Eisenhüttenstadt-direkt

Starke Sachen aus einer starken Stadt

letzte Aktualisierung:
13.03.19

Ihre Internet-Illustrierte für Eisenhüttenstadt und Umgebung

"Streicht alle Schulden und verteilt das Land neu!"
(revolutionäre Forderung aus der Antike)

Firmen präsentieren sich



Die ersten Frühlingsboten sind da


Februar / März 2019
 

 Für Bier gibt es ein Reinheitsgebot. Wann wird ein solches auch für Politiker und Journalisten erlassen? (K. E. v. Schnitzler)
 

„Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!”
Bertolt Brecht (1898-1956), bedeutendster deutscher Dramatiker und Dichter des 20. Jahrhunderts

  

DER NACHRICHTEN ANDERE SEITE
 

„Es kann nicht alles ganz richtig sein in der Welt weil die Menschen noch mit Betrügereien regiert werden müssen."                                                                                    (Georg Christoph Lichtenberg)

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9.3.19:
„Schluss mit dem Gender-Unfug!“
Die Einen feiern sie als wichtigen Schritt zur Geschlechtergerechtigkeit, die Anderen sprechen von „Gender-Gaga“: In unserer Sprache hat sich eine Fülle von Formen gebildet, die den weiblichen Teil der Bevölkerung sowie Transgender bewusst miteinbeziehen sollen. Professor Walter Krämer vom Verein Deutsche Sprache hat dafür wenig Verständnis.

22.2.19:

Bundestag-Altersreichtum: 10.000 Euro-Marke geknackt: Diäten wieder kräftig erhöht
 
3.2.19:
"Ost-Offensive": Für ein selbstverwaltetes Ostdeutschland ohne NATO und transatlantischen Einfluss
Mit einer "Ost-Offensive" wollen SPD und CDU verhindern, dass Wähler in Ostdeutschland ihr Kreuz bei der AfD machen. Drei Landtagswahlen in Ostdeutschland stehen dieses Jahr an. Aus Angst, von der AfD abgehängt zu werden, machen sich CDU und SPD für eine "Ost-Offensive" stark. Auch RT-Gastautor Jürgen Cain Külbel plädiert für eine Ost-Offensive - jedoch mit völlig anderer Stoßrichtung.
 

Nachrichten, die in den gleichgeschalteten antirussischen und amerika- unterwürfigen deutschen Unterlassungs- und Verfälschungsmedien nicht erscheinen, finden Sie
HIER

Interne Kolonialisierung: Wie die DDR ausverkauft wurde
Noch immer herrscht der Mythos vor, die angeblich marode DDR habe zu enormen wirtschaftlichen Problemen für die BRD geführt. Doch tatsächlich war die Übernahme der neuen Bundesländer ein gefundenes Fressen für die westdeutschen Wirtschaftsmagnaten.
Die Verbrechen der "Treuhand" , Über die DDR 

4.2.19:
"Westen schuldet Osten etwa 8 Billionen D-Mark" - Interview mit Ökonom Klaus Blessing
DDR-Staatschef Erich Honecker (links) und der westdeutsche Bundeskanzler Helmut Kohl (rechts)
Jenseits von Vorurteilen versucht der Ökonom Klaus Blessing im Interview mit RT Deutsch, ein realistischeres Bild der DDR-Wirtschaft zu zeichnen. Im Mittelpunkt des Interviews stehen die deutsch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen und der DDR-Außenhandel. 

5.2.19:
Zukunft Ost
Die Ostdeutschen sind die Verlierer des Vereinigungsprozesses. Dem muss endlich Einhalt geboten werden. Wir dokumentieren im folgenden ein Papier des Ältestenrates der Partei Die Linke vom 24. Januar 2019. Der Ältestenrat ist gemäß Satzung der Partei ein Konsultationsgremium und fungiert als beratendes Organ für den Parteivorstand. Er beteiligt sich mit Vorschlägen und Empfehlungen 
an der parteiöffentlichen Debatte. (jW)

 

Meinst du, die Russen wollen Krieg? (Jewgeni Jewtuschenko)

Wahrheit und Versöhnung?
Zum Umgang mit der DDR-Ge- schichte. Fragen an den Leiter der »Stasi«-Unterlagenbehörde
Roland Jahn

Doofe Ossis? Bundesregier- ung will Ostdeutsche besser integrieren
Die Ostdeutschen denken "ganz anders" über Fragen von Zugehörig-
keit und vom Zusammenhalt. Das
sagt der Heimatstaatssekretär
Markus Kerber. Sein Lösungsvor- schlag: Eine bessere Integration der Ostdeutschen. Nur: Wer ist hier eigentlich schlecht integriert? 


 

Wenn Minderheiten die Scharia wollen, dann raten wir ihnen, in Länder zu gehen, wo dieses Recht herrscht. Russland braucht keine Minderheiten, Minderheiten brauchen Russland. Wir werden ihnen keine Privilegien einräumen, keine Gesetze ändern, egal, wie laut sie DISKRIMI- NIERUNG schreien.
(Wladimir Putin)
 

Bewaffneter Friede

Ganz unverhofft auf einem Hügel
sind sich begegnet Fuchs und Igel.
Halt! rief der Fuchs, du Bösewicht!
Kennst du des Königs Order nicht!
Ist nicht der Friede längst verkündigt,
Und weißt du nicht, dass jeder sündigt,
der immer noch gerüstet geht!
Im Namen seiner Majestät,
komm her und übergib dein Fell!

Der Igel sprach: Nur nicht so schnell,
nur nicht so schnell!
Lass dir erst deine Zähne brechen,
dann wollen wir uns weitersprechen.
Und also bald macht er sich rund,
zeigt seinen dichten Stachelbund
und trotzt getrost der ganzen Welt,
bewaffnet, doch als Friedensheld.

Wilhelm Busch

 


13.3.19

Ministerpräsident Dietmar Woidke in Eisenhüttenstadt
Eisenhüttenstadt. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke kommt nach Eisenhüttenstadt. Wann? Am 2. April 2019. Unter dem Motto „Zur Sache, Brandenburg!“ laden er und Eisenhüttenstadts Bürgermeister Frank Balzer Menschen – junge wie erfahrene - zum Bürgerdialog mit der Politik an diesem Tag ein. Ab 19 Uhr wird es im Feuerwehr- und Technikmuseum der Stadt (Heinrich-Pritsche-Straße 26, 15890 Eisenhüttenstadt) zwei Stunden lang um Fragen rund um die Politik gehen: „Welche Themen bewegen Sie? Worum muss sich Politik kümmern? Sagen Sie uns Ihre Meinung!“, regt Brandenburgs Regierungschef zu der gut zweistündigen Diskussion an.
Eingeladen sind alle, die sich einbringen wollen, die Vorschläge, Kritiken haben und auch Perspektiven aufzeigen wollen.

13.3.19

Baumfällungen auf dem Zentralen Platz notwendig
(Eisenhüttenstadt/M. Reichl) Auf dem Zentralen Platz (Höhe Hotel Lunik gegenüber) werden am 13./14.03.2019 Bäume gefällt. Erforderlich wird die Fällung von drei Pappeln, da der Gesundheitszustand der Bäume nicht mehr den Anforderungen der Verkehrssicherheit entspricht.
Durch den Baumgutachter wurden an einer Pappel starke so genannte Torsionsrisse in der Kronenterminale festgestellt. Aufgrund des Standortes in einer Dreiergruppe werden die benachbarten zwei Pappeln durch die Fällung so freigestellt, dass deren Stand- und Bruchsicherheit stark eingeschränkt wird. Eine Fällung der beiden Bäume wird somit ebenfalls notwendig, so der Gutachter. Denn: Die erforderlichen Schnittmaßnahmen zur Wiederherstellung der Stand- und Bruchsicherheit hätten bei diesen beiden Bäumen eine komplette Zerstörung der Kronen zur Folge. Zudem: Die Verkehrssicherheit ist nicht mehr gegeben.
Um Gefahren für Personen und Sachwerte zu vermeiden, erfolgt die Fällung der Bäume kommenden Mittwoch und Donnerstag (13./14.März 2019). Hierfür wird vom 13. März 2019 ab 7 Uhr bis zum 14.März 2019 bis 15 Uhr eine Sperrung der Straße auf dem Zentralen Platz für den Fahrzeug- sowie Fußgängerverkehr erforderlich sein. Der Verkehr wird über die Straße der Republik umgeleitet.

3.3.19

Fast 500 Stammzellenspender für Oliver Zeise
(Eisenhüttenstadt/hn) Gut gelaufen ist am vergangenen Sonntag die Rettungsaktion für den an Leukämie erkrankten Oliver Zeise aus Vogelsang. 497 potenzielle Stammzellenspender kamen in die Ceféteria des Oberstufenzentrums, um DNA-Proben abzuge- ben, die sie zuvor mit ein paar Wattestäbchen aus ihrem Mund entnommen hatten. Doch die Organisatoren konnten sich nicht nur darüber freuen, sondern auch über Geldspenden in Höhe von 2801 Euro, mit der die Arbeit der Deutschen Knochenmark- spende unterstützt wird.


Daniel Koschack (li.) und Ronny Eichner vom FC Eisenhüttenstadt gehörten bereits in früher Stunde zu den Spendenwilligen.

Benjamin Wetzold und Viktoria Belon helfen Familie Klein bei der Abgabe der Proben.


Einer der ersten Spendenbereiten war Eisenhüttenstadts Bürgermeister Frank Balzer.

Zu den vielen Spendern gehörten Sportler wie Daniel Koschack, Torwart der 3. Männermannschaft des FC Eisenhüttenstadt und sein Trainer Ronny Eichner. Beide hatten im Internet in sozialen Medien von der Aktion erfahren und sich zusammen mit weiteren Mannschaftskameraden entschlossen, mitzumachen. "Viele haben spontan zugesagt. dabei zu sein", so Koschack, "so haben wir uns hier getroffen." Beide hätten versucht, ihre Freunde mobil zu machen, um zu helfen, das sie sei doch klar gewesen, und die Hoffnung, dass jemand gefunden wird, bleibt.
Auch für Familie Klein aus Eisenhüttenstadt war es selbstver- ständlich, zu helfen. Die beiden Kinder schauten neugierig zu, wie Mama und Papa ihre Probe abgaben. So eine Krankheit könne ja jeden treffen und es ist ein gutes Gefühl, sich einzusetzen. 


Ein ständiges Kommen und gehen herrschte in der Caféteria des Oberstufenzentrums.

Bereits in der ersten Stunde gaben über 100 Eisenhüttenstädter ihre Proben ab.

Der Potsdamer Jurastudent Tom König engagiert sich bereits seit längerer Zeit ehrenamtlich in der DKMS und kam als einer der Betreuer der Aktion nach Eisenhüttenstadt. Er sei in seinem Wohnort Brandenburg (Havel) auf die Tätigkeit der Organisation aufmerksam geworden und entschloss sich, künftig dabei zu sein. "Die heutige Erfassung von Spendern kann ja auch anderen helfen", so König, "die Typisierung erfolgt ja für die ganze Welt, wobei die Ergebnisse sehr unterschiedlich sind."
Stammzellen spenden können alle Personen zwischen 17 und 55 Jahren, die mindestens 50 kg auf die Waage bringen. Dies erstaunt so manchen Älteren, der gesundheitlich fit ist und nicht mehr zugelassen wird. Einer der Gründe ist, dass es häufiger zu Abstoßungsreaktionen kommen kann, wenn der Spender im höheren Lebensalter ist. Die Typisierung ist für den Spender kostenlos, die DKMS bezahlt je Probe 35 Euro an das untersuchende Institut. Gegenwärtig befinden sich über 8,5 Millionen  potenzielle Spender in der deutschen Kartei, es sollen durch systematische Aufklärung, u.a. in Schulen, mehr werden, denn damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, Leben retten zu können. 

1.3.19

Weiterbildungsnetzwerk soll junge Ärzte binden
(Eisenhüttenstadt/hn) Am 1. März gründeten die Städte Eisenhüttenstadt und Guben gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg sowie der Städtischen Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH und dem Naemi-Wilke-Stift Guben das "Weiterbildungsnetzwerk Oder-Spree-Neiße" mit dem Ziel, jungen Ärzten eine systematische und koordinierte Weiterbildung zum Facharzt zu ermöglichen.


Frank Balzer und Fred Mahro beurkundeten die Gründung des Weiterbildungsnetzwerkes.

Mit diesem Projekt soll die Region Ostbrandenburg attraktiver für diese Ärzte werden und sie für eine Niederlassung in der Region interessieren. Im Zusammenhang mit der Beurkundung der Gründung des Netzwerkes zeig- ten sich Eisenhüttenstadts Bürgermeister Frank Balzer und sein Gubener Amtskollege Fred Mahro einig, damit einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltigen Sicherung und Verbesserung der medizinischen Versorgung in unserer Region gegangen zu sein.
 
Praxisnah und lückenlos sollen Absolventen des Medizinstudiums mit Hilfe der Krankenhäuser, Medizinischen Versorgungszentren und betreuenden Ärzten die Möglichkeit erhalten, ihre Qualifizierung zum Facharzt unter optimalen Bedingungen zu organisieren. Attraktiv gestalten wollen die Kommunen auch die Lebensbedingungen für den sich hier anstellungs- bzw. niederlassungswilligen Ärztenachwuchs, der sich für eine fünfjährige Facharztausbildung interessiert. Die Kassenärztliche Vereinigung steht in diesem Projekt für die Förderung einer adäquaten Vergütung. Sie sieht im Weiterbildungsnetzwerk ein wichtiges Instrument, junge Ärzte für die Arbeit im Land zu gewinnen. Ansprechpartner für Interessenten sind in Eisenhüt- tenstadt Grit Wiesener (Tel. 03364 / 543404, grit.wiesener@khehst.de) und in Guben Stefan Müller (Tel. 03561 / 403365, buero.meg@naemi-wilke-stift.de).

Zu den Gründungsmitgliedern des Weiterbildungsnetzwerkes gehören v.l.n.r.: Dipl. med. Ruchi Kassem, Frank Balzer, Fred Mahro Dr. med. Heike Schemainda, Gottfried Hain, Stefan Müller, Roland Kiesche, Grit Wiesener und Till Frohne.

1.3.19

Französische Schüler in Eisenhüttenstadt
(Eisenhüttenstadt/hn) Seit dem 28. Februar weilen sieben Schülerinnen und Schüler aus der französischen Partnerstadt Drancy im Rahmen des Austauschprogramms mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium in der Stahlstadt. Zum Auftakt ihres Besuches wurden sie am 1. März im Rathaus von Bürgermeister Frank Balzer begrüßt.


Axel Drieschner, Kurator am Dokumentationszentrum für Alltagskultur der DDR, informierte die deutschen und französischen Schüler am Stadtmodell über die Stadt und ihre Geschichte.

Während eines Besuches im Rathaus wurden die Schüler von Bürgermeister Frank Balzer empfangen.
 

Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieser Besuch zum weiteren Zusammenwachsen beider Nationen beiträgt und verwies auf die derzeit schwierige Situation in der  Weltpolitik. Der Bürgermeister wünschte den Gästen einen angenehmen Aufenthalt, bevor Axel Drieschner, Kurator im Dokumentationszentrum für Alltagskultur der DDR, am Stadtmodell das Wort zu einem Vortrag über Eisenhüttenstadt nahm.
Zuvor hatten die Gäste bereits am Unterricht teilgenommen und einen Empfang bei Schulleiter Roland Görlitz absolviert.
"Die Tradition des Schüleraustauschs besteht bereits seit 1991", sagte Elke Jansen, Fachlehrerin für Bio und Chemie, die zusammen mit Französischlehrerin Sabine Müller die Gäste aus dem Nachbarland betreut. Bei den gegenseitigen Besuchen gehe es darum, die anderen Städte, Mentalitäten und Lebensweisen kennen zu lernen sowie gemeinsam Unterricht und Freizeit zu gestalten. Im Unterschied zu den Eisenhüttenstädtern kommen die französischen Schüler, ausgewählt vom dortigen Partners- chaftskomitee, aus verschiedenen Schulen und müssen für die Reise ihre Ferienzeit zur Verfügung stellen. Die Kommunikation erfolgt in französischer, deutscher und englischer Sprache, und wenn es damit nicht weiter geht, müssen "Hände und Füße" herhalten. So wird es auch in gastgebenden Familien, die die Schüler während ihres Aufenthaltes beherbergen, gehandhabt.
Natürlich gibt es nach den Besuchen viel zu erzählen, besonders das Essen sei gigantisch, werde in Frankreich abends warm gegessen, machen die Gäste hierzulande Bekanntschaft mit "Stulle und Wurst". Ein besonderes Erlebnis sind immer wieder die von den Gasteltern organisierten gemeinsamen Abende, bei denen auch die Kultur nicht zu kurz kommt. "Nach diesen Besuch- en kommen die Schüler mit ganz neuen Eindrücken zurück", so Elke Jansen. Sie seien viel offener und sehen das Leben hierzulande mit ganz anderen Augen. Am 4. April starten die Eisenhüttenstädter Gymnasiasten zum Gegenbesuch nach Drancy, wo sie für sieben Tage in das französische Alltagsleben eintauchen können.

1.3.19

Weniger Arbeitslose im Februar, Ausbildungsstellen frei
(Eisenhüttenstadt/hn) Torsten Hesse, Bereichsleiter Eisenhüttenstadt-Beeskow-Fürstenwalde der Arbeitsagentur des Landkreises Oder-Spree, stellte am Freitag die Arbeitslosenzahlen für den Monat Februar vor. Es waren in dieser Zeit 6.457 Menschen arbeits- los gemeldet, 134 weniger als im Januar und 712 weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit lag die Arbeitslosen- quote bei 6,9%. Den Arbeitslosenzahlen stehen gegenwärtig 1.350 offene Stellen gegenüber, wobei die Arbeitsplatzangebote in Bereichen wie Rohstoffgewinnung, Produktion und Fertigung (92), Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (63) sowie bei kaufmännischen Dienstleistungen, Handel, Vertrieb und Tourismus (51) den höchsten Arbeitkräftebedarf haben, gefolgt von Tätigkeiten in Verwaltung, Bauwesen, Land- und Forstwirtschaft.
Die geringere Arbeitslosigkeit sei unter anderem durch die milde Witterung bestimmt, die den Bau- und Handwerksbetrieben einen früheren Saisonbetrieb ermöglicht. 20% der offenen Stellen, so Hesse, seien auch für Quereinsteiger, die einen beruflichen Wech- sel anstreben, geeignet, wobei es für die allgemeine Verbesserung der Arbeitsbedingungen noch "Luft nach oben" gibt.
Schwierig sei auch, Pendler zurück zu holen und an den lokalen Arbeitsmarkt zu binden. Der Hauptgrund besteht dabei im oftmals deutlich spürbaren Gefälle bezüglich der Arbeitseinkünfte. Inzwischen verzichten viele Unternehmen auf saisonbedingte Kündigungen, um ihre Mitarbeiter nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Als schwierig erweist sich nach wie vor die Eingliederung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Obwohl hinsichtlich der Sprachkompetenz durchaus Fortschritte zu verzeichnen sind, lassen sich viele Unternehmen nicht auf eine Anstellung und Ausbildung ein, solange der Aufenthaltsstatus nicht restlos geklärt ist.
Offenen Stellen gibt es auch hinsichtlich der Ausbildungsangebote. Zurzeit sind im Landkreis Oder-Spree 500 Lehrstellen in bis zu 130 Berufen frei. Obwohl die Arbeitsagentur über ein Budget von 12 Millionen Euro für die Unterstützung der Ausbildung verfügt, wird das Geld zumeist nicht abgefordert. "Nichts scheitert am Geld", sagte Torsten Hesse, "auch wer sich für einen Zweitberuf entscheidet, wird unterstützt, sofern die Notwendigkeit besteht."
Ein vorrangiger Bedarf an Auszubildenden besteht gegenwärtig für kaufmännische Berufe im Groß-, Einzel- und Außenhandel, Industriemechanikern und Elektronikern, wobei festzustellen ist, dass es bezüglich der Berufsberatung noch erhebliche Reserven gibt. So ist festzustellen, dass viele junge Autoschrauber unbedingt KFZ-Mechatroniker werden wollen, wobei beispielsweise interessante und vielseitige Ausbildungsmöglichkeiten in der Landtechnik gar nicht bekannt sind.
Ein Problem gibt es jedoch für viele Ausbildungsbetriebe: schlechte Schulnoten in den Hauptfächern. Viele Unternehmen stellen sich in ihren Lehrprogrammen darauf ein, diesen jungen Leuten zu helfen, sofern sie eine Beratung in Anspruch nehmen und sich über Möglichkeiten informieren.

 
25.2.19

Neuzeller Bürgerinitiative plant den Aufstand
(Neuzelle/hn) Als "unendliche Geschichte" bezeichnete Kurt Reimer von der Bürgerinitiative "Pro Ortsumgehung Neuzelle" das schier endlose Projekt der gleichnamigen Straße am Montag im fast voll besetzten Restaurant des Schlosses Bomsdorf.


Der Landtagsabgeordnete Andreas Gliese (CDU, vorn li.) berichtete vom Versagen der Landesregierung in Sachen Ortsumgehung.

Auch Ralf-Torsten Noack (l.) übte harsche Kritik am Verhalten der Landesregierung.

Dorthin hatte die Bürgerinitiative gemeinsam mit dem Landtagsabgeord- neten Andreas Gliese (CDU) interessierte Bürger, Kommunalpolitiker und Ortsvorsteher eingeladen, um weitere Maßnahmen gegenüber der Landes- regierung zu beraten, nachdem viele Aktivitäten im Sande verlaufen sind, die rot-rote Landesregierung mehrfach wortbrüchig wurde und gegebene Versprechen nicht eingehalten hatte. Nun sei gegenüber der Landespolitik, die sich offenbar nicht für das Projekt interessiert, es womöglich bewusst sabotiert, und die Realisierung immer weiter wegschiebt, eine "härtere Gangart" erforderlich.
"Es ist schon erstaunlich, dass Eisenhüttenstadt und Neuzelle als Orte mit der größten Verkehrsbelastung ... bis zuletzt aufgehoben wurden", empörte sich Kurt Reiner in seinem Vortrag zur Geschichte der Ortsumgehung, die bereits im Jahr 1936 begann. In den vergangenen 30 Jahren seien ca. 3 Millionen Euro für mehrfache Planungs- und Gutachterleistungen ausgege- ben worden. Hatte der Landesbetrieb für Straßenwesen das Projekt fertig, wurde die Planung an das Bundesunternehmen DEGES übertragen, es begann alles von vorn, kamen neue Rechtsvorschriften, begann wieder alles von vorn, ebenso, wenn ein seltener Frosch gefunden wurde, oder sich die Flugbahn einer Fledermaus änderte. Dadurch gibt es inzwischen sieben Varianten für den Streckenverlauf, es ist aber noch kein Ende erreicht, und Bürger, deren Grundstücke unter die Streckenführung geraten könnten, sollten besonders aufmerksam sein.
"Während einer Beratung in Eisenhüttenstadt im Mai 2018 wurde uns versprochen, die endgültige Streckenführung werde bis Ende 2018 fest- stehen", berichtete Initiativmitglied Burkhard Jantke. Immerhin ist das Projekt seit 2003 Bestandteil des Bundesverkehrswegeplanes, seit dieser Zeit hatte der Bund auch immer wieder seinen Anteil an der Finanzierung bereit gestellt, nur wurde das Geld durch das Land niemals abgerufen, weil die dafür erforderlichen Planungen sich, warum auch immer, ständig ver- zögerten. Auf einen Brief an Ministerpräsident Woidke mit der Forderung, das Schutzgut Mensch in den Vordergrund zu rücken, erfolgte bisher 

weder eine Eingangsbestätigung, noch eine Antwort.
Der zweite Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit dem desolaten Zustand der Ortsdurchfahrten, die während des Baus der Dorchebrücke für den Umleitungsverkehr genutzt wurden. Auch diesbezüglich hatte die Landesregierung schnelle finanzielle Hilfe für die Reparaturen versprochen, bisher jedoch keinen Cent geliefert. Im Gegenteil, die Landesregierung, so Gliese, arbeite mit unfairen Mitteln, bis hin zur Erpressung, und versuche, die Straßen in Kreisstraßen umzuwidmen, damit die Kosten von den Kreisen und Kommunen, letztlich aber vom Bürger getragen werden müssen, einschließlich der Kosten für 25 Jahre Unterhaltungsrückstand. Hier sei massiver Widerstand und das Handeln der Wähler angesagt. Nun bereitet die Bürgerinitiative eine Aktion vor, zu deren Teilnahme alle Bürger aufgefordert sind: Die gleichzeitige, koordinierte und massive Blockade der Ortsdurchfahrten, um Woidke & Co. daran zu erinnern, dass auch seine Regierung für die Menschen da ist, und nicht umgekehrt. Der Aufstand der Neuzeller ist in Vorbereitung. Gründe dafür gibt es noch vielmehr - das Abgehängt sein von Wirtschaft und Kultur, steinzeitliche Internetverbindungen, mangelhafte Bildung und Ärzteversorgung - rufen zunehmend den Zorn des Volkes hervor.
Die Bürgerinitiative "Pro Ortsumgehung Neuzelle" trifft sich an jedem zweiten Montag im Monat um 19 Uhr im "Prinz Albrecht", Interessierte, Zuhörer und Mitstreiter sind herzlich willkommen.

23.2.19

Eisbein für die Unterstützer
(Eisenhüttenstadt/hn) Der Löschzug Fürstenberg hatte am Sonnabend zu seinem traditionellen Eisbeinessen eingeladen. Auf der Gästeliste standen auch diesmal die Mitglieder des Löschzuges mit ihren Angehörigen, Sponsoren, Freunde und Unterstüt- zer der Feuerwehrarbeit.


Bernd Wilsky (li.) und Andreas Thierbach (re.) überreichten Jörg Bigesse die Medaille des Innenministers.

Andreas Thierbach und Bernd Wilsky mit dem Team der Köche Jörg Bigesse, Marianne Keil, Katrin Hartwig, Ingo Papert und Jörg Fabian.

Weitere Gäste kamen aus befreundeten Wehren Wiesenau und Groß- Ziethen. Löschzugführer Andreas Thierbach und der Vorsitzendes des Fürstenberger Feuerwehrvereins Bernd Wilsky begrüßten die Gäste, darunter der Veteran der Stalinstädter und Eisenhüttenstädter Feuerwehr Herbert Thiel und Vertreter des Bürgervereins Fürstenberg (Oder), wünsch- ten ihnen eine guten Appetit und viele gute Gespräche. Doch bevor die Party richtig begann, übergaben beide im Auftrag des Innenministers die Medaille für 40jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr an Jörg Bigesse, der auch seit vielen Jahren Chefkoch beim Eisbeinessen ist. Andreas Thierbach gab einen kurzen Überblick über das Einsatzgeschehen seit Beginn des Jahres, dreißig seien es gewesen und Schwerpunkt ist nach vie vor das Asylbewerberheim mit seinen Fehlalarmen.
"Das Eisbeinessen ist bei uns bereits eine langjährige Tradition, ebenso wie der Feuerwachenball", sagte Bernd Wilsky, "mit diesen Veranstaltung- en wollen wir uns bei den Freunden und Sponsoren unseres Löschzuges sowie bei den Ehe- und Lebenspartnern unserer Kameraden bedanken." Viele, viele Stunden müssen die Angehörigen die Kameraden entbehren, wenn sie zum Einsatz oder zu Schulungsmaßnahmen unterwegs sind, und so soll das Eisbeinessen die Geselligkeit und damit auch die Kamerad- schaft fördern. Eine tolle Freundschaft entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu den Groß-Ziethenern, mehrmalige Besuche jährlich trugen dazu bei und einmal seien sie auch schon auf dem BER gewesen.
Der Verein ist neben der Unterstützung der Feuerwehr auch auf vielerlei andere Weise aktiv, so beteiligt er sich am Frühjahrsputz, hilft bei Repara- turarbeiten und plant für den 15. Juni einen Tag der offenen Tür, während dessen sich Eisenhüttenstädter über die Arbeit informieren können. Vor allem Kinder und Jugendliche sollen dabei angesprochen werden, denn sie sind die Zukunft der Floriansjünger. Während des Tages wird es viele Aktivitäten und Vorführungen der Jugendfeuerwehr geben, natürlich wird mit 

Imbiss, Kaffee und Kuchen auch für das leibliche Wohl gesorgt sein. Eine ganz große Feier steht für den 20. Juni 2020, dem 130. Gründungstag der Fürstenberger Feuerwehr auf dem Plan

21.2.19
Geburtstaler überreicht
(Eisenhüttenstadt/hn) Zum 74. Mal überreichte die Sparkasse Oder-Spree zusammen mit der Stadtverwaltung und dem Städti- schen Krankenhaus den Geburtstaler an junge Erdenbürger bzw. deren Eltern.


Zum 74. Mal übergaben die Sparkasse Oder-Spree, die Stadt Eisenhüttenstadt und das Städtische Krankenhaus die Geburtstaler.

Krankenhaus-Geschäftsführer Till Frohne begrüßte im Mitarbeiterrestaurant die zahlreich erschienenen Gäste und teilte ihnen mit, dass der Festsaal wegen inzwischen 5monatigen Bauverzuges am Fahrstuhl noch immer nicht nutzbar ist. Er begrüßte die stellvertretendes Chefärztin der Kinderklinik Haddab Schaat, Martina Harz, die wieder in Vertretung des Bürgermeisters erschienen war, und Anja Grummt als Vertreterin der Sparkasse. Seit dem Start des Geburtstalers im Jahr 2004 sind bereits über 1900 dieser Präsente an Neugeborene vergeben worden, inklusive eines Startbetrages für die Eröffnung eines Kontos. Till Frohne bedankte sich bei den jungen Muttis, dass sie für die Geburt ihrer Kinder dieses Krankenhaus ausgewählt hatten und gab seiner Hoffnung, sie würden auch künftig dem Haus treu bleiben, Ausdruck.


Die Kita "Haus Sonnenhügel" gestaltete das Begrüßungsprogramm.

Jessica Grunow aus Schwerzko nahm den Geburtstaler für ihr Töchterchen Ida-Marie in Empfang.

Nachdem eine kleine Singegruppe der Kita "Haus Sonnenhügel" die Anwesenden mit ein paar Kinderliedern in deutscher und polnischer Sprache begrüßt hatte, ergriff Martina Harz das Wort. Sie sagte: "Dies hier ist immer so ein zauberhafter Termin, den ich gern wahrnehme." Sie dankte der Sparkasse und dem Krankenhaus für diese wunderschöne Geschichte, und was die Eltern hier auf dem Schoß haben, ist einfach ein kleines Wunder, aus dem ein großes Wunder wird. Sie bedankte sich bei den Mitarbeitern der Geburtsstation für ihre Arbeit und richtete an die Babys den irischen Willkommensgruß: "Wir alle glauben an dich, heute und für die Zeit deines Lebens."
Anja Grummt wünschte Kindern und Eltern im Namen ihres Unternehmens alles Gute. Sie betonte, der Geburtstaler sei etwas ganz Besonderes, er sei nirgends zu erwerben und nur für die Neugeborenen bestimmt. "Nutzen Sie die Zeit, sie vergeht zu schnell", so Grummt, "heute Nachmittag hat meine große Tochter ihre Führerscheinprüfung, denken Sie beizeiten daran, Ihre Kinder finanziell auf so ein Ereignis vorzubereiten." Mit kleinen regelmäßigen Sparbeträgen kann im Laufe der Jahre ein erheblicher Betrag zusammen kommen, mit dessen Hilfe Ausbildung, Studium, Führerschein, Auto und vieles mehr finanziert werden kann.

20.2.19

Aus der SVV
Geheimnis um die Schrottimmobilie "Lunik"
(Eisenhüttenstadt/hn) Mit einer umfangreichen Tagesordnung hatten sich kürzlich die Mitglieder der Stadtverordnetenversamm- lung zu befassen. Bereits in der Einwohnerfragestunde ging es hoch her, Bernd Petzold aus Fünfeichen reklamierte die zu geringe Entfernung des geplanten Windparks vom Dorf und überreichte dem Bürgermeister dazu eine Unterschriftenliste mit 230 Namen von Einwohnern. Bürgermeister Frank Balzer sagte zu, mit einem neuen Beschluss auf die Forderungen der Diehloer einzugehen.
Werner Matzat bezog sich in seiner Frage auf einen Beitrag in der Tageszeitung am 19./20. Januar, worin der Bürgermeister gefragt worden war, welche Note er sich selbst für sein erstes Jahr als Chef der Verwaltung geben würde. "Eine 2", sagte er dazu, was in Matzats Augen sehr übertrieben schien, denn wer das Leben in der Stadt betrachtet, muss feststellen, dass immer mehr Geschäfte schließen, was auch der zunehmenden Altersarmut geschuldet sei, und zunehmende Kosten für das Wohnen und Energie würden den Bewohnern immer mehr Geld aus der Tasche ziehen. "Wie kann man sich trotzdem zufrieden zeigen?", so Matzat. Frank Balzer antwortete darauf, er hätte sich mit seiner Benotung auf die Arbeit im Rathaus bezogen und verwahrte sich gegen Werner Matzats scharfe Rede.
Dietmar Brauer beschäftigte sich in seiner Frage mit der Bekämpfung der Wildschweine auf der Insel und der Lösung des Problems. Dafür gebe es jedoch noch keinen Plan. In einer zweiten Frage ging es um den zu glatten Boden der Inselhalle, der vielen Sportvereinen das Trainieren erschwere. Michael Reichl, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung in der Verwaltung, erklärte dazu, dagegen sei bereits etwas unternommen worden, und schlug einen Vor-Ort-Termin vor, um über noch bestehende Mängel zu sprechen.


Auch das Hotel Lunik wurde nach der Wende als Spekulati- onsobjekt von "Investoren" zum Schnäppchenpreis gekauft und mehrmals weiter veräußert.

Als letzter nutzte Egon Nemack die Einwohnerfragestunde, um sich nach aktuellen Informationen bezüglich des vor sich hin erodierenden Hotels Lunik zu erkundigen. Der Bürgermeister sei kürzlich in Hamburg zu einer Unterredung mit dem Immobilieneigentümer gewesen, aber zur Bevölkerung sei nichts von den Ergebnissen durchgedrungen. Frank Balzer erklärte dazu, es sei schwierig gewesen, überhaupt ins Gespräch zu kommen, und es ist Stillschweigen zu Inhalten und Ergebnissen vereinbart worden.

In der Tagesordnung ging es nach einem Informationsbericht des Geschäftsführers Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft GmbH  unter dem Tagesordnungspunkt "Anfragen" weiter. Darin fragte die CDU-Fraktion nach der Umsetzung der Verordnung von Pflegepersonaluntergrenzen in pflegeintensiven Bereichen von Krankenhäusern und der weiteren Nutzung des Gesellschaftshauses Schleicher. In einer Anfrage der LINKEn ging es um das städtische Sportstättenkonzept. Die Anfragen werden schriftlich beantwortet.

19.2.19

Alptraum Sekundenschlaf - die tödliche Gefahr
(Eisenhüttenstadt/hn) Ein spannendes Thema hatte Verkehrssicherheitsmoderator Gerhard Scheinert zur Verkehrsteilnehmer- schulung "Sicher mobil" am Dienstag im Stadtteilbüro "offis" auf die Tagesordnung gesetzt: Der Sekundenschlaf.

Äußerst gefährlich, und wenn nachweisbar, auch eine Straftat, wird das kurze Wegtreten während der Fahrt oftmals als Kava- liersdelikt betrachtet. Kaum ein Fahrer denkt daran, dass er bei 100km/h während eines drei Sekunden-Schlafes 83 Meter blind fährt. Die möglichen Folgen stehen nicht selten im Polizeibericht, wenn wieder einmal in den frühen Morgenstunden die Autobahn blockiert ist.
"Mindestens 60% der Kraftfahrer sind schon einmal vom Sekundenschlaf betroffen worden" so Scheinert zur tödlichen Gefahr.
Im Verlauf der Veranstaltung ging er auf die Warnzeichen und Symptome für einen bevorstehenden Blackout ein und sparte nicht mit Tipps für richtiges Verhalten.

Gähnen, brennende und zuklappende Augen, schlechte Laune, innere Unruhe können sich schnell als Vorboten erweisen, ebenso wie Schwierigkeiten beim Spur halten, ruckartiges Lenken, Verpassen einer Ausfahrt und vieles mehr. Deshalb sollten insbesondere längere Fahrten ausgeruht angetreten werden und kein Alkohol mehr im Blut sein. Besonders wichtig ist auch, Nebenwirkungen von Medikamenten zu beachten, da gibt der behandelnde Arzt die entsprechenden Informationen. Alle zwei Stunden sollte eine Pause eingelegt und, wenn möglich, ein Fahrerwechsel vorgenommen werden. Regelmäßiges Essen und Trinken fördert nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch das Wohlbefinden. Öfters mal kleine Häppchen sind dabei förderlich, belegte Brote, Obst und Gemüse.
Auch unser Biorhythmus ist für die Steuerung der Leistungsfähigkeit ausschlaggebend. Zwischen 2 und 6 Uhr sowie zwischen 13 und 15 Uhr sind wir am wenigsten belastbar, was unter anderem auch zu steigenden Unfallzahlen führen kann.
Zum Schluss wies der Moderator noch auf den möglichen Straftatbestand hin: Lt. § 315c StGB kann ein Fahrzeugführer mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft werden, wenn er infolge geistiger oder körperlicher Mängel nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen.
Fazit: Ausgeruht und entspannt auf die Reise gehen, Pausen machen, ggf. mit einem 10-Minuten-Schlaf, die bekannten Mythen wie Kneifen, Fenster auf, laute Musik und viel Kaffee sind "für die Katz" wenn die Konzentration nachlässt.
Die weiteren Termine für "Sicher mobil" sind der 21. Mai, 17. September und 17. Dezember, jeweils um 16 Uhr im offis.
Die nächste Veranstaltung findet am 5. März um 16 Uhr statt, dann wird die Volkshochschule über ihre Angebote informieren.

16.2.19

Fiesta Mexicana am Dorchesee
(Schwerzko/hn) Über fast frühlingshaftes Wetter freuten sich die Schwerzkoer Zamperer am Sonnabend. 15 Grad in der Mittagsstunde sind ja in den vergangenen Jahren eher selten gewesen, nun fühlte sich die närrische Truppe ausgesprochen wohl. Dies lag aber nicht nur am Sonnenschein, sondern auch an den freigiebigen Dorfbewohnern, die das traditionelle Event unterstützten.


Daniel Piepenburg (l.) gab beim Zampern seinen Einstand als Neu-Schwerzkoer.

Komm, ich flüstre Dir was in Öhrchen....

Am Abend zuvor versammelten sich viele in der Gaststätte zum Fastnachtstanz, während dessen sich 71 Dorfbewohner in die Zamperliste eintrugen und ihren Obolus entrichteten. Als dann die Kapelle aufspielte, wurde es auf dem Tanzparkett turbulent, die Stimmung stieg und kulminierte weit nach Mitternacht, als auch die Letzten sich gegen 3 Uhr erschöpft auf den Nachhauseweg begaben.
Pünktlich um 9 Uhr hieß es dann "Sammeln zum Zamperzug", nicht ohne das traditionelle Gruppenfoto auf dem Dorfplatz. Mitten unter den Zamperern weit gereister Besuch, Jaime aus der mexikanischen Stadt Pueblo. Erstmalig bei so einer Party dabei, fand er alles ganz toll, bei ihm zuhause gibt es sowas nicht, dort wird Neujahr ganz groß gefeiert. Sein Kollege und Kumpel Carsten Noack begleitete ihn, beide hatten sich in einem VW-Werk in Mexiko kennen gelernt. Mit "Air Schwerzko" habe er seinen Kollegen eingeflogen, und diese Fluglinie, die sich vorgenommen hat, alle Pleitelinien für einen Euro aufzukaufen, war dann auch komplett zum Zampern versammelt.
"Die Teilnahme von so vielen Leuten, darunter so mancher Ü60er, in so einem kleinen Dorf ist wirklich großartig", sagte Jörg Mosig, seit ein paar Jahren Fastnachtsorganisator. Am Vorabend hätten die Frauen sich zum Tanz schick gemacht, die Männer kamen im Anzug mit Sträußchen am Revers und Hut. Er selbst kassierte erst mal Schelte, als er eine halbe Stunde zu spät zum morgendlichen Treff kam. Die Kinder hätten ihn wohl aufgehalten, dann musste er die Kasse übernehmen und alle Spenden ordnungsgemäß registrieren. "Aber nur vormittags", erklärte Mosig, "dann ist jemand anderes dran." Auch ihn erfreute das Wetter, Warum nicht einmal im Frühling Fastnacht feiern, und wenn noch 10 Grad drauf kommen, können alle in kurzen Hosen kommen.


Platz zum Tanzen ist in der kleinsten Küche.

Wenn der Vampir mit der Stewardess.....

Als neuer Gastgeber hatte Daniel Piepenburg die Zampertruppe eingeladen. Aus Coschen kommend, wird er demnächst in sein neu gebautes Haus einziehen. "Ich bin ja mit der Tradition vertraut", erklärte er, "und will mich gleich von Anfang an in das Dorfleben einbringen." Auf ein paar Paletten hatte er einen reichlichen Imbiss vorbereitet, der mit Beifall und einer Tanzrunde quittiert wurde. 

12.2.19

Marktkauf-Azubitage gegen Plastikmüll
(Eisenhüttenstadt/hn) Dass Lehrlinge bei Marktkauf eigene Projekttage organisieren und gestalten, gehört ja nun schon genauso zum Unternehmen, wie das große grüne "M". In der vergangenen Woche hatten sie sich die Vermeidung von Plastikmüll auf ihre Fahne geschrieben, eine tolle Idee, wie auch so mancher Kunde bemerkte.


Drei Azubis, ein Praktikant und ein Jungkaufmann gestalteten die Projektwoche zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz.
V.l.n.r.: Michelle Ussat (2. Lehrjahr), Billie-Jeanne Bethge (1.), Justin Jachmann (Praktikant), Julius Hausmann (2.), Yves Wienke.

"Unser U21-Projekt beinhaltet, alles für die Umwelt zu tun", erklärte Yves Wienke, frisch gebackener Einzelhandelskaufmann, "das begann am Montag mit dem Verteilen von Mehrzweckbeuteln für Obst und Gemüse an die Kunden, um sie von der Verwendung der Plastiktüten abzuhalten." Ein weiterer Teil des Konzepts besteht in der Nutzung von wiederverwendbaren Mehrzweckdosen, die zum Beispiel beim Einkauf von Fleisch- und Wurstwaren zur Anwendung kommen können sowie der Nutzung von Mehrweg-Kaffeebechern statt der bisher üblichen Einwegbecher aus Plastik oder Pappe.
Doch auch bezüglich des Warenangebots gibt es umweltkonforme Einkaufsmöglichkeiten. Dies zeigten die Azubis am Dienstag mit dem Verkauf von MSC-Backfisch - Fisch aus nachhaltiger Fischerei - zuzüglich des passenden Bio-Schrotling Brötchens, und am Mittwoch kamen die Kunden in den Genuss einer Bio-Alnatura Pizza und von EDEKA-Biosäften.
"Diese Aktion", so Wienke, "wird von der EDEKA-Konzernführung veranstaltet, weil heutzutage wenig auf die Umwelt geachtet wird und der

viele Müll sie beeinträchtigt." Im Übrigen sei festzustellen, dass ein großer Teil der Kunden bereit ist, das Mehrwegkonzept anzunehmen, sowohl bezüglich der Stoffbeutel, als auch der Mehrzweckdosen, wobei die Akteure auf die Vorbildwirkung setzen und die Kunden zunehmend bereit sind, weniger Müll zu produzieren. 
"Diese Aktion kommt bei den Kunden gut an", ergänzte Julius Hausmann, "wir haben zur Vorbereitung Plakate angefertigt und in der Stadt aufgehängt und am Montag bereits 400 kostenlose Netze verteilt." Wenn es auch ein paar Kunden gab, die äußerten: "Ihr könnt eh´ nichts ändern" bleiben die jungen Leute optimistisch, denn irgendwo muss angefangen werden.

11.2.19

Wirtschaftsminister bei ArcelorMittal - Technik, die begeistert
(Eisenhüttenstadt/hn) Am Montag absolvierte der neue Brandenburger Wirtschaftsminister Jörg Steinbach seinen Antritts- besuch bei ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, um sich ein Bild über dessen Wirtschaftstätigkeit zu verschaffen. Gesprochen wurde dabei auch über die aktuelle Situation auf dem internationalen Markt, die Industriepolitik und den Klimaschutz.


Minister Steinbach informierte sich im Leitstand des Warmwalzwerkes über den technologischen Prozess.





In seinem Resümee bedankte sich der Minister für das umfassende und überzeugende Gespräch mit der Geschäftsleitung. "Für mich ist immer ein entscheidender Faktor, ob sich ein Unternehmen auch der Ausbild- ung stellt, und die 180 Auszubildenden zeigen, dass der Standort lebt", so Steinbach, "man muss sich Sorgen machen, wenn nicht mehr in die Jugend investiert wird." Er dankte ArcelorMittal für dieses große Enga- gement und stellte fest, dass von Seiten der Politik die Verpflichtung besteht, den Jugendlichen die Möglichkeiten zu schaffen, in der Region zu bleiben und zu arbeiten. Zusammen mit Kommune und Landkreis sei dieses Problemen anzugehen.
"Was mich begeistert hat, ist der Innovationsgeist, den ich hier gespürt habe", so der Minister weiter, "dass man sich auch im Produktportfolio um die weiter Entwicklung kümmert und eine Position innerhalb des Konzerns erreicht hat, die es auch ermöglicht, neue Märkte zu erkun- den." Einerseits zeigte er sich sehr zufrieden vom Besuch, andererseits habe sich sein Hausaufgabenheft um so manche zu bearbeitende Position erweitert. Immerhin sei ArcelorMittal eine der tragenden Säulen der Brandenburger Wirtschaft, und es müsse sich allen Themen, die im Zusammenhang mit der Klimapolitik - Strompreise, Netzentgelte, CO² Zertifikate und mehr - diskutiert werden, stellen und dafür sorgen, dass der Standort wirtschaftlich bleibt. Aufgabe der Landesregierung sei alle Vorgänge entsprechend begleiten und dafür sorgen, dass die Probleme des Stahlim- und -exports auf der EU-Ebene geregelt werden. Wenn Steinbach Ende Februar nach Brüssel fährt, wolle er dort auch die Forderungen des Eisenhüttenstädter Stahlherstellers vertreten, denn die amerikanische Politik habe zu einer "etwas turbulenten Weltlage" geführt und dabei bestimmte Spielregeln untergraben, die durch die Weltwirtschaftsorganisation (WTO) einmal festgelegt worden sind. Die dadurch entstandene Verschiebung der Warenlieferungen und der Handelskrieg mit China wirken sich negativ auf den europäischen Stahlmarkt aus, was bisher durch Sonderregelungen gegen Dumping- preise eingeschränkt werden konnte.
Bezüglich des Strompreises erklärte der Minister, dieser müsse zumindest auf dem bisherigen Niveau gesichert bleiben, gleiches gelte für die Netzentgelte, um zu verhindern, dass die Produktionsprozesse unwirtschaftlich werden. Es sei auch notwendig, in das "Kleingedruckte" aller Verträge hinein zu sehen, denn es könne nicht ausgeschlossen werden, dass versucht wird, dort "die eine oder andere Gemeinheit" unterzubringen.
Frank Schulz, Vorsitzender der Geschäftsführung von ArcelorMittal Germany, befürchtet, dass die Strompreise nur eine Richtung kennen, und zwar nach oben, was eine wesentliche zusätzliche Kostenbelastung bedeutet. Er baue darauf, dass die Rahmenbedingungen seitens der Landes- und Bundesregierung so gesetzt werden, dass die Preissteiger- ungen kompensiert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Heute ist der Standort sehr wettbewerbsfähig, und das soll auch für morgen noch gesichert sein. Eine weitere Aufgabe der Zeit sei, neue Technologien zu entwickeln, um den Forderungen des Klima- und Umweltschutzes gerecht zu werden. Förder- und Gestaltungsmöglich- keiten diesbezüglicher Projekte waren ebenfalls Gegenstand des Gesprächs.
Im Anschluss an die Beratung absolvierte der Minister in Begleitung des Betriebsratsvorsitzenden Holger Wachsmann und SPD-Landtagsbewer- berin Christiane Barczikowski einen Besuch im Warmwalzwerk, wo dessen Leiter Andreas Pollack mit vielen Informationen aufwartete. 

Sichtlich beeindruck fasste Steinbach zusammen: "Das ist Technik, die begeistert."
Im Anschluss an seinen Besuch in Eisenhüttenstadt setzte der Minister seine Reise nach Elsterwerda zu einem weiteren Unternehmensbesuch fort.

5.2.19

Zimmerpflanzenpflege im Winter
(Eisenhüttenstadt/hn) Zu einem interessanten Vortrag über die Pflege von Zimmerpflanzen in der dunklen Jahreszeit hatte das Stadtteilbüro "offis" am Dienstag eingeladen. Die neue offis-Leiterin Nadine Müller begrüßte dazu Sigrid Schulz-Eckert, seit einem Jahr Leiterin des Gartenmarktes bei TOOM Eisenhüttenstadt, die viele Tipps parat hatte und sich viel Zeit für die Beantwortung der Gästefragen nahm.


Viele Tipps zur Pflege von Zimmerpflanzen erhielten die Gäste des Vortrages von Sigrid Schulz-Eckert.

Prinzipiell können Pflanzen an jedem Fenster überwintern, wobei die Scheiben von den Blättern nicht berührt werden sollten, weil sie kühler sind als die Umgebungsluft. Bezüglich der Temperaturen gibt es von Pflanze zu Pflanze unterschiedliche Anforderungen, generell sollten die Töpfe nicht direkt auf einem Boden mit Fußbodenheizung stehen, sondern ein paar Zentimeter darüber. Je nach Lichtbedarf brauchen Zimmerpflan- zen Standorte, die diesem entgegen kommen, so etwa in der Diele, im Wohnbereich und an sonnenbeschienenen Fenstern. Das Schlafzimmer hält Schulz-Eckert für einen nicht besonders guten Standort, sofern die Temperaturen darin unter 16 Grad abfallen, etwa bei geöffnetem Fenster.
Ein weiterer Teil des Vortrages beschäftigte sich mit Übertöpfen, diese sollten hinsichtlich ihres Durchmessers etwa eine Daumenbreite größer sein als der Pflanzentopf, damit eine gute Luftzirkulation stattfinden kann. Gegenwärtig erfolgt bei TOOM eine Sortimentsumstellung an Pflanz- und Übertöpfen mit einem modernen Design.
Auch für die Bewässerung der Pflanze gibt es eine gute Auswahl, womit

Zeiten von bis zu zwei Wochen erreicht werden können, so dass der Nachbar während eines Urlaubs nicht zum Gießen in Anspruch genommen werden muss.
Hinsichtlich der Pflege der Pflanze empfahl die Leiterin des Gartenmarktes, die Blätter hin und wieder mit einem Blattpflegetuch zu behandeln, um sie von Staub zu befreien. Alleiniges Absprühen ist in der Regel nicht intensiv genug, sollte aber nach der mechanischen Reinigung erfolgen, um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Ebenso wird empfohlen, die Düngung zu reduzieren, statt alle 2 Wochen im Sommer, sollten nur alle 3-4 Wochen Düngemittel zugeführt werden.
"Bei Fragen können Sie sich gern an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenden", so Sigrid Schulz-Eckert, "wir beraten Sie auch gern in Sachen Pflanzenschutz und helfen, Ihre Probleme zu lösen."

4.2.19

Kochhütte Ratzdorf
Kochen und grillen am Oderstrand
(Ratzdorf/hn) Initiiert von der Europäischen Union und umgesetzt vom QCW Eisenhüttenstadt und der Vereinigung der Schulen der Gastronomie in Gorzów trafen sich in dieser Woche deutsche und polnische Kochlehrlinge zum Projekt "Grenzübergreifen- de Bildung für die Branchen Gastronomie und Lebensmittel im deutsch-polnischen Grenzgebiet" zu einer Kochwerkstatt der besonderen Art. Die Outdoorküche stand im Mittelpunkt der Bildung und des Erfahrungsaustausches, wobei beide Seiten Kreationen ihrer nationalen Küche offerierten.


Deutsche und polnische Kochlehrlinge kamen zusammen, um sich im Outdoorkochen unterweisen zu lassen.

An Grillpfanne, Suppenkessel und Smoker lernten die angehenden Köche das Outdoorkochen.

Sowohl hierzulande als auch im Nachbarland stehen Grillen und Kochen in der freien Natur hoch im Kurs, alles soll einfach und mit möglichst wenigen Zutaten erfolgen, schmackhaft und in kurzer Zeit herstellbar sein. So standen Fleisch- und Fischzubereitung, das Selbstbacken von Brot, die Herstellung von Wurst und die Zubereitung von Fleisch im Beefer auf dem Programm. Unterstützt wurde die Aktion von der Gemein- de Neißemünde, deren Bürgermeisterin Ute Petzel unbürokratisch den zur Zeit unbewirtschafteten "Oderblick" zur Verfügung stellte und der Agrargenossenschaft Neuzelle, in deren Landfleischerei die Lehrlinge viel Interessantes über die Weiterverarbeitung geschlachteter Tiere erfuhren.
"Zum Workshop gehörte auch ein Sprachkurs, worin die Lehrlinge Wörter aus der jeweils anderen Sprache lernten", sagte Projektleiter Küchen- meister Torsten Kleinschmidt, Leiter des Ausbildungsrestaurants des QCW bei ArcelorMittal, "wir machen heute etwas, das normalerweise im Sommer stattfindet und haben dazu Gäste aus der Hotelfachschule Gorzów eingeladen."
Es sei ein langer Weg gewesen, das von den polnischen Partnern auf den Weg gebrachte Projekt aufzustellen und die EU-Bürokratie zu durchlaufen und im symbolträchtigen Ort Ratzdorf, einem Ort der Begegnung zu starten. "Mit diesem Projekt wollen wir den Lehrlingen auch zeigen, wie Events vorbereitet werden können und die Partyküche nicht nur aus kalten Platten und Salattellern bestehen muss", so Kleinschmidt, "und Grillen sowie Kochen im Freien soll nicht nur dem Sommer vorbehalten bleiben."
Bürgermeisterin Ute Petzel freute sich über die Aktion in ihrem Dorf, fand das Anliegen von Torsten Kleinschmidt ganz toll und sagte zu, auch weitere deutsch-polnische Projekte zu unterstützen. Gerade junge Leute sollten für die Zusammenarbeit beider Seiten gewonnen werden, und dies hier sei ein interessanter Anfang. Dabei äußerte sie die Hoffnung, es würde sich angesichts der bevorstehenden Tourismussaison auch wieder ein Pächter für die Gaststätte finden.


Die polnischen Jugendlichen kreierten gebratene Kräuterkartoffeln und Sauerkraut mit rotem Obst

Torsten Kleinschmidt (3.v.r.) hieß die polnischen Kochazubis willkommen.
 

Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Torsten Kleinschmidt bei Ute Petzel für die Unterstützung.
2.2.19

Berliner Polizistin ermittelte verdeckt
(Kobbeln/hn) Tolle Zamperstimmung herrschte am Sonnabend in Kobbeln, wo sich alt und jung in Krügers Gaststätte zum zampern trafen. Allen voran, was auch schon eine Tradition geworden ist, Viktoria Damaschke und Antje Hollatz, die den Zug mit erstaunlich vielen Vikingern durch das Dorf führten. Um zehn Uhr gab es bereits den ersten Tanz in der Gaststätte, bevor zum Gruppenfoto Aufstellung genommen wurde. "Wir kehren bei allen Haushalten ein", werden überall mit Essen und Getränken gut versorgt und zampern Wurst und Eier ein", erklärte Viktoria.


Mit einem kleinen Höherprozentigen wärmten sich die Kobbener immer wieder auf.

Am Abend trafen sich alle wieder bei Krügers zum Fastnachtstanz. An der Gestaltung des Programms war vorrangig der Nachwuchs, also die jüngere Jugend beteiligt, insbesondere Leonie und Eleen Lehmann sowie Samira Karls haben sich zum Motto des Abends "Kobbeln tanzt" etwas ganz Besonderes ausgedacht. Darüber hinaus fanden Anekdoten aus der Kobbelner Zampergeschichte Eingang in die Büttenrede von Andreas Thierbach. "Es ist ja ganz lustig, was die Jugend früher hier getrieben hat", so Antje, "passend zur Büttenrede haben wir auch noch sechs Funkenmariechen finden können." Natürlich alles wunderhübsche Männer, die für Stimmung sorgten. Zum Abendprogramm zählte natürlich auch das gemeinsame Singen der Kobbelner Hymne, einem Schlager von Andreas Gabalier nachempfunden, die bei jeder Kobbelner Party zum Programm gehört.
Dass es bei der Kobbelner Fastnacht immer super stimmungsvoll zugeht, hat sich herum gesprochen, kam so mancher Zamperfan aus den 

Nachbardörfern, aber auch von weiter her, darunter Simone aus Berlin, im Berufsleben Polizistin, nun aber als Sträfling verkleidet, undercover wie sie erklärte. Andererseits seien die Gefängnisse in Berlin so überfüllt, dass Närrinnen und Narren zur Faschingszeit Ausgang erhielten.
"Wir sind froh, dass wir noch immer die Gaststätte Krüger haben", sagte Viktoria Damaschke, "und möchten uns bei Krügers ganz herzlich für die jahrelange Unterstützung bedanken."


Bewegung im Takt der Musik wärmte immer wieder auf.

 Von Krügers Gasthaus aus machte sich die Zampertruppe auf den Weg.

Erstes Ziel der Truppe war Wolfgang Fleischer, hier beim Ehrentanz mit Viktoria Damaschke.

Zum Aufwärmtanz wurde in Krügers Gaststätte aufgespielt.

1.2.19

Abriss der Gelben Villa begann
(Eisenhüttenstadt/MR/hn) Nachdem in den vergangenen Wochen das Gelände hinter der Gelben Villa in der Beeskower Straße beräumt und für die neue Bebauung aufbereitet wurde, begann kürzlich der Abriss des historischen Gebäudes, das der neuen Feuerwache weichen muss. Kritiker des Abrisses hätten gern dessen Weiternutzung als Feuerwehrzentrale und Sozialgebäude gesehen, aber es wurde anders entschieden.


Wegen der Brüchigkeit des Materials ist es problematisch, die Pforte zu erhalten.

Zu Fragen zum Verlauf und Stand der Abrissarbeiten gab uns Michael Reichl, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung Auskunft: "Bis auf das Verwaltungsgebäude sind alle anderen - Wirtschaftsgebäude, Doppelgarage und Werkstattgebäude - abgebro- chen und zu 95% entsorgt." Die Entkernungsarbeiten des Verwaltungsgebäudes waren im Dezember 2018 abgeschlossen, so dass am 25. Januar der Abriss der Gelben Villa erfolgen konnte und gegenwärtig an der Trennung und anschließenden Entsorgung des Abrissmaterials sowie der Vorbereitung des Rückbaus der Flächenbefestigung, die im Februar erfolgen soll, gearbeitet wird.
Bezüglich des Eingangsportals erklärte er, dass versucht wurde, dieses zu erhalten, aber während der Abrissarbeiten Probleme dahin gehend auftraten, dass das aus Beton bestehende Gesims mit dem Mauerwerk verklebt ist und die mürben Ornamente sich beim Versuch, sie zu trennen nicht lösen lassen, ohne in Einzelteile zu zerfallen.
Die Abrissarbeiten, mit denen die Firma BSV Baustoffverwertung Jens Schulze e.K., beauftrag worden war, kosteten inklusive Planung und Bauüberwachung 225 Tausend €. Diese Firma ist auch für die umweltgemäße Entsorgung der Abfälle verantwortlich, darunter das Verwaltungsgebäude mit 3.500 m³/umbautem Raum und ca. 1.300 t Entsorgung unterschiedlicher Abfälle sowie die Nebengebäude (Wirtschaftsgebäude, Doppelgarage, Werkstattgebäude) mit 2.600 m³/umbautem Raum und ca. 1.000 t Entsorgung unterschiedlicher Abfälle.
Das bisherige Abbruchmaterial aus den Nebengebäuden war unbelastet und wird auf dem Recyclingplatz in Eisenhüttenstadt zur Weiterverarbeitung aufbereitet. Das Material des Verwaltungsgebäudes wird nach der Sortierung beprobt und entsprech- end der Belastung entsorgt.

Für den Beobachter rasend schnell erfolgte der Abriss der Gelben Villa.

 

 
Überall, wo sich die Amerikaner einmischen, wird
- aus Ordnung - Chaos,
- aus Souveränität - Vasallentum,
- aus Vertrauen - Feindschaft,
- aus Frieden - Krieg


Kriegstreiber-
verein NATO
„Welche Regierung würde es wagen, die politische Freiheit anzutasten, wenn jeder Bürger ein Gewehr und fünfzig scharfe Patronen zu Hause liegen hat?“ MEW Bd. 21, S. 345. Fr. Engels