probleme dahin gehend auftraten, dass das aus Beton bestehende Gesims mit dem Mauerwerk verklebt ist und die mürben Ornamente sich beim Versuch, sie zu trennen nicht lösen lassen, ohne in Einzelteile zu zerfallen.
Die Abrissarbeiten, mit denen die Firma BSV Baustoffverwertung Jens Schulze e.K., beauftrag worden war, kosteten inklusive Planung und Bauüberwachung 225 Tausend €. Diese Firma ist auch für die umweltgemäße Entsorgung der Abfälle verantwortlich, darunter das Verwaltungsgebäude mit 3.500 m³/umbautem Raum und ca. 1.300 t Entsorgung unterschiedlicher Abfälle sowie die Nebengebäude (Wirtschaftsgebäude, Doppelgarage, Werkstattgebäude) mit 2.600 m³/umbautem Raum und ca. 1.000 t Entsorgung unterschiedlicher Abfälle.
Das bisherige Abbruchmaterial aus den Nebengebäuden war unbelastet und wird auf dem Recyclingplatz in Eisenhüttenstadt zur Weiterverarbeitung aufbereitet. Das Material des Verwaltungsgebäudes wird nach der Sortierung beprobt und entsprech- end der Belastung entsorgt.

Für den Beobachter rasend schnell erfolgte der Abriss der Gelben Villa.

 

Allen Freunden und Partnern von HÜTTE-direkt ein gesundes, erfolgreiches und schönes Jahr 2019

 
Neujahrsgebet des Pfarrers von St. Lamberti zu Münster aus dem Jahre 1883

Herr, setze dem Überfluss Grenzen
und lasse die Grenzen überflüssig werden.
Lasse die Leute kein falsches Geld machen
und auch das Geld keine falschen Leute.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Männer an ihr erstes.
Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamte, Geschäfts- und Arbeits- leute, die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind. Gib den Regierenden gute Deutsche
und den Deutschen eine gute Regierung.

Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen, aber nicht sofort.

31.1.19

Talente auf dem Podium
(Eisenhüttenstadt/hn) Am letzten Januartag hatte das Albert-Schweitzer-Gymnasium zu seinem traditionellen Talentefest in das Friedrich-Wolff-Theater eingeladen. Was die Gäste im fast ausverkauften Theatersaal erlebten, war ein faszinierendes Programm, das die Schülerinnen und Schüler gestalteten.


Supertalentverdächtig - Carolina Petersen.

Immer wieder gab es Szenenapplaus, Rufe nach Zugaben und einen großen Schlussapplaus. Es war eine Freude, die Darbietungen der jungen Künstler zu verfolgen, ihr großes Können auf der Bühne zu sehen, so dass der tolle Theaterabend wie im Fluge verging.
Wirklich alles stimmig und virtuos, so dass es äußerst schwer fällt, Einzelnes besonders hervor zu heben, ohne den Eindruck entstehen zu lassen, das Andere sei nicht so gut gewesen. Mit viel Liebe war in der Vorauswahl durch ein Jury ein Programm entstanden, das zeigte, mit welcher Hingabe die jungen Menschen nicht nur ihre schulischen Pflichten erfüllen, sondern sich auch musisch, tänzerisch und sportlich betätigen und welche Lebensfreude sie dabei auf jene übertragen, die sich die Zeit nehmen, ihnen zuzusehen und zuzuhören.
Bereits das Intro "Für Elise", auf dem Flügel toll gespielt von Viktoria Keil, ließ das Raunen im Zuschauersaal schlagartig verstummen, und als die Moderato- rinnen Henrike Bloch und Marleen Thonke die Bühne betraten, um durch das Programm zu führen, ahnten die Zuschauer, dass etwas außergewöhnliches passieren würde. Sportlich ging es bei den Ziltendorfer Einradgirls zu, und Liam Thater ließ die Gäste ahnen, dass aus ihm vielleicht einmal ein großer Violinist werden könnte, wenn er weiter fleißig übt. Temperamentvoll und ausdrucksstark
tanzte und hüpfte Carolina Petersen über die Bühne, dabei eine faszinierende


 Ihr sportliches Können zeigten die Ziltendorfer Einradgirls.

 Mit "Come, let´s have a Party" lud das Bläserquintett zu einem unvergesslichen Abend ein.

 "Dirty Dancing" mit dem Männerballett.


Die Theatergruppe zeigte einen Ausschnitt aus ihrer neuen Inszenierung.


Theo, wir fahr´n nach Lodz - tolle Nummer der Lehrer.

Leichtigkeit an den Tag legend, die professioneller kaum sein kann. Im Widersteit ihrer Gedanken bewegte sich Pauline Eckert mit "Kein Gedicht", das schließlich doch eins wurde. Fast authentisch trafen sich Rolf Herricht und Hans-Joachim Preil zu einem ihrer berühmten Sketche, gefolgt von Sonja Edel mit ihrem Hund Wooky, eine absolut zirkusreife Nummer. Die Akkordeonmelodien von Pauline Klinke und Sophie Bittner hallten noch nach, als das Showballett "Fire & Flame" mit seinem Tanz "Alpenglühn" an die berühmten Heidi-Filme erinnerte.
Wie virtuos  Viktoria Siekert (Gesang), Alexa Thiel (Violine), Theresa Schulze (Saxophon) Lea Henke und Hannah Mahlzahn (Gitarre und Gesang), das Streichquartett, Raja Teichert (Cello) und das Bläserquintett ihre Kunst beherrschen, quittierten die Zuschauer mit viel Beifall. Die Stimmung im Saal brodelte, als die Lehrer als Rollator bewehrte Rentnertruppe mit Theo nach Lodz aufbrach, und das Männerballett in "Baywatch" die Oberkörper entblößte und sich auch noch an "Dirty Dancing" und "Schwanensee" heran wagte.
Mit einem Ausschnitt aus ihrem neuen Stück "Zeugin der Anklage" warb die Theatergruppe um Gäste für ihren großen Abend im Friwo am 21. Februar.
Schulleiter Roland Görlitz bedankte sich bei allen Mitwirkenden auf oder hinter der Bühne.

26.1.19
Mehr Miteinander?
(Eisenhüttenstadt/hn) Als Flop und Blamage erwies sich der diesjährige Neujahrsempfang von Bürgermeister Frank Balzer. Als "unerhört" bezeichneten viele potenzielle Gäste, darunter die CDU-Abgeordnete im Stadtparlament Marina Marquardt, dass die Partner der geladenen Gäste explizit von der Teilnahme am Empfang ausgeschlossen waren. Außer ihr verzichteten aus diesem Grund auch viele andere Eingeladene auf die Teilnahme, so dass viele Reihen im Theatersaal frei blieben. Balzer brach auch mit der Tradition, verdiente Ehrenamtler zu würdigen, auch die von seiner Vorgängerin Dagmar Püschel ins Leben gerufene Tradition, jeweils 100 interessierte Eisenhüttenstädter Bürger zum Neujahrsempfang einzuladen, fand in diesem Jahr ihr Ende. Und zu guter Letzt: auch einige Pressevertreter wurden nicht eingeladen.
Ist das der Inhalt von Frank Balzers Wahlslogan "Mehr Miteinander?" -
„An ihren Taten sollt ihr sie messen“ (Johannes- Evangelium)

Kommentarl von Werner Matzat 28.01.2019

Nur Instinktlos? - Vieles wird im Wahlkampf versprochen - Wenn Worte und Taten auseinanderklaffen!

Haben Sie gemerkt, geht so ein "Mehr miteinander"? Man könnte das zynisch kommentieren, dass dieser Neujahrsempfang eine echte Kata- strophe war. Kein Wunder, dass viele dem Empfang aus Ärger, weil sie nicht mal zu solch einem Ereignis ihren Partner oder Partnerin mitbrin- gen konnten, gleich ganz fern geblieben sind. Aber die Bevölkerung hat kaum eine Möglichkeit, sich gegen diese Politik, des Bürgermeisters, zu wehren. Tatsächlich aber kann der einzelne Bürger in diesen Scheinde- mokratien nichts Relevantes mitbestimmen. Das "Volk" muss sich fügen und die Suppe auslöffeln, es hat kein Mitspracherecht. Es ist quasi wie in einer Diktatur.

Deshalb wirkt es wie ein kleines Wunder, dass trotzdem die Stuhlreihen, im Friedrich-Wolf-Theater, nur halbleer waren. Versprechen wurden schon x - mal gebrochen, da muss man doch das Vertrauen verlieren. 

Jetzt gilt es, Versprechen einzuhalten, gerecht zu verteilen, was allen gehört, mit Weitblick die Stadtpolitik zu gestalten, nur dann sind die Einwohner nicht mehr empört. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass unser Bürgermeister, Frank Balzer, (SPD) vollkommen unfähig war , unwillig Profil zu zeigen. Nichts. Null. Und was soll die Konsequenz sein?

Sehr geehrter Bürgermeister, Frank Balzer, (SPD) wann klappt es mit der Umsetzung des "Mehr miteinander"? Es macht wütend, wenn jemand das Gegenteil des Gesagten tut. Irgendwann wird man einem Menschen nicht mehr glauben, wenn er etwas verspricht. Irgendwann ist es mit der Glaubwürdigkeit vorbei, wenn Reden und Tun zu weit auseinande rklaffen. Verlässliche Menschen sind solche, auf die sich jemand verlassen kann. Das nicht, weil sie vollkommen, sondern weil sie glaubwürdig, und wahr sind. Und das heißt, dass sie erkennbar sind in dem und durch das, was sie tun. Hier gälte es anzusetzen. Auch das sollten Sie beachten.

26.1.19

Zampern in Finkenheerd
(hn) Tolle Zamperstimmung herrschte am Sonnabend in Finkenheerd, wo die Mitglieder des Finkenheerder Fastnachtsclubs (FFC) zur traditionellen Zamperrunde durch das Dorf aufgerufen hatten. Es war der dritte Zampertag, nachdem am Wochenen- de zuvor bereits im Ortsteil Brieskow fleißig gesammelt wurde.


Kräftig langten die Zamperer auf Siebkes Terrasse, wo Oma Erika den Imbiss zubereitet hatte, zu.

"Seit gut 15 Jahren zampern wir auch auf dieser Seite", sagte Mario Rückert, Präsident des FFC, "in diesem Jahr haben wir die Tour ein bisschen umgestellt, Frühstücksstation ist nun bei Horst Siebke und Neu-Finkenheerder, die mit der Tradition vertraut sind, haben uns eingeladen, hinzukommen." Allen voran fährt das Zampermobil, ein Transporter mit aufgebauter Musikanlage, über die weithin hörbar Musik erklingt und die Ankunft der Zamperer ankündigt. Junge Muttis brachten ihren Nachwuchs mit, so dass sich unter anderen Lukas Skibba (1 Jahr) und Timo Schönherr (19 Monate) beizeiten an die närrischen Aktion gewöhnen können, um die Tradition irgendwann einmal weiter zu führen. Auf dem Grundstück von Horst Siebke empfing dessen 95jährige Mutter Erika den Tross, die Tische auf der Sommerterrasse reichlich gedeckt mit warmen und kalten Getränken sowie Tellern voller belegter Brote. Eine Feuerschale spendete behagliche Wärme, so dass die fröhliche Truppe nach einer halben Stunde voller Elan und mit viel Spaß weiter


 Tolle Zamperstimmung herrschte auf den Straßen vom Finkenheerd, Lukas Skibba (li.) und Timo Schönherr (mi) staunten nicht schlecht.

Mario Rückert bedankt sich bei Erika Siebke für den Imbiss.

zog, um zu sehen, wer ihnen Eier, Speck, Schinken, Gurke oder Geld spendiert, was in diesem Ortsteil ja nicht durchgängig üblich ist. 
Gleich im Anschluss an die Runde versammelte sich das lustige Volk zur traditionellen Kreschke, um die diesjährige Zampe- raktion ausklingen zu lassen. Was dabei übrig blieb, darunter mehrere hundert Eier, wird dann zur Ü 60 Party als Imbiss gereicht.
Ansonsten proben die Mitglieder des FFC fleißig an ihrem Programm, das unter dem Motto "Das gab´s beim FFC noch nie, wir reisen durch die Galaxie" steht und wieder mit vielen Überraschungen gespickt sein wird. Durch den späten Rosenmontag bleibt für die Vorbereitung von Ü 60 Fastnachtsball am 7. März, Kinderfaschingsparty am 8. März und großem Fastnachtsball am 9. März ein bisschen mehr Zeit, alle Veranstaltungen finden in der Turnhalle statt und Karten gibt es im Vorverkauf und an der Abendkasse. "Die Gruppen beginnen bereits im Juni an ihrem Programmbeitrag zu arbeiten", so Rückert, "und wir sind gespannt, was sie für unsere Gäste vorbereiten."

25.1.19

Visuelle Botschaften
(Eisenhüttenstadt/hn) In einem vom Dokumentationszentrum für Alltagskultur der DDR unterstützten Projekt beschäftigten sich Zwölftklässler der Gesamtschule 3 mit gymnasialer Oberstufe in den vergangenen Monaten mit der Gestaltung von  Plakaten. "Visuelle Botschaften verstehen, bewerten, gestalten" hieß das recht anspruchsvolle Thema, worin sich die Jugendlichen der 12b unter Anleitung durch die Fachlehrer Winfried Belgart (Deutsch und Kunst) und Ronald Wozniak mit dem Pro und Contra des Rauchens beschäftigten.


Ute Tupy, Winfried Belgert, Axel Drieschner und Ronald Wozniak würdigten den Ideenreichtum und das Engagement der junge Künstler bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Rauchen. 

"In diesem Projekt werden Lehrinhalte der 12 Klasse umgesetzt", erklärte Schulleiterin Ute Tupy, "dabei kam es darauf an, aus Texten Plakate zu gestalten." Dafür standen den Schülern unterschiedliche Mittel und Materialien zum Experimentieren zur Verfügung, und mit den entstandenen Werken galt es, eine Ausstellung zu kreieren. Handlungs- und praxisorientiert war entsprechend des Credos der Schule dabei vorzugehen, auch unter Inanspruchnahme von Vorlagen aus dem Be- stand des Dokumentationszentrums. Diese Zusammenarbeit habe sich bereits bei anderen Projekten bewährt. Mit im Boot war die Pricewa- terhouseCoopers Stiftung (PwC), die seit ihrer Gründung im Jahr 2002 bundesweit über 480 Jugend- und Bildungsprojekte mit insgesamt ca. 14 Millionen Euro unterstützte.
Einer der Akteure war Bastian Kraus aus der 12b. Er sagte: "Durch das ganze Projekt zog sich das Thema Rauchen - bei Herrn Belgert die Kampagne gegen das Rauchen und bei Herrn Wozniak gestalteten wir Plakat für das Rauchen." Sozusagen als Contrapunkt und Anstoß zum Nachdenken und Diskutieren.

Axel Drieschner vom Dokumentationszentrum wurde für sein Engagement bei der Beschaffung der finanziellen Mittel gedankt. Er wiederum würdigte den Einsatz und die Kreativität der jungen Künstler sowie ihre intensive und ausdauernde Arbeit, die sich über Monate erstreckte. Er versprach, weitere Aktivitäten zu unterstützen, dabei aufzubauen auf die nun gesammelten Erfahrungen und machte den Vorschlag, die städtische Öffentlichkeit in die Ergebnisse der Projektarbeit einzubeziehen.

24.1.19

Wirken der "Treuhand" kritisch betrachtet
(Eisenhüttenstadt/hn) Die wohl meistgehasste Institution, die im Zuge der Übernahme der DDR durch die BRD entstand und deren unheilvolles Wirken bis heute nachwirkt - die Treuhandanstalt - stand im Mittelpunkt einer sehr interessanten Veran- staltung im Dokumentationszentrum für Alltagskultur der DDR mit dem Thema "Die Treuhand: Idee - Praxis - Erfahrung 1990-1994".


Mit großer Kompetenz und Sachlichkeit berichtete Dr. Marcus Böick über seine Recherchen und Ergebnisse zum Treuhand-Buch.

So heißt auch das vom jungen Wissenschaftler Dr. Marcus Böick aus Bochum verfasste Buch. Er studierte Wirtschafts- und Kulturgeschichte an der Ruhruniversität und legt mit diesem Buch eine umfassende Untersuchung zur Treuhandanstalt und die über sie geführten kontro- versen Debatten vor. Gast und kompetenter Augenzeuge der damaligen Vorgänge war Prof. Dr. Dr. Karl Döring, den Eisenhüttenstädtern als langjähriger Generaldirektor des Bandstahlkombinates Hermann Matern und EKO-Geschäftsführer bekannt. Unter Detlef Rohwedder war er von Juli bis November 1990 stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungs- rates der Treuhand-Anstalt.
Das Thema interessiere zunehmend auch in den alten Bundesländern, stellte Marcus Böick fest, wobei zu beobachten ist, dass es zwischen Ost und West unterschiedliche Blickwinkel bei dessen Betrachtung gibt. Es folgte ein spannender Vortrag, worin der Referent die schwierige Aufgabe hatte, 10 Jahre Entwicklung in einer dreiviertel Stunde nachzu- 

Dr. Marcus Böick und Prof. Dr. Dr. Karl Döring stellten sich den Fragen der Gäste.

Axel Drieschner begrüße Dr. Marcus Böick und Porf. Dr. Dr. Karl Döring zur Veranstaltung über das Wirken der Treuhand-Anstalt.

zeichnen, bevor Karl Döring aus eigenem Erleben berichten und beide die Fragen der Gäste beantworten konnten.
Ausgehend von den Protestbewegungen gegen die Vernichtung der DDR-Wirtschaft Anfang der 90er Jahre spannte Böick einen weiten Bogen bis zu den Resultaten des Wirkens der Treuhand, inklusive der Abschlussbilanz. Wahrgenommen wurde sie zunehmend als "anonyme Skandalbehörde", was allgemein zu ihrem negativen Image führte, obwohl deren Gründungsidee noch aus der Zeit der letzten Volkskammer her rührte. Unterschiedlich waren in diesem Gremium die Vorstellungen zur Privatisierung, so dass die politisch unerfahrenen Abgeordneten der letzten Volksvertretung der DDR den Profis aus dem Westen nichts entgegenzusetzen hatten und deren Gesetzesvorschlag kritiklos annahmen, damit dem Raub von rund einer Billion DM Volksvermögen der DDR, wofür es bis heute keine Entschädigung gab, Vorschub leistete.
Karl Döring erinnert sich noch gut an seine Arbeit unter Rohwedder. Dieser war ein erfahrener Unternehmensabwickler bzw, -sanierer, für den auch die menschliche Komponente eine Rolle spielte, ganz im Gegensatz zu Birgit Breuel, die ohne Rücksicht auf Verluste völlig empathielos ehemalige DDR-Unternehmen abwickelte und verhökerte. Döring, der mit weiteren ehemaligen Kombinatsdirektoren anfangs in die Treuhand berufen worden war, berichtete auch, wie sie durch "Umstruktu- rierung" im Handstreich aus dieser Institution, die nun ganz in der Hand der westlichen Wirtschaft und Politik war, entfernt wurden. Dabei zitierte Döring aus seinem Buch "EKO - Stahl für die DDR - Stahl für die Welt".
Als Fazit stellte Marcus Böick konkrete Zahlen zur Arbeit der Treuhand zur Verfügung: ca. 13.500 DDR-Betriebe wurden enteignet, von 4 Millionen Arbeitsplätzen sind 1,1 Millionen übrig geblieben, gegenüber 350 Milliarden DM Ausgaben wurden 70 Mrd. DM eingenommen, so dass die Treuhand-Anstalt ihre Arbeit 1994 mit einem Defizit von 270 Mrd. DM abschloss.

23.1.19

Die polnische Hafen- und Hansestadt Stadt Danzig dankt Eisenhüttenstadt
Für die Anteilnahme am Tod nach dem feigen Mordanschlag auf ihren Bürgermeister Pawel Adamowicz hat die polnische Ostsee-Metropole ein Danke-Schreiben an Eisenhüttenstadt, ihre Bürgerinnen und Bürger sowie Bürgermeister Frank Balzer gesendet.


 

17.1.19

Bürgermeister trafen Handwerker
(Eisenhüttenstadt/hn) Am 17. Januar hatten die Bürgermeister von Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt Handwerker der Region in die Kleine Bühne eingeladen, um mit ihnen über ihre Probleme, Sorgen und die künftige Gestaltung der Wirt- schaftsregion zu sprechen.


Frank Balzer und René Wilke begrüßten die Gäste und die Gesprächspartner auf dem Podium (v.l.n.r.: Frank Ecker, Karsten Bohlig, Christian Rinck).

 Ralf Hillberger, Debora Aust, Randy Millatz, Frank Balzer, René Wilke, Frank Ecker und Karsten Bohlig waren als Gesprächspartner der Hanwerker erschienen.

Frank Balzer und René Wilke begrüßen die Gäste.

Viele Handwerker aus der Region folgten der Einladung der Bürgermeister.

Neben René Wilke und Frank Balzer hatten QCW-Geschäftsführer Ralf Hillberger, Debora Aust, Geschäftsführerin der DARE Consulting GmbH Müllrose, Randy Millatz, Geschäftsführer der Heckmann Stahl- und Metallbau Ost GmbH, Frank Ecker, Geschäftsführer der Handwerks- kammer Frankfurt (Oder) Region Ost-Brandenburg, Karsten Bohlig, Geschäftsführer des Autohauses Bohlig und Präsidiumsmitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer sowie Fleischermeister Christian Rinck, Inhaber von Cate-Ringk Eisenhüttenstadt auf dem Podium Platz genommen.
Beide Bürgermeister, die im vergangenen Jahr ihren Dienst angetreten hatten, seien sich schnell einig darüber geworden, dass neben Industrie, Technologie, Wissenschaft und Sozialwesen auch das Handwerk eine ganz wichtige Säule des Regionalen Wachstumskern ist, was sie veran- lasste, das Gespräch zu suchen, um zu erfahren, was die Handwerker verlangen und von den Verwaltungen an Unterstützung fordern. "Ich denke, für die Zukunft ist ein Zusammenschluss, ein Miteinander ganz wichtig", sagte Frank Balzer, "die Probleme des demografischen Wandels, der Abwanderungen und Fachkräfte (...) sollen im Gespräch erörtert werden, um dort Lösungen und Ansätze zu finden." Dabei sollen auch Partner wie der Landkreis, die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) und das Land einbezogen werden, um den Bürgern Angebote zu machen und das Handwerk als Dienstleister zu unterstützen.
Frankfurts Oberbürgermeister René Wilke freute sich über die große Teilnehmerzahl und verwies darauf, dass das wesentliche Signal der gemeinsamen Aktivitäten sei, dass Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder) sowie der Landkreis und die Stadt inzwischen so weit zusammen gerückt seien, dass "kein Blatt Papier mehr dazwischen passt". Beide Bürgermeister haben sich das Ziel gesetzt das "gefühlte Gegeneinander" beider Kommunen aus dem Weg zu räumen. Schließlich seien die Probleme beider identisch, so dass es nahe liegt, sie auch gemeinsam zu lösen. Er forderte die Anwesenden zu einer offenen Diskussion auf, denn ohne die Probleme konkret zu benennen, können keine Lösungen gefunden werden.
Zum Thema Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge als Herausforderung in Gegenwart und Zukunft referierte Randy Millatz. Er stellte fest, dass Unternehmer sich rechtzeitig mit der Frage einer Nachfolge für die Unternehmensführung beschäftigen sollten, zumal viele von ihnen die Übergabe oder den Verkauf des Betriebes in die Sicherung der Altersversorgung eingeplant haben.
Sehr informativ und facettenreich entwickelte sich die darauf folgende offene Podiumsdiskussion, die sich ebenfalls mit der Fachkräftesituation befasste. Bezüglich der Ausbildungsplanung sollten die Kontakte zu den Schulen vor Ort gesucht werden, denn viele Schüler würden die örtlichen Unternehmen nicht kennen und deshalb eine Ausbildung in der Ferne suchen. Es sei auch zweifelhaft, dass die frühzeitige Orientierung der Grundschüler in Richtung Abitur und Studium für jeden der richtige Weg ist, was eine entsprechende Zahl von Studienabbrechern belegt.

"Dem Handwerk geht es gegenwärtig gut", konstatierte Frank Ecker, und mit Lehrlingen aus dem EU-Ausland gebe es gute Erfahrungen. Nicht so toll laufe es mit Arbeitskräften aus den Reihen der Flüchtlinge, hier sei das Sprachproblem die größte Hürde, neben der Anerkenntnis vorhandener Qualifikationen.
Wie rechtzeitig auf die Suche nach Auszubildenden gegangen werden kann, erklärte Bauunternehmer Ulrich Zimmer aus Müllrose. Dort wird seit Jahren einmal jährlich ein Tag des offenen Unternehmens veranstaltet, während dessen die Schüler ab der 6. Klasse die Gelegenheit haben, die Firmen vor Ort, im vergangenen Jahr waren es 54, kennen zu lernen, aber auch die Kindergartenkinder seien "beste Werbeträger."

12.1.19

SPD lud zum Neujahrsempfang
(Eisenhüttenstadt/hn) Am vergangenen Sonnabend lud der SPD-Ortsverein ihre Genossinnen und Genossen, Freunde und Mitstreiter zum traditionellen Neujahrsempfang ein. Als Gäste begrüßte Moderatorin Ingrid Siebke Landrat Rolf Lindemann, Frank Steffen, Bürgermeister von Beeskow und Vorsitzender des Unterbezirks Oder-Spree der SPD, Bürgermeister Frank Balzer, Holger Wachsmann, SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament und die Neuzellerin Christiane Barczikowski, Bewerberin zur Landtagswahl 2019.


Christians Barczikowski, Holger Wachsmann und Ingrid Siebke nahmen zu Erfolgen, Problemen und Vorhaben der SPD-Politik Stellung.

"Gemeinsam möchten wir Euch und Sie ganz herzlich zu unserem heutigen Neujahrsempfang begrüßen, und natürlich wünschen wir allen, die hier sind und darüber hinaus, die wir kennen und die wir mögen, und vielleicht auch allen anderen, ein gesundes Jahr 2019", sagte Siebke und lud zu Meinungsaustausch und vielen Gesprächen ein.
Das Jahr 2019 werde ein Jahr sein, in dem beschlossen wird, wie künftig miteinander umzugehen und miteinander zu leben ist, denn drei Wahlen - Europaparlament, Stadtverordnetenversammlungen und Kreistage sowie das Landesparlament - seien zu absolvieren. Als besonders wichtig betrachtet Ingrid Siebke dabei die Wahlen zum Europaparla- ment, denn diese würden den Weg festlegen, den Europa künftig beschreiten wird. "Dieses Europa hat uns lange Zeit Frieden und Wohlstand gebracht", so Siebke, "und wenn wir sehen, wie die Welt im Moment neu verteilt wird, wäre es das Dümmste und das Schlimmste, Europa auseinander fallen zu lassen." Sie befürchtet, dass jene, die Europa nicht wollen, sich stärker im Parlament wiederfinden werden.
Holger Wachsmanns Rede bezog sich auf Erfolge und Probleme der Kommunalpolitik sowie den Zustand der Bundes- und Landes-SPD, der von den Genossen vor Ort kritisch betrachtet wird. Dort haben die Verantwortlichen die Verbindung zu den Menschen an der Basis offenbar verloren, während die lokalen Politiker ein gutes Verhältnis zu den Menschen hätten.
Eisenhüttenstadt zähle mit ihrer Einwohnerzahl zu den eher kleineren Städten, die jedoch über vieles verfügt, was sie im Bundesmaßstab einzigartig macht - Theater, Schwimmhalle, Bibliothek, Freilichtbühne, Kleine Bühne, "so etwas wie das Dokzentrum", diverse Sporteinricht- ungen, Skihang, Marathonstrecke, eine gute Kita- und Schullandschaft und ein Krankenhaus seinen in dieser Kompaktheit in einer Stadt dieser 

Größenordnung nicht noch mal anzutreffen, was Besucher immer wieder in Erstaunen versetzt. Wachsmann betonte, die Stadt besitze einen ausgeglichenen  Haushalt, trotzdem sei es harte Arbeit, die genannten Stätten zu finanzieren. Der Bau der neuen Feuerwache sein "nicht mehr zu verhindern", das Thema begleitete die parlamentarische Arbeit bereits seit vielen Jahren, ebenso wie Fragen der öffentlichen Sicherheit.
Sehr verbessert habe sich auch die Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung seit Rolf Lindemann deren Chef ist. Beispiele seien dafür das OSZ und dessen Mensa-Anbau, die Innen- und Außengestaltung des Gymnasiums und die Modernisierung der Gesamtschule. Verbessert haben sich auch die Nutzungsmöglichkeiten der Sporthallen und das Thema Altenheim steht nach wie vor auf dem Plan. 
Christiane Barczikowski, die als SPD-Direktkandidatin in dem Landtag einziehen will, orientiert ihre politischen Aktivitäten am Wahlkampfthema "Mehr Miteinander" des Eisenhüttenstädter Bürgermeisters und den Erfahrungen der ältesten Brandenburger SPD-Bürgermeisterin Ellen Wischnewski (92), die die Umfragewerte der SPD mit dem einfachen Satz: "Wir müssen uns über den Zustand unserer Partei nicht wundern, weil die Basis nicht mitgenommen wurde" kommentierte. Und die Basis müsse "nerven", um Gehör zu finden.

9.1.19

Defibrillatoren zur Lebensrettung
(Eisenhüttenstadt/hn) Die Brandenburgische BKK übergab am 9. Januar an das Rathaus und die Alten- und Pflegheim Eisenhüttenstadt GmbH Defibrillatoren zur Ersten Hilfe bei Herzstillstand. Diese Geräte werden an gut und für Jedermann sichtbarer Stelle installiert und sind dank ihrer Selbsterklärungsfunktion auch von jedem medizinischen Laien bedienbar.
Als Sachkundiger begleitete Dr. med. Peter Matthees, Leiter der Notaufnahme im Städtischen Krankenhaus, die Übergabe.


BKK-Vorständin Kathrin Wormann übergab die Defibrillatoren an Bürgermeister Frank Balzer und Altenheim-Geschäftsführerin Gerlinde Fürstenberg.

Dr. med. Peter Matthees nutzte die Gelegenheit, den in der Stadtverwaltung angestellten Ersthelfern eine Einweisung in die Arbeit mit dem Gerät zu geben.

"Ein kleines Gerät hilft Leben retten", sagte Kathrin Wormann, Vorständin der BKK, anlässlich der Übergabe an Bürgermeister Frank Balzer und Gerlinde Fürstenberg, Geschäftsführerin des Alten- und Pflegeheimes, "jährlich gibt es in Deutschland ca. 50.000 Herzinfarkte außerhalb eines Krankenhauses, und wenn der Kreislauf aussetzt hat das Gehirn noch 3 Minuten, bevor es irreparabel Schaden nimmt." 
Im vergangenen Jahr startete die BKK unter dem Motto "Herzenssache" eine Aktion zum Kampf gegen den Herzinfarkt, während derer etwa 2200 Erwachsene und Kinder in Unternehmen und Schulen an einem Reani- mationstraining teilnahmen. Diese sehr erfolgreiche Unterweisung soll in diesem Jahr fortgesetzt werden, wobei Kathrin Wormann hofft, dass bereits in diesem Sommer allen Eisenhüttenstädtern ein öffentliches Reanimationstraining angeboten werden kann. Dafür werden noch Unterstützer gesucht. "Ich hoffe, die Defibrillatoren können Leben retten, noch mehr hoffe ich, dass sie nicht zum Einsatz kommen", so die BKK-Vorständin, die den bereits unterwiesenen Ersthelfern alles Gute wünschte.
Der Bürgermeister, selbst Ersthelfer, bedankte sich für die Aktion und berichtete, er selbst hätte so ein Gerät bereits ausprobieren können. Die Verwaltung als Einrichtung mit viel Besucherverkehr wäre der richtige Ort zur Installation, der Personalrat stünde hinter dieser Entscheidung, die auch im Rahmen der innerbetrieblichen Gesundheitsvorsorge getrof- fen worden war. Er versprach, auch die geplante Eisenhüttenstadt- Aktion zu unterstützen.
Nach der Übergabe der Geräte nutzte Dr. Matthees die Gelegenheit, auf die Notwendigkeit schnellen Eingreifens bei Herzstillstand hinzuweisen. "Viele machen in einer solchen Situation gar nichts, weil sie Angst haben, etwas falsch zu machen", stellte er fest, "aber als Helfer kann man nichts falsch machen, entscheidend ist, zu helfen". Wichtig sei, die Angst zu überwinden, und keinem Helfer werde ein Vorwurf gemacht, wenn die Wiederbelebung nicht gelingt.

8.1.19

Tanzwoche wirft ihre Schatten voraus
(Eisenhüttenstadt/hn) Auf ein vielseitiges und spannendes Tanzprogramm können sich die Fans dieser schönen Kunst freuen. In Vorbereitung der nunmehr 27. Tanzwoche laufen die Trainings in den Eisenhüttenstädter Vereinen auf Hochtouren. Die Organisatoren ließen sich auch schon ein bisschen in die Karten schauen und gaben einen kleinen Einblick in das, was die Besucher der Veranstaltungen erwartet.


Martina Harz, Leiterin Bürgerdienste im Rathaus, Pressesprecher Frank Eckert, Choreograf Jeffrey Jimemez, Theaterleiterin Regina Richter-Piehl und Fire & Flame Vereinsvorsitzende Katrin Herzog berichteten über den Stand der Vorbereitungen der 27. Tanwoche, die am 15. März beginnt.

"Wir begrüßen wieder Tänzerinnen und Tänzer aus Eisenhüttenstadt, Brandenburg und Berlin", erklärte Theaterleiterin Regina Richter-Piehl, "sogar aus den USA werden Gäste da sein." Inzwischen sei ein starkes Partnernetzwerk entstanden, um ein solches Festival durch- führen zu können. Tanzvereine, Medienpartner, Verwaltung, Unterneh- men, Eltern und viele mehr stünden dem Projekt zur Seite, so dass sich die Tanzwoche nicht nur zu einer Leistungsschau der einhei- mischen Vereine entwickelte, sondern auch eine Plattform darstellt, die den Erfahrungsaustausch praktiziert.
Die Eisenhüttenstädter Tanzlandschaft zeichnet sich durch unter- schiedliche Tanzstile aus, von Modern und Jazz bis hin zum Show- ballett haben sich die Vereine profiliert, wobei der Nachwuchsarbeit viel Aufmerksamkeit geschenkt wird. Im Rahmen des Projekts "tanzArt" können auch in diesem Jahr wieder Tanzgruppen aus der Umgebung ihre Choreografien vorstellen.

Zur Tradition der Tanzwoche gehört von Anfang an auch die Gestaltung eines Tanzprojekts der Vereine, das in diesem Jahr wieder unter der Choreografie des Berliner Künstlers Jeffrey Jiminez steht. Gern sei er wieder nach Eisenhüttenstadt gekommen, denn die Arbeit im vorigen Jahr habe ihm sehr viel Spaß gemacht. Voller Lob äußerte er sich über das Enga- gement der Eisenhüttenstädter Tänzerinnen und Tänzer. Auf die Frage, wie mehr Jungen und junge Männer für das Tanzen interessiert werden könnten, antwortete Jiminez, es wäre diesbezüglich vorteilhaft, mehr männliche Trainer und Choreo- grafen zu engagieren, an denen sich die Jungs orientieren können. "Ich freue mich wieder auf die Arbeit mit den Eisen- hüttenstädtern", sagte der Choreograf, "es wird etwas buntes und fantasievolles zu sehen sein, so etwas wie Alice im Wunderland, etwas aus der alten Zeit vor der VHS-Kassette."

 

 
Überall, wo sich die Amerikaner einmischen, wird
- aus Ordnung - Chaos,
- aus Souveränität - Vasallentum,
- aus Vertrauen - Feindschaft,
- aus Frieden - Krieg


Kriegstreiber-
verein NATO
„Welche Regierung würde es wagen, die politische Freiheit anzutasten, wenn jeder Bürger ein Gewehr und fünfzig scharfe Patronen zu Hause liegen hat?“ MEW Bd. 21, S. 345. Fr. Engels